Ist es Pfeifferisches Drüsenfieber?

4 Antworten

Ja, kann er.

Beim Pfeifferischen Drüsenfieber (Mononucleose) ist eine Erhöhung des Monozytenwertes typisch und dieser ist im großen Blutbild enthalten.

Dein Hausarzt ist übrigens auch Facharzt, nämlich Facharzt für Allgemeinmedizin - nur mal so am Rande. ;-)

LG und gute Besserung!

Zur endgültigen Abklärung wird der Arzt dem Patienten Blut abnehmen. Zu

Beginn der Infektion ist die Zahl der weißen Blutkörperchen (Leukozyten)

stark verringert (Leukopenie). Aber nach einigen Tagen zeigt sich das

für das Pfeiffersche Drüsenfieber charakteristische „bunte Blutbild" mit

einer auffälligen Erhöhung der Zahl der weißen Blutkörperchen

(Leukozytose) auf 10.000 bis 30.000 pro mm³ und einem 60-80%igen Anteil

an veränderten mononukleären Zellen, den „Drüsenfieberzellen".

Woher kommt denn die Erhöhung der Entzündungswerte? Gehört das einfach zu den Mandeln?

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@grammler98

wenn die Entzündungswerte erhöht sind, sagt dies aus, dass irgendwo im Körper eine Entzündung ist. Das muss auch nicht speziell auf die Mandeln bezogen sein.

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Ja gut, bei mir es sehr wahrscheinlich das es die Mandeln sind, denn vor 3 Wochen bei einer Blutabnahme war alles topi und erst jetzt sind die Werte erhöht. Denkst du das man bei der Blutuntersuchung ein Ergebnis auf Pfeifferisches Drüsenfieber finden kann? Vielen Dank für deine Antwort!

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Als großes Blutbild bezeichnet man eigentlich nur die Untersuchung der Blutbestandteile wie weiß und rote Blutkörperchen, sowie deren dazugehörige Parameter wie das Hämoglobin, sowie einige Rechenwerte, die das Verhältnis der Erythrozyten zum Hämoglobin bewerten.

Heutzutage wird er Begriff großes Blutbild leider auch in vielen Arztpraxen völlig falsch verwendet. Damit wird impliziert, dass das Blut auf zahlreiche Parameter, sozusagen ein checkup  quer durch den Körper, durchgeführt wird.

Ein Pfeifersches Drüsenfieber kann man gut diagnostizieren, wenn man die Leukozyten differenziert, also ein sogenanntes Differenzialblutbild macht.

Hier vermehren sich die sogenannten Monozyten, die schon alleine durch ihre Größe auffallen. Auch die Form verändert sich. Sind die Monozyten nicht deutlich erhöht und außerdem optisch verändert, liegt keine Mononukleose vor.

Jetzt die Frage, weil ich natürlich nicht weiß was die genau gemacht haben. Denn du sagtest ja schon das großes Blutbild gerne Falsch bezeichnet wird. Kann man an dem "großen" Blutbild das Pfeifferische Drüsenfieber erkennen?

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@grammler98

Sinnvoll ist die Bestimmung der Leukozyten sowie des Differentialblutbildes. Im Differentialblutbild werden die Leukozyten gezählt und in ihre einzelnen Unterformen eingeteilt.

Im Verlauf einer solchen Erkrankung schnellt die Anzahl der Leukozyten enorm in die Höhe, sowie der Anteil der Monozyten.

Normalerweise befinden sich 3-7% Monozyten unter den Leukozyten. Bei einem Pfeifferschen Drüsenfieber kann es bis zu 80% werden.

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Ok, würdest du sagen, dass wenn der Hausarzt sagte nur die Entzündungswerte sind erhöht, das dann das Pfeifferische Drüsenfieber ausgeschlossen werden kann oder ist das nur mit dem Diffentialblutbild möglich? Danke für deine Antwort!

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@grammler98

Vermutlich ist sogar ein Differentialblutbild germacht worden. Um dazu eine Aussage zu machen, müßte ich die Laborwerte sehen.

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