Ist es rechtens, dass mein Vermieter eine Firma beauftragt um die Balkonentwässerung zu reinigen und mir die Kosten in Rechnung stellt und mehr?

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10 Antworten

Aber ansonsten ist der Vermieter noch ganz fit in der Birne, oder?

Natürlich darfst du Wäsche in der Wohnung trocknen. Kritisch wird es erst dann, wenn dadurch Schimmel und Feuchtigkeitsschäden kommt. Der LG Düsseldorf hat ein Verbot des Wäschetrocknung im Räumen gekippt. Der Vermieter kann dich mal gerne haben.

Was die Zimmerpflanze angeht. Hallo, ist der Vermieter ein wenig krank im Kopf? Gleiches gilt für die Fenster und Lichtmangel

Die Rechnung über den Balkon ist nur dann statthaft, wenn Schäden bereits vorhanden sind und du der Verursacher bist. Da wohl kaum wochenlang das Wasser meterhoch auf dem Balkon steht, ist der Posten lächerlich.

Die Gründe für die Ablehnung der Katze sind nicht nachvollziehbar, dennoch kannst du nicht einfach eine Katze anschaffen, du musst schon ggf. gerichtlich eine Haltung erzwingen.

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Kommentar von schelm1
29.11.2016, 10:50

Aber ansonsten ist der Vermieter noch ganz fit in der Birne, oder?

Na-ja, der macht sich nicht ganz unberechtigt Sorgen um den Erhalt seines vermieteten Eigentums!

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https://www.mieterbund.de/index.php?id=597

Textauszug:

Grundsätzlich darf der Mieter seine Wäsche in derWohnung trocknen. Nach Darstellung des Deutschen Mieterbundes (DMB) ist

eine Klausel im Mietvertrag unwirksam, die das Aufhängen von Wäsche in
der Wohnung verbietet.

Das gilt auch dann, wenn es im Haus einen Gemeinschaftstrockenkeller oder Speicher gibt. Ein Verbot in der Hausordnung, Wäsche außerhalb eines Trockenraums aufzuhängen, ist nach einer Entscheidung des Landgerichts Düsseldorf (21 T 38/08) unwirksam.

Dreckige Fenster gehen ihn nicht wirklich etwas an. Und Du hast schon gar nicht "Vollzug" nach Reinigung zu melden.

Wenn Du zwischenzeitlich den Abfluß am Balkon gereinigt hast, kann er auch keine Fremdfima beauftragen und anschließend Kosten weiterleiten. Die Zimmerpflanze und fehlende Beleuchtung gehen ihn nichts an.

Und bei der Katze stellt sich die Frage - haben andere Mieter im Haus ein vergleichbares Haustier und ist es bei Dir nur ein willkürliches Verbot, so geht dies nicht.

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Kommentar von Dontbother
29.11.2016, 11:51

Danke, bei uns im Haus hat keiner ein Haustier. Vormieter hatten Katzen, die wohl Schäden an der Mietsache verursacht haben. Seitdem hat er gedacht, einfach mal so zu beschließen, dass "es keine Katzen mehr in den Wohnungen gibt" und jetzt macht er aus ner, nun, Katze nen Elefanten, um die Katzenhaltung zu unterbinden.  

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 Ich hatte den Abfluss vom Balkon über den Sommer nicht gereinigt, dieses aber nachgeholt und er ist meiner Ansicht nach nicht verstopft. Nun steht im Protokoll der Abfluss sei verstopft.

 

Dazu kann man sich aus der Ferne nur schlecht äußern, da es zwei Gegensätzliche Aussagen gibt.

Im Zweifel würde ich mir von der Firma bestätigen lassen, dass das Abflussrohr nicht verstopft ist.

Zimmerpflanze ragt bis zur Decke (ich wüsste nicht, was ihn das angeht) kein Licht in einem Raum (??) Aufhängen von Wäsche in den Zimmern verboten laut Mietvertrag (???)

 

Ein vertragsmäßiges Verbot, wonach keine Wäsche in der Wohnung getrocknet werden kann, ist unzulässig.

Alle anderen Dinge, wie unsaubere Fenster oder Zimmerpflanzen gehen den Vermieter in einem laufenden Mietverhältnis gar nichts an.

 Der Vermieter ist sich bewusst, dass er eine Katzenhaltung nicht verbieten kann. Wie verhält es sich damit als Grund für eine Ablehnung der Zustimmung?

 

Der gute Grund für eine Ablehnung muss natürlich in einem Zusammenhang mit der Katze stehen. Als gängiges Beispiel kann hier eine Allergie genannt werden.

Als welchem Grund wurde hier denn überhaupt eine Besichtigung durchgeführt. Allgemeine Besichtigungen durch den Vermieter ohne wichtigen Grund dürfen laut allgemeiner Rechtsprechung höchsten einmal im Jahr, bzw. nur aller 2 Jahre stattfinden.

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Kommentar von Dontbother
29.11.2016, 12:28

Nachdem ich wegen einer Katze anfragte und er ablehnte und ich ihm darauf schrieb, dass sein Grund "die pinkeln überall hin und zerkratzen die Türen" nicht sachlich sei, wollte er die Wohnung sehen und da kam es ihm ganz gelegen, dass ein paar Dinge nicht ganz in Ordnung sind. Für mich sieht es aber klar nach kreativer Energie aus, Gründe zu finden, damit keine Katze in die Wohnung kommt. Wenn man sich in seine Lage versetzt, sieht man, wie er nach allem sucht, was irgendwie anzustanden ist. 

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Der Vermieter handelte eigenmächtig und rechtswidrig. Du bist Besitzer der Wohnung, und hast das Hausrecht. Die Unverletzlichkeit der Wohnung ist vom Grundgesetz geschützt. Nur du entscheidest deshalb, wer wann und warum in deine Wohnung gelassen wird (oder nicht). Da kann dir keiner reinreden und festlegen bzw. fordern, wann und wie oft du Fenster putzt, Staub wischst etc...  Eine Rechnung musst du für das illegale Handeln des Vermieters nicht bezahlen, du hast nicht beauftragt. Lass den V. künttig zu derlei Kontrollgängen nicht mehr in deine Wohnung. Er hat dazu kein Anrecht. Lediglich aus besonderen Anlässen (Reparaturen). Falls er einen Schlüssel dazu hat, fordere ihn zurück und wechsle trotzdem den Zylinder der WET.

Keinesfalls musst  du das also dulden. Wäsche Trocknen gehört zum vertragsgemäßen Gebrauch. Wenn das mietvertraglich verboten ist, ist das unwirksam. Du musst nur auf ausreichendes Lüften achten.

Das Verbot der Katzenhaltung in diesem Zusammenhang ist nicht rechtswirksam. Da muss er sich schon was anderes einfallen lassen.

Ich hoffe, dass du das sog. "Protokoll" nicht unterschrieben hast. falls doch, solltest du künftig die Unterschrift verweigern, du bist dazu nicht verpflichtet.


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Er kann dir dann die Kosten für die Reinigung der Dachrinne in Rechnung stellen, wenn das im Mietvertrag steht. Schaue in den Mietvertrag. Wenn da nichts drin steht, dann ist das Vermietersache.

Das andere Zeugs geht den Vermieter eigentlich nichts an (Wäsche, Licht, Fenster nicht ganz sauber,  ..) es sei denn, die Mietsache wird durch zu viel Feuchtigkeit in der Wohnung (Wäsche trocknen, ohne ausreichend zu lüften) beschädigt.

Bei der Katze gilt ebenso: Es kommt darauf an, was im Mietvertag steht. Wenn das drin steht, dass Haustiere nicht erlaubt sind, dann kann er die Haltung einer Katze untersagen. Wenn nichts drin steht, dann wird er es wohl nicht verbieten können.

Notfalls solltest du zum Mieterbund.

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Da scheint sich wohl einiges aufgestaut zuhaben, was man aus der Distanz und ohne Kenntnis der Vermietersicht so nicht beurteilen kann.

Falls Sie sich aber ungerecht behandelt fühlen  oder über die Gebühr strapaziert sehen, bleibt Ihnen fristgerecht zu kündigen oder die Behauptungen und finanaziellen Forderungen vor Gericht auf den Prüfstand stellen zu lassen; für die Verstopfung steht Ihnen der Unternehmer als Zeuge zur Verfügung, der die aufgrund Ihrer selbsterklärten Nachlässigkeit angeblich entstandene Verstopung beseitigt haben will.

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Der Vermieter ist sich bewusst, dass er eine Katzenhaltung nicht verbieten kann.

Wenn im Mietvertrag eine Haustierhaltung verboten wird, kann der Vermieter eine Katzenverbot auch durchsetzen. Er braucht dafür auch keine Gründe zu "finden" die irgendwas mit dem sonstigen Zustand der Wohnung zu tun haben.

Was das Protokoll betrifft muss man es ja nicht unterschreiben wenn man es für falsch hält.

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Kommentar von ChristianLE
29.11.2016, 11:37

Das stimmt nicht. Eine Katzenhaltung kann nur aus gutem Grund verboten werden, der hier offensichtlich nicht vorliegt.

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Ich möchte gar nicht drauf eingehen,und genaue Rückfragen stellen.Eines mach Dir klar,Du bewohnst Eigentum eines Vertragspartners.Dieser stellt eine ordnungsgemäße Mietsache zur Verfügung.Du zahlst einen Mietzins.In erster Linie ist der Mietzins nicht dafür da,ein erhebliches Abwohnen ,eine Wertminderung der Mietsache zu rechtfertigen.Außer Kleintieren und Fischen,dazu gehören Katzen und Hunde ausdrücklich nicht ! ,darf der Vermieter sich die Haltung vorbehalten.Und ganz grundlos wird wohl Ordnung,Sauberkeit,Wäschetrocknen ,nicht bemängelt worden sein.Ich weise auch hier darauf hin,das Wäsche trocknen,Schimmelbildung fördert.Wäsche trocknen in der Wohnung wäre nur dann ausnahmsweise erlaubt,wenn es weder einen separaten Raum ,eine Allgemeinfläche hierfür gäbe.Dann könnte man den Vermieter bitten,diese Allgemeinfläche zu schaffen.Wäre es geregelt,wo Wäsche zu trocken wäre,und würdest Du Wäsche in der Wohnung  trocknen,würde ich mich getäuscht fühlen und Dir eine Abmahnung schicken.Beste Grüße

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Kommentar von ChristianLE
29.11.2016, 11:59

Ich weise auch hier darauf hin,das Wäsche trocknen,Schimmelbildung fördert.Wäsche trocknen in der Wohnung wäre nur dann ausnahmsweise erlaubt,wenn es weder einen separaten Raum ,eine Allgemeinfläche hierfür gäbe.

 

Sorry, aber das ist Quatsch. Selbstverständlich hat der Mieter das Recht, in der Wohnung seine Wäsche zu trocknen. Dahingehend ist die Rechtsprechung eindeutig.

Ich selbst mache das seit jeher auch so in meiner Wohnung und hatte noch nie einen Schimmelbefall.

Wäre es geregelt,wo Wäsche zu trocken wäre,und würdest Du Wäsche in der Wohnung  trocknen,würde ich mich getäuscht fühlen und Dir eine Abmahnung schicken.

 

Die Abmahnung ist hier nichts wert.

 

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Entscheidend ist - was steht im Vertrag. Außerdem bist Du verpflichtet deinen Reinigungspflichten nachzukommen..

Scheinst wohl eher zu schlonzen - ich meine wenn ich so die Fenster betrachte ;o) . 

Wer Wäsche in  der Wohnung trocknet, produziert Schimmel .

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Kommentar von schelm1
29.11.2016, 10:49

Vor allen Dingen in feuchte Wäsche in der wohnung  in Verbindung mit großen Pflanzen! - Da ist der Schimmel vorprogrammiert!

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Kommentar von Jewi14
29.11.2016, 10:49

Wenn im Mietvertrag steht, du musst täglich nackt Handstand in der Wohnung machen, ist das dann auch noch anwendbar?

Bloß weil es im Vertrag steht, heißt noch lange nicht, das ist gültig. Das LG Düsseldorf sieht Trocknen in der Wohnung als üblichen Gebrauch eine Wohnung und daher erlaubt. Wenn dadurch Schimmel steht, dann natürlich nicht. Aber im Bad mit gekippten Fenster ist nichts einzuwenden.

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du bist Mieter, wenn du damit nicht einverstanden bist, solltest du zum mieterbund gehen

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