Ist es richtig, dass man den Urlaubsanspruch, wenn ihn der Arbeitgeber nicht gewährt, ausbezahlt bekommt?

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5 Antworten

In erster Linie dient der Urlaub der Regeneration und ist in Freizeit zu gewähren.

Nur wenn dieses nicht mehr möglich ist, ist eine Abgeltung  in Geld vorgesehen. Natürlich verfällt der Anspruch nicht einfach so.

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Stimmt, der Urlaub muss ausbezahlt werden wenn er nicht mehr genommen werden kann.

Also wenn der AG sagt nö Urlaub ist nicht dann muss er ihn auszahlen.

Anders würde es aussehen wenn DU sagen würdest nö ich will jetzt nicht in Urlaub, dann verfällt er.

Du kannst aber auch auf den Urlaub bestehen wenn dir das lieber ist als Geld. Da dürften nur sehr wichtige betriebliche Gründe dagegensprechen

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Kommentar von Familiengerd
30.07.2016, 12:34

Also wenn der AG sagt nö Urlaub ist nicht dann muss er ihn auszahlen.

Einfach "Nö" zu sagen, reicht aber für eine Urlaubsverweigerung nicht aus!

Die Entgeltung ist grundsätzlich nur dann erlaubt, wenn der Urlaub wegen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses ganz oder teilweise nicht mehr genommen werden kann (BUrlG § 7 Abs.4), wenn also die Zeit nicht mehr "reicht" oder dringende (!) betriebliche oder in der Person des Arbeitnehmers liegende (Krankheit) Gründe einer Gewährung entgegen stehen.

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Nur Urlaubstage über dem gesetzlichen Mindestanspruch können ausgezahlt werden.

§ 3 Dauer des Urlaubs

(1) Der Urlaub beträgt jährlich mindestens 24 Werktage.

Nach 6 Monaten müssen also 12 Werktage als Urlaub gewährt werden. Nur was darüber hinausgeht (z. B. tariflicher Urlaub, oder arbeitsvertraglicher Urlaub), kann ausbezahlt werden.

http://www.arbeitsrecht.org/gesetze/burlg/#burlg1

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Kommentar von DerHans
30.07.2016, 11:47

Wenn es anders gar nicht anders mehr möglich ist, muss natürlich ein finanzieller Ausgleich erfolgen.

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Kommentar von Familiengerd
30.07.2016, 12:28

Nur was darüber hinausgeht (z. B. tariflicher Urlaub, oder arbeitsvertraglicher Urlaub), kann ausbezahlt werden.

Wie kommst Du denn auf eine solche unsinnige Einschränkung?!?!

Selbstverständlich hat der Arbeitnehmer Anspruch auf Entgeltung seines gesamten ihm noch zustehenden Urlaubs, den er wegen der Beendigung des Arbeitsverhältnisses ganz oder teilweise nicht mehr nehmen kann.

Dabei spielt es keine Rolle, wie viel oder wie wenig Urlaub er bis dahin bereits genommen hat (ob er also nur noch einen Teil oder noch den gesamten Urlaub beanspruchen kann), ob die Zeit nicht mehr reicht, den noch zustehenden Urlaub bis zum Ende des Arbeitsverhältnisses zu nehmen, ob es dringende betriebliche Gründe gibt, die dem Urlaub entgegen stehen, oder in der Person des Arbeitnehmers liegende Gründe (z.B. Erkrankung).

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Das schreibt § 7 Abs.:BurlG im Abs.:4 eindeutig vor:

Kann der Urlaub wegen Beendigung des Arbeitsverhältnisses ganz oder teilweise nicht mehr gewährt werden, so ist er abzugelten.

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wenn man dir aus betrieblichen Gründen den Urlaub so kurzfristig nicht geben kann, muss man ihn dir ausbezahlen. 

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