Ist es schwer als Linkshänder auf einer rh Gitarre spielen zu lernen? (Akustik Gitarre)

11 Antworten

Manche Linkshänder spannen Ihre Saiten um so das die dicke E-Saite wieder oben ist (Jimi Hendrix) und manche denken halt seitenverkehrt und lassen die Rechthändergitarre so wie sie ist, das ist aber eher selten.

Ich würde die Saiten um spannen - sonst müsstest du dich hinsetzten und alle Akkorde umzeichnen - das ist Stress. Ich hatte mal ne kleine Mucke mit Vicki Vomit - der auch Linkshänder - der hat zu mir gesagt wenn ich sehe das er F- spielt soll ich einsetzen - da habe ich gesagt man du bist Linkshänder ich sehe überhaupt nichts. (naja waren schon 2 Bier zu viel)

Man nimmt halt hauptsächlich die stärkere, führende Hand als Schlaghand, weil diese eben den Rhythmus schlagen soll - und die dominantere Hand ist dafür einfach besser geeignet. Es ist ja auch im Alltag so, dass einem komplexe Dinge mit der rechten oder linken Hand (je nachdem ob man rechts- oder linkshänder ist) deutlich leichter fallen.

Allerdings ist das kein muss. Man kann es auch genau so gut falsch herum lernen, gibt ja auch linkshänder die mit rechts schreiben oder gar beidhändig sind.

Die Saiten einfach umzuspannen ist nicht immer eine gute Idee, es gibt ja nicht umsonst extra Linkshändergitarren. Wenn du eine Rechtshändergitarre einfach umdrehst, dann hast du ja auch die Potis, den PU-Wahlschalter und den Tremolohebel verkehrt herum bzw. sie sind dir dann evtl. im Weg und du kommst schwer dran.

Ich würde mal versuchen, mit einer Rechtshänderg. zu lernen, da hast du dann viel mehr Auswahl und kannst dir auch mal eine Gitarre vom Bandkollegen ausleihen. Wenn es garnicht geht, dann nimm eine Lefty.

Was ich vergessen habe, zum einfach Saiten umspannen nochmal, oft bzw. meistens, ist es auch so, dass Steg bzw. Saitendurchführung und Hals auf "Rechtshänderbespannung" angepasst sind, so dass es nicht immer einfach möglich ist ohne Umbauarbeiten einfach die Saiten falscherhum aufzuziehen. Die Saitendurchführung der hohen E-Saite ist nicht unbedingt dafür geeignet eine tiefe-e Saite aufzunehmen. Wenn du dann mal dickere Saiten aufziehen willst für Drop-Tunning, dann sieht es ganz düster aus. Das kommt dann zu den falsch herum platzierten Poties und Schaltern noch dazu. Also, eigentlich keine gute Idee.

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Ich spiele Klavier für Rechtshänder, weil ein solches für Linkshänder unerschwinglich wäre.

Eine Gitarre MUSS für mich komplett Linksrum sein - ich kann den Hals einfach nicht nach Links halten - meine Rhythmus- und Schlaghand ist halt die Linke.

Als ich das erste Mal (etwa 50 Jahre her) überhaupt eine Gitarre in die Finger bekam, ging der Hals automatisch nach rechts. Wie war das bei Dir?

Beim Lernen der ersten Griffe sagte mein Lehrer, "spann' die Saiten um, damit ich Dir das vernünftig zeigen kann" (wenn sich Rechts- und. Linkshänder mit ihren Gitarren gegenüberstehen, ist das so, als würdest Du vor einem Spiegel stehen:). TABs schreibe und lese ich aber heute noch besser für Rechtshänder...

Später habe ich gelernt, auch mit normalen Gitarren zu spielen - das meiste allerdings mit Barré-Akkorden, weil das immer noch die einfachste Art ist, jeden Akkord zu spielen. Außerdem lässt sich nicht jeder offene Akkord sauber greifen. Die Virtuosität beim Fingerpicking ist allerdings beim rechtsrum dahin...

Vorteil: Linkshändergitarren werden von Besuchern (Aah toll, ne Gitarre!) ganz schnell wieder zurückgestellt - kommt keiner mit klar - Hehehe ;)

Ich habe eine Gitarren-Freundin, die begann normal rechtsrum zu spielen, kam aber irgendwann nicht mehr weiter. Jetzt ist sie komplett Linksrum und überglücklich.

Ich wünsche Dir viel Glück und Erfolg bei Deiner Entscheidung!

Genau - das habe ich auch gerade geschrieben - da war mir noch nicht bewusst das dass für´n Gitarrenlehrer auch gewöhnungsbedürftig ist.

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