Ist es rechtens, dass ich Zahlen muss?

... komplette Frage anzeigen

4 Antworten

Wann hast Du bestellt? Wichtig in diesem Zusammenhang: Auch Du als Kunde hast eine gewisse Mitwirkungspflicht.

Du hättest ja 1-2 Tage vor dem Konzert ja der Vorverkaufsstelle mitteilen können, dass die Tickets nicht angekommen sind. Dann hätte man zumindest die Chance gehabt, dir Ersatz zu besorgen, Karten vor Ort zu hinterlegen oder einen Gästelistenplatz zu organisieren.

Womöglich konnte der Versender also nicht wissen, dass die Tickets nicht angekommen sind. Sich erst nach dem Konzert zu melden, macht das Ganze natürlich schwierig bzw ist ziemlich ungeschickt. 

Kommentar von mepeisen
15.10.2016, 17:49

Auch Du als Kunde hast eine gewisse Mitwirkungspflicht.

Egal wie: Man kann eine Schlechtleistung nicht so herumdrehen, dass der Kunde selbst Schuld trägt.

Mag sein, dass der Anbieter das nicht wissen konnte. Er hat aber am Ende des Tages die Pflicht, das so zu deichseln, dass die Tickets rechtzeitig ankommen oder man sie gegen eine Bestätigung an der Abendkasse abholen kann.

1

Lies die AGB durch, wenns da drin steht, ist es so. Allerdings würde ich mich von einem der sich im juristischen auskennt beraten lassen, da dies ja Schwachsinn ist.

Kommentar von mepeisen
15.10.2016, 17:51

AGB unterliegen zum Glück immer der Inhaltskontrolle und aus meiner Sicht ist so eine Klausel eine ungerechtfertigte Benachteiligung.

Wenn der Anbieter das so spät versendet, dass es nicht rechtzeitig ankommt, hat er einfach nur Pech gehabt. Aber seine Leistung hat er dann nicht erbracht.

Dürfte es auch genug Gerichtsurteile geben. Das ist auch gerne bei Blumenläden so ein Argument. Da werden dann zu einem Termin bestellte Blumen nicht rechtzeitig zugestellt. Der Kunde muss nicht zahlen, da ein Termin vereinbart ist.

0

Wann hast du bestellt und für wann ist eine Lieferung zugesagt oder angekündigt worden?

Die Klausel in den AGB könnte unwirksam sein, klingt nämlich nach unangemessener Benachteiligung.

Kommentar von mepeisen
15.10.2016, 17:56

Ich würde sicher davon ausgehen, dass es der Inhaltskontrolle zum Opfer fällt.

Ich würde dem Anbieter folgendes schreiben: "Werter Anbieter. Ihre absurden und falschen Rechtsansichten interessieren mich nicht. Von mir sehen sie wegen Schlecht-Leistung bzw. Nicht-vertragskonformer Leistung keinen Cent. Gerne können sie ihre Rechtsansicht vor einem Gericht äußern. Ich lege es ausdrücklich auf einen Gerichtsprozess an und werde mir gerne auf ihre Kosten die Hilfe eines Anwalts holen."

Und damit ist gut. Ab da würde ich alle weiteren Briefe abheften und nicht mehr beantworten. Einem gerichtlichen Mahnbescheid widersprechen. Sollte es zur Klage kommen, einen Anwalt hinzu ziehen.

Parallel würde ich die AGB mal durchlesen. Sollte da wirklich so ein Passus drin sein, dass man auch zahlen muss, sollte das Ticket zu spät verschickt werden, würde ich das mal den Verbraucherzentralen mitteilen. Mit Bitte, das doch mal zu untersuchen und den Anbieter kostenpflichtig abmahnen und die Verwendung dieses Passus zu verbieten.

1

Hi,

das kommt darauf an, ob der Verkäufer auch unmissverständlich die Lieferung bis zu einen bestimmten Termin garantiert hat, dann wäre es ein absolutes Fixgeschäft vereinbart.

Wird dann der Termin nicht eingehalten, brauchst du die Ware nicht mehr annehmen und auch nicht bezahlen.

§ 323 BGB
Rücktritt wegen nicht oder nicht vertragsgemäß erbrachter Leistung

Ich vermute mal, das war hier nicht der Fall, dann musst du auch die Ware bezahlen.

Kommentar von mepeisen
15.10.2016, 17:52

Ich vermute mal, das war hier nicht der Fall, dann musst du auch die Ware bezahlen.

Das ist leider Blödsinn.

Du hättest Recht, wenn es beispielsweise um Gutscheine zu Ballonfahrten geht, die regelmäßig stattfinden und die somit dann ggf. zu späterem Termin wahr genommen werden könnten.

Bei einem Konzert, das so auch nur einmal stattfindet, wird ein Kunde bei so einer Schlecht-Leistung unangemessen benachteiligt.

0

Was möchtest Du wissen?