Ist es schlecht, wenn man als Christ rechts ist (Politik)?

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30 Antworten

Hei, FAThemaGlauibe, "links" und "rechts" sind in der Politik gleichgut bzw. gleichschlecht. Übel wird´s, wenn -extrem daran hängt, ob an "links" oder an "rechts". Denn beides ist menschenverachtend und damit total unchristlich. Grüße!

Sternchens Dank!

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Ein politisch rechte Gesinnung steht häufig zu einer christlichen Gesinnung der Nächstenliebe im Widerspruch. Denk mal alleine in der Flüchtlingfrage darüber nach, ob die Forderungen rechter Parteien mit christlichen Glaubensgeundsätzen übereinstimmen. Ich zitiere mal Jesus aus dem Neuen Testament:

Matthäus Kapitel 25 Vers 35 (...) Denn ich bin ein Fremder gewesen und ihr habt mich aufgenommen.

Mattäus Kapitel 25 Vers 40 Was ihr getan habt einem von diesen, meinen geringsten Brüder, das habt ihr mir getan.

Und nun kommt Beatrice von Storch und will Flüchtlinge an der Grenze erschießen lassen. 

Und merkst eine gewisse Diskrepanz? 

Also rechts und christliche Gesinnung passen nicht zusammen.

Wo man stehen möchte und am Ende wohl auch steht, ergibt sich, wenn man sich Klarheit darüber verschafft hat, als was man die anderen Menschen betrachtet.

Man kann sie ohne Ansehen der Person als notwendige Räder im Getriebe der Menschheit ansehen, innerhalb derer man selbst nur ein kleines Rädchen ist.

Man kann die anderen oder ihre Arbeitskraft oder ihre Arglosigkeit auch als seine Beute ansehen.

Beides geht, ob man sich nun als Christ fühlt oder nicht. Wer es aber mit dem Christ sein ernst meint, der findet die Antwort auf das Problem im NT.

Die Frage ist: Was ist "rechts"?

Eine Bedeutung ist: "konservativ" und kann bedeuten, sich für Bewährtes einzusetzen.
In vielen Dingen bin ich sehr konservativ.
Wenn es darum geht, Demokratie und Freiheit zu bewahren.
Wenn es um die "Bewahrung der Schöpfung" geht.
Wenn es um das Asylrecht geht, um Mitmenschlichkeit und vieles mehr.

Allerdings können auch "Linke" in diesem Sinne konservativ sein. Die Grenzen sind da oft sehr fließend.

Eine andere Bedeutung von "rechts" wertet alles Fremde pauschal ab, ob es um Menschen aus anderen Kulturkreisen geht oder um Menschen, die sexuell anders empfinden usw. Eine solche Haltung lässt sich mit dem Christentum nur schwer vereinbaren, obwohl die Erfahrung zeigt, dass viel zu viele Christen das nicht wahrhaben wollen und sehr wohl übel rechts sind.

Viele von ihnen werden sich mal verwundert fragen, wo sie denn in ihrem Leben Jesus begegnet sind und ihn verachtet haben, wie er es ihnen dann vorwerfen wird (Matthäus 25). Und er wird ihnen sagen, dass dies immer genau dann geschehen ist, wenn sie andere Menschen, die nichts als Hilfe brauchen, ignoriert und/oder verachtet haben.

Rechts ist immer schlecht, egal ob Christ oder Atheist. Davon mal abgesehen, wird so der Sinngehalt der Botschjaft Jesu aus den Angeln gehoben, denn Fremdenfeindlichkeit wurde von Jesus so garnicht propagiert. Auch kriegerisches Treiben ist mit seiner Lehre nicht vereinbar.

Nun ja, ich denke, daß man sich als Christ politisch nicht zu sehr engagieren sollte. Das mag mancher anders sehen, aber ich glaube, daß es Jesus auch so getan hat und an ihm sollten wir uns orientieren. Jesus war kein Politiker. Er hat klar zum Ausdruck gebracht, daß man manches nicht vermischen und kombinieren sollte.

Lukas 20, 22-26:

"Ist's recht, dass wir dem Kaiser Steuern zahlen, oder nicht? Er aber merkte ihre List und sprach zu ihnen: Zeigt mir einen Silbergroschen! Wessen Bild und Aufschrift hat er? Sie sprachen: Des Kaisers. Er aber sprach zu ihnen: So gebt dem Kaiser, was des Kaisers ist, und Gott, was Gottes ist! Und sie konnten ihn in seinen Worten nicht fangen vor dem Volk und wunderten sich über seine Antwort und schwiegen still".

Ich finde, wer ernsthaft Christ ist, sollte politisch eher neutral sein und eher für die Politiker beten, daß sie das Richtige tun, voran bringen und entscheiden. Sich mit rechtsideologischer Politik zu identifizieren oder damit zu symphatisieren, würde bei mir eher den Eindruck vermitteln, daß man noch zu sehr an dieser Welt hängt und meint die Probleme des Menschen könnten politisch gelöst werden.

Wir Menschen brauchen sicherlich Regierungen und Ordnungen, sonst hätten wir bald eine Anarchie, aber man kann eben auch von links oder von rechts vom Pferd fallen. Was der Mensch bitter nötig hat ist Erlösung und Glaube an die Vergebung der Sünden (Johannes 3,16). Nur wer das auch glaubt und bekennt und die geistliche Neugeburt erfährt ist ein Christ.


Als politische Rechte wird ein Teil des politischen Spektrums bezeichnet.

Sie geht von einer Verschiedenheit der Menschen aus und befürwortet oder akzeptiert daher eine gesellschaftliche Hierarchie.

Ungleichheit wird deshalb von der politischen Rechten als unausweichlich, natürlich, normal und wünschenswert betrachtet.

So beschreibt Wikipedia den Begriff „rechts“.

Das scheint mir mit dem Christentum nicht vereinbar zu sein.
Das Gebot der Nächstenliebe oder sogar Feindesliebe steht für mich – nur als
ein Beispiel - dazu unvereinbar mit „rechts“ im Gegensatz.

Aber das hält leider nur wenige Menschen, die rechts stehen,
davon ab, sich als Christen und Retter des Abendlandes zu sehen.

Doch die herrschende Meinung unter den Christen lehnt solche
„Rassenmodelle“ (hoffentlich) ab. Jedenfalls sehe ich in der katholischen und
evangelischen Kirche keine Befürworter unter den maßgeblichen Würdenträgern.

Bereits die Ausrichtung konservativ ist rechts von der Mitte und die ist vom Christentum her durchaus vertretbar, Rechtskonservativ genauso. Rechtsliberal hat teilweise schon eher gemeinsamkeiten mit dem satanismus, da es sich durch komplette wirtschaftsfreiheit und wenig Leistungen für ärmere Leute eindeutig gegen die Nächstenliebe stellt. Rechtsliberal (in Kombination mit narionalkonservativ, was ebenfalls nicht unbedingt christlich ist) ist in Deutschland die afd.

Das kommt darauf an, was du unter "rechts" verstehst und ob dir deine Gesinnung erlaubt, die christlichen Ansprüche zu erfüllen - siehe: "Liebe deinen Nächsten wie dich selbst". Wenn dein "Rechtssein" Ausländer z.B. als Gesindel und Untermenschen betrachtet, bist du kein Christ mehr.

Es stellt sich hier definitiv die Frage, ob christliche Nächstenliebe nach dem Vorbild Jesu mit Rechten politischen Ansichten vereinbar ist.

Ich würde das verneinen.

Als rechtsdenkender Mensch verachtest du Menschen, die z.B. eine andere Hautfarbe haben. Das ist mit dem christlichen Glauben nicht vereinbar! 

Lies mal die Bibel und dann erkenne selbst. Empfehlenswert sind da die 4 Evangelien, http://www.bibleserver.com/text/EU/1.Korinther13 und http://www.bibleserver.com/text/EU/Jakobus2,14-26 . In den 4 Evangelien fällt mir insbesondere http://www.bibleserver.com/text/EU/Matthäus22,37-40 ein und http://www.bibleserver.com/text/EU/Matthäus25,31-46 . Das sollte Deine Frage eigentlich beantworten.

Dahingehend sollte man also entscheiden, ob es einem wichtiger ist, politisch rechts oder Christ zu sein, denn beides gleichzeitig ist ein Widerspruch in sich.

"Gelebte Nächstenliebe" und Ausgrenzung Fremder passt nicht zusammen.

Vieles wofür Linke stehen ist nicht christlich, Abtreibung, Homoehe, Kommunismus, auch Multikulturalismus und Islamisierung sind kritisch zu hinterfragen. Eigentlich ist es normal, als Christ eher rechts zu stehen, Nationalsozialmus und Rassismus sind natürlich unchristlich.

Kann ich nicht so sehen! Alles ist immer im Zusammenhang auf den einzelnen Menschen und seine Situation zu sehen.

Die Ehe ist auch nicht unbedingt christlich dadurch, dass sie in der Kirche geschlossen wurde, wenn darin Gewalt ausgeübt wird oder der Andere gedemütigt wird!

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Apropos Kommunismus. Die Apostelgeschichte berichtet, daß die ersten Christen einen Lebensstil pflegten, der (durch die Brille der bürgerlich-konservativen Weltanschauung betrachtet) überraschend "unchristlich" scheinen mag:

http://www.bibelserver.com/text/SLT/Apostelgeschichte2,44-45

http://www.bibelserver.com/text/SLT/Apostelgeschichte4,32

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@Franz1957

Das ist mir bekannt, es geht um den Kommunismus als Staatsdoktrin, Christi Botschaft war keine politische, auch wenn linke Kreise Ihn gerne für ihre Zwecke instrumentalisieren obwohl sie dem Glauben ansonsten feindlich gegenüber stehen.

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Jesus gibt Dir direkt die Antwort: Raus aus der Welt. Außerdem sagt er: "Die GANZE Welt liegt in der Hand dessen, der böse ist". Als Christ müssen wir auf Gottes Königreich warten, bis er es auf der Erde aufrichtet.

(Johannes 15:17-19) 17 Diese Dinge gebiete ich euch, daß ihr einander liebt. 18 Wenn die Welt euch haßt, wißt ihr, daß sie mich gehaßt hat, bevor sie euch haßte. 19 Wenn ihr ein Teil der Welt wärt, so wäre der Welt das Ihrige lieb. Weil ihr nun kein Teil der Welt seid, sondern ich euch aus der Welt auserwählt habe, deswegen haßt euch die Welt.

Im Prinzip widerspricht sich das schon. Die Christen wollen ja Jesus Beispiel folgen und den Nächsten lieben, egal welche Hautfarbe, Religion oder sexuelle Orientierung er hat.

Widerspricht sich meiner Meinung nach!

Für Christen ist Jesus die "Leitfigur". Die Frage hilft eigentlich immer weiter: "Was würde Jesus in dieser Situation sagen oder tun?".

In der damaligen Zeit hat Jesus auch nur sehr bedingt die Meinung der Mehrheit vertreten.

Menschsein geht vor Religion oder Nationalität oder ...!

Übrigens die Geschichte mit dem barmherzigen Samariter (Lk, 10, 25ff): Der Samariter war der Fremde (Ausländer) der im fremden Land half und alles bezahlte. Der Levit ging vorbei!

nein, denn man kann auch als christ obdachloser sein oder verbrecher

Es ist schlecht, wenn man als Christ nicht tut, was Jesus gesagt hat.

das ist völlig egal

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