Ist es schädlich für die Entwicklung eines Kindes, wenn man seine Aussprache verbessert?

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9 Antworten

Du kannst das Kind durchaus darauf hinweisen, wenn die Aussprache nicht stimmt. Du kannst das aber spielerisch machen, nicht in lehrerhaftem und strengem Ton.

Außerdem ist zu beachten, ob das Kind spät angefangen hat zu reden und deswegen einfach noch nicht soweit ist, die Worte richtig auszusprechen oder ob es tatsächlich eine Entwicklungsstörung ist.

Geht denn das Kind in den Kindergarten? Dort hört es ja auch die anderen Kinder reden und das färbt meist recht schnell ab. Vorausgesetzt immer, dass das Kind überhaupt in der Lage ist, richtig zu reden.

Das Kind bekommt davon zwar keinen anderen Sprachfehler aber wenn dem Kind immer wieder gesagt wird dass es nicht richtig spricht ist es definitiv nicht förderlich für die weitere Sprachentwicklung. Es wird immer weniger sprechen mögen da es das ja sowieso nicht richtig kann. Und es kann sich ja nur verbessern wenn es immer weiter sprechen übt.
Das k ist auch ein schwieriger Buchstabe und es ist nicht ungewöhnlich dass er es mit Anfang drei noch nicht kann. Mit Ende drei sollte es dann aber schon klappen. Aber da würden die Erzieher ihn zur Sprachüberprüfung schicken.
Wenn du ihm fachlich helfen möchtest sprich seine Sätze nochmal wie sie richtig sein müssen. Wenn er sagt "tomms bu mi?" Antwortest du "ja ich komme mit. Wo möchtest du denn hin?" Da hat er dann alle seine falschen Wörter noch mal richtig gehört aber er fühlt sich nicht schlecht sondern eher motiviert weiter zu sprechen.

Wenn ich die Mutter des Kleinen wäre, würde ich euch *****

So wie elismana das beschrieben hat ist der richtige Weg. Auch wenn das Kind grammatische Fehler macht, wiederholst du den Satz einfach richtig, als Frage getarnt. Oder du baust das falsch gesprochene Wort in die Antwort mit ein " Da ist ein goße Pinne!" " Tatsächlich, da oben ist eine große Spinne!"

Das Kind ständig darauf hinzuweisen das es Worte falsch ausspricht ist sehr niederdrücken für das Selbstwertgefühl, es fühlt sich unzulänglich, ergo nicht gut ein gesundes Selbstbewusstsein zu entwickeln.

Du kannst ihm so weit bei der Aussprache behilflich sein, dass du viel mit ihm sprichst, ihm richtig vorsagst, ihn nicht ermahnst und ihm nicht den Zeigefinger zeigst.

Vielleicht sollte man erst mal durch den Ohrenarzt abklären, ob der Junge gut hört, denn ganz oft liegen Sprachfehler auch am schlechten Gehör.

Direkte Verbesserung ist kontraproduktiv. Im schlimmsten Fall spricht das Kind gar nicht mehr, weil es Angst hat, etwas falsches zu sagen. Indirekte Verbesserung ist da deutlich besser, durch richtige Wiederholung oder fragen. 

Beispiel von meiner Tochter:

Sie erzählte mir "Ich hab den Socke in den Aschine gemacht"

Ich verbesserte sie indirekt: "Du hast die Socke in die Waschmaschine gelegt?" 

Wenn generell Sprachdefizite vorliegen ist ein Logopäde der richtige Ansprechpartner, aber das müssen die Eltern in Angriff nehmen.

Wenn das Kind in den Kindergarten geht, werden die Erzieher dort im Bedarfsfall sicher die Eltern ansprechen. 

Nein, ich denke, ihr macht das schon richtig - wenn ihr freundlich kritisiert. 

Ist denn das Kind mal von einem Arzt untersucht worden? Vielleicht hört er schlecht. 

Ich würde sagen es kommt drauf an wie man es verbessert. Es einfach so zu sagen, wie bei Erwachsnen würde ich nicht machen. Erher Kinder gerecht, spielerisch.

Anders lernt es ja nicht richtig sprechen. Wer erfunden hat dass das schädlich sein soll hat n rad ab

Kommentar von NicoleU
18.01.2016, 19:58

Und wer kein Fachwissen hat ist lieber still!!

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