Ist es rassistisch Hunde in Rassen zu gliedern ?

 - (Tiere, Hund, Katzen)

13 Antworten

Deswegen bin ich ein großer Freund von Mischlingen und Tierheimhunden :)

Dass es auch unter Menschen verschiedene Rassen gibt, ist ja eigentlich klar. Und das ist ja auch biologisch klar. Ein Asiate unterscheidet sich genetisch ebenso von einem weißen Mitteleuropäer wie von einem Schwarzen. Ansonsten wäre ja das ja reiner Zufall. 

Nur: Einer bestimmten Rasse anzugehören, macht einen nicht zu einem besseren oder schlechteren Menschen. Schwarz zu sein macht einen weniger anfällig für Sonnenbrand. Das ist so gesehen ein "rassetypisches" Merkmal. Hat aber keinerlei Einfluss auf die Bewertung der Persönlichkeit und genau das ist das ausschlaggebende. 

Das wäre ja dann Rassenhass (bestimme Rasse hassen) oder Rassenideologie (bestimme Rasse bevorzugen) deswegen finde ich den Begriff Rassismus in der heutigen zeit falsch verwendet

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@Derschnupfen

Rassismus bedeutet für mich, bestimmte Person aufgrund ihrer "Rasse" (sehr negatives Wort, das englische race bspw. ist da absolut gebräuchlich) schlechter oder besser zu behandeln, zu beurteilen etc.

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Nein - das Wort "Rassen" ist vollkommen harmlos und ein Wort wie tausende andere auch - die Bedeutung dieses Wortes wird aber mittlerweile so hochgespielt überall, das man es schon fast nicht mehr in den Mund nehmen dürfte.

Hunderassen haben nichts mit Rasismus zu tun - man könnte auch Hundesorten dazu sagen, aber das würde es halt nicht so gut ausdrücken.

Ich finde es schrecklich das diese Wort mittlerweile derart negativ behaftet ist.

Beim Mensch darf man schon gar keine Worte mehr in den Mund nehmen - da ist bald alles politisch nicht korrekt, lol.

Haustiere sind ja durch Zuchtwahl gestaltet worden. Somit weisen Tiere der gelichen Rasse die gleichen Merkmale auf und vererben diese auch. Und nur, wenn sie alle der Rasse zugeschriebenen Eigenarten haben und vererben, gelten sie als Rassetiere.

Da niemand Menschen züchtet, kann man sie auch nicht in Rassen einteilen und bestimmte Eigenschaften nur denen zuschreiben, die zu einer bestimmten Rasse gezählt werden.

Menschen sind sich genetisch untereinander so ähnlich, das es keine Rassen im Biologischen Sinn gibt.

Bei den meisten Hunden ist das auch eine Künstliche, von Züchterverbänden festgelegte Einteilung.


Ich denke nicht, dass das eine plausible Begründung ist.

Alle Hunderassen gehören zur Unterart Haushund und zur Art Wolf, genau wie alle Menschen zur selben Art gehören.

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@BrightSunrise

Canis lupus familiares (aka Haushund) ist eine Unterart von Canis Lupus (Wolf). Die Unterteilung unterhalb dieser Ebene in Rassen ist eine von Züchterverbänden vorgenommene und künstlich aufrechterhaltene. Homo sapiens hat keine Unterarten. Eine weitere Unterteilung in Rassen machen nur - Rassisten. Denn es entbehrt jeder biologischen Grundlage.

Was daran ist nicht nachvollziehbar?

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@matmatmat

Es ging mir um deine Begründung.

"Menschen sind sich genetisch untereinander so ähnlich, das es keine Rassen im Biologischen Sinn gibt."

Ich denke nicht, dass sich ein kleiner Asiate und ein großer Afrikaner genetisch weniger voneinander unterscheiden als ein Terrier und ein Schäferhund.

Es ist auch nur eine Vermutung meinerseits, daher die Worte "Ich denke [...]".

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@BrightSunrise

Ja, aber Hunderassen sind durch menschlichen Eingriff, die gezielte Zucht, entstanden. Ein Chihuahua unterscheidet sich von einer dänischen Dogge wesentlich stärker, als es bei Menschen unterschiedlicher Ethnien der Fall wäre. Menschliche Ethnien (z.B. "Franzosen") sind nicht durch gezielte Maßnahmen entstanden, sondern haben sich im Laufe der Geschichte so entwickelt, ohne dass äußerliche Merkmale entscheidend gewesen wären.

Ohne den Menschen gäbe es z.B. gar keine Dänischen Doggen oder Zwergschnauzer. Von alleine wäre es nicht soweit gekommen.

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@OlliBjoern

Mir ging es ja auch nur um den oberen Abschnitt.

Ich habe mich also lediglich auf den Genotyp und nicht auf die Tatsache, dass Rassen gezüchtet werden, bezogen.

Hast du eine Quelle dafür, dass sich z.B. Afrikaner und Asiaten genotypisch ähnlicher sind als Doggen und Chihuahuas?

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@BrightSunrise

Es ist problemlos möglich, einen Europäer in deiner Straße zu finden der mit dir genetisch weniger Verwandt ist als ein Afrikaner, wenn man den richtig aussucht. Daher gibt es keinen Grund, Menschen in Subspezies oder Rassen einzuteilen.

Hier mal ein ausführliches Statement dazu (Englisch):

http://www.americananthro.org/ConnectWithAAA/Content.aspx?ItemNumber=2583

Es gibt auch bei Hunden keinen *biologischen* Grund. Hunderassen sind von Züchterverbänden willkürlich vorgenommene Einteilungen.

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@matmatmat

Wie schon mehrfach erwähnt, bezog ich mich lediglich auf den Genotyp.

Aber wo ist der Beweis, dass sich Hunderassen untereinander genetisch mehr unterscheiden als z.B. Asiaten und Afrikaner? Danach frage ich ja die ganze Zeit. Die Zucht lasse ich vollkommen außen vor.

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@OlliBjoern

Ja, Hunderassen unterscheiden sich stärker voneinander als willkürlich, z.B. nach Pigmentierung oder bewohntem Landstrich gebildete Menschengruppen. Es sind dennoch verschwindend geringe Unterschiede (Beinlänge z.B. ist ein einziges Segmentierungsgen). Daher ist das ganze biologisch (noch?) nicht so weit, daß man von getrennten Spezies, weiteren Subspezies oder "Rassen" sprechen würde.

Rasse ist bei Hunden (und Enten und Katzen) ein Begriff, den die Züchterverbände definieren.

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@BrightSunrise

Es gibt (auch wenn Menschen natürlich verschieden aussehen) dennoch keine "asiatische Rasse", denn auch Asiaten sind untereinander (!) sehr verschieden (zudem ist auch immer zu sagen, dass die "Zucht" hier einfach nicht zutrifft, die bei der Hunderasse nun mal eine Voraussetzung ist). Wenn wir von "Asiaten" sprechen, ist dies lediglich ein sprachlich bequemer Ausdruck, der uns davor bewahrt, allzu sehr ins Detail gehen zu müssen.

Es gibt sehr große Asiaten (der Chinese Zhao Liang ist 2,46 m groß), und auch kleine Afrikaner (auch Afrikaner sind sehr unterschiedlich vom Aussehen her). Wir haben einzelne Personen in unseren Vorstellungen, und die Realität weicht oft von unserer Vorstellung ab.

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@BrightSunrise

Nein, eine Quelle dafür habe ich leider nicht, das muss ich zugeben. Ich weiß auch nicht, wie dieser "Abstand" überhaupt biologisch sinnvoll ermittelt wird.

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@OlliBjoern

Die Größe war auch lediglich ein Beispiel und sollte nicht bedeuten, dass alle Asiaten klein und alle Afrikaner groß sind.

Dann können Dackel genetisch untereinander also nicht sehr verschieden sein?

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@OlliBjoern

Zu mindest für Spezies wäre dieser Abstand auch gar nicht die Frage...

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@BrightSunrise

Das scheitert schon daran, dass überhaupt nicht klar ist, welches asiatische Individuum du mit welchem afrikanischen Individuum vergleichen willst. Es gibt keine "asiatischen" Gene, die schon bei Asiaten irgendwie identisch wären. Wenn sich ein Nordchinese von einem Indonesier unterscheidet, und ein afrikanischer San von einem Bantu: wen willst du mit wem vergleichen?

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@OlliBjoern

Irgendeinen halt.

Es ging mir auch nicht um irgendwelche bestimmten Afrikaner und Asiaten und irgendwelche bestimmten afrikanischen und asiatischen Gene, sondern um Menschen aus verschiedenen Regionen, die sich phänotypisch sehr voneinander unterscheiden.

Ein gebürtiger Einwohner aus Sambia sieht wesentlich anders aus als ein gebürtiger Chinese. Ebenso unterscheidet sich ein Chihuahua phänotypisch sehr von einer Dogge.

Ich wollte einfach nur wissen, ob es irgendwelche wissenschaftlichen Beweise dafür gibt, dass sich z.B. meine Hündin (Rauhaardackel) genotypisch mehr von der Hündin meiner Cousine (Boxer) unterscheidet als ich (Deutsche) mich von einer Schulkameradin (Vietnamesin) unterscheide, um einfach mal ein konkretes Beispiel zu nennen.

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