Ist es rassistisch, dass jedes Vorurteil zu andere Menschengruppe heutzutage als Rassismus angesehen wird?

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13 Antworten

Solche Fragen stellt man nur, wenn man keine Ahnung von Rassismus hat.

Das Wort heißt schließlich "rassistische Disrkiminierung" und nicht das was du meinst "rassische Diskriminierung". "Rassische Diskriminierung" implimentiert die Voraussetzung es würde verschiedene Rassen geben, "rassistische Diskriminierung" hingegen bedeutet, dass eine Person auf Grund eines konstruierten Weltbildes jemand anderes diskriminiert.

Eine rassistische Handlung ist eine Handlung der Rassismus zu Grunde liegt. Rassismus ist eine Weltortnung die Menschen in Rassen einteilt und darauf basierend Machtstrukturen errichtet. Also bedeutet diese kurz gesagt, dass jemand bei einer rassistischen Handlung jemand anderes - auf Grund dessen Ethnie - mit seiner Weltordnung z.B. schikaniert.


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Person Bs Reaktion bedeutet ja erstmal nur, dass sie sich die ganze Zeit mit Rassismus beschäftigt und Dinge kennt, die (vermeintlich) rassistische Leute sagen. Es könnte natürlich sein, dass B selber glaubt, Asiaten kopieren alles und selber weiß, dass sie rassistisch ist, und dir deshalb dasselbe vorwerfen. Wahrscheinlicher ist aber, dass Person B einfach den Kern des Problems nicht erkennt und im Trend der politischen Korrektheit nachplappert, was sie woanders gehört hat.

Wenn, dann ist Person B eher etwas dämlich, da sie 1. nicht checkt, dass "Asiaten kopieren alles" nicht bedeutet "Ich bin der Meinung, dass jeder einzelne Asiate auf der Welt alles, was es gibt, kopiert" und 2. nicht checkt, dass viele Menschen nun mal Vorurteile haben und manche davon eben mit Hautfarbe oder dem Geschlecht zu tun haben, so wie andere mit der Körpergröße, der Haarfarbe oder dem Kleidungsstil zu tun haben. Von der kulturellen Umgebung, der Genetik oder dem biologischen Geschlecht einer Person auf sein Verhalten oder seine Talente zu schließen ist zwar auch nicht clever, aber immer noch was anderes als jemandem seine Würde abzusprechen, basierend auf diesen Dingen.

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Ich denke das hängt vom jeweiligen Verständnis ab, aber ja größtenteils würde ich dir zustimmen.
Ein Vorurteil an sich, ist meiner Ansicht nach, nicht gleich rassistisch…
Trotzdem würde ich B nicht als rassistisch abtun, da er ja irgendwo auch nur ein Vorurteil aufgrund von Erfahrungen anbringt (->"Vorurteile gegenüber bestimmten Personengruppen sind oft rassistisch"), hat er zum Beispiel oft von anderen so gehört…
Oder:
Bin ich Sexistin wenn ich feststelle (im Sinne von anmerken), dass eine Werbung sexistisch ist?
Oder ist das da klar differenzierbar?

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Man sollte grundsätzlich mit Verallgemeinerungen vorsichtig sein.

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Kommentar von knallpilz
14.07.2016, 02:42

Würde auch ganz allgemein sagen, dass sowas nicht gut ist.

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Das größte Problem ist, dass viele Menschen die Definition Rassismus nicht kennen und daher Alles annähernd ausländerfeindliche/kritische als Rassismus bezeichnen.


Deutschland ist übrigens eines der wenigsten Ländern, in dem dieses Problem so stark vertreten ist.

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Ich verstehe, was du meinst und stimme dir zu.

Ich hatte das Problem mit einer Frauenrechtlerin. Diese ewige Schreien nach Gleichberechtigung kam für mich von einer Frau, für die das nur aufgrund ihres schlechtes Frauenbildes zum Thema wurde.

Die, die am lautesten nach Emanzipation schreien, sind es eben am wenigsten. Die, die emanzipiert sind, haben gar kein Problem.

Es ist vergleichbar - darum verstehe ich, was du meinst. B ist aber trotzdem nicht unbedingt ein Rassist, er definiert Rassismus nur schlecht.

Die Aussage, daß Griechen Familienmenschen sind (NUR EIN BEISPIEL), ist ja auch nicht rassistisch.

Bei einer Sportprüfung der Polizei durfte eine Studentin mit türkischen Migrationshintergrund die Schwimmprüfung öfter wiederholen als andere, weil "die türkischen Mädchen ja nicht schwimmer lernen" - die hat sich auch nicht über Rassismus beschwert.

Gruß S.


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Vorurteile sind gewiß nicht schön und legen oftmals eine Unbelehrbarkeit bloß. Leute mit Vorurteilen oder Voreingenommenheit sind außerdem meistens nicht kompromißfähig.

Die Person "B" Deines Beispiels hingegen ist vermutlich kein Rassist, sondern lediglich ein im Mainstream mitschwimmender selbstherrlicher Gutmensch, der noch nicht kapiert hat, was Rassismus eigentlich ist. Diese Leute pflegen jeden, der Kritik am von den Medien künstlich erzeugten Mainstream übt, als Rassisten oder Nazis zu verunglimpfen.

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Kommentar von Modrian
13.07.2016, 19:18

Wobei man sagen muss, das Vorurteile auch nicht per se schlecht sind. Vorurteile können auch simple Lernerfahrungen sein. Es ist beispielsweise eine Vorurteil meinerseits, dass alle Nationalsozialisten einen Hass auf Juden haben, obwohl Nationalsozialismus an sich erstmal nichts mit Juden am Hut hat und es vermutlich sogar welche gibt, die diesen Hass nicht haben.

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Keiner ist davon "ein Rassist". A macht eine verallgemeinernde Behauptung, und B weiß offenbar nicht genau, was der Begriff "Rassismus" eigentlich bedeutet.

Warum B ein R. sein sollte, und warum du denkst, dass da überhaupt einer dabei sein muss, erschließt sich mir nicht.

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A ist kein Rassist. Warum B aber einer sein sollte, erhellt sich mir gerade nicht. Der hat höchstens keine Ahnung, was Rassismus ist.

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Kommentar von Modrian
13.07.2016, 19:03

Weil B eigentlich derjenige ist, der in Rassen denkt und sofort die "Rassendiskriminierung" unterbinden will.

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Wer sind die Asiaten?

Die Asiaten sind keine Rasse, sondern eine Vielzahl von Völkern, von der Türkei und Israel über Saudi-Arabien und Iran und Indien bis China und Japan.

Die Aussage "Asiaten kopieren alles" ist also sehr undifferenziert, betrifft viele Staaten, aber keine Rassen, kann also nicht rassistisch sein.

B kann offenbar nicht unterscheiden zwischen Rassen und Staaten, falls er hier wirklich den Rassismus bemüht. Aber auch A hat wohl keine klare Vorstellung von den Asiaten.

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Das kommt drauf an was man unter Rassismus versteht .

Das was Person A sagt, kann man ganz streng als leichten 
Rassismus ansehen, kann man, muss man aber nich.

Bei Person B  kann man dass auch als Rassismus ansehen .

Im Endeffekt also beide .

Es ist Auslegungssache , was man als Rassismus bezeichnet und was nicht . 

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"Nur ein Vorurteil" gibt es nicht, und deine Begründung ist ebenso rassistisch wie deine Frage.

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Kommentar von knallpilz
14.07.2016, 02:45

Person B lebt! :D

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Ganz ehrlich? Ich finde das heutzutage echt albern. Man darf kaum noch was sagen, ohne dass es gleich rassistisch, sexistisch, homophob oder was weis ich was ist... Das ist echt nervig -.-

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