Ist es ok wenn man kein sozial Leben hat?

12 Antworten

Wäre euch das zu langweilig oder eher besser ?

Mach' ich auch so ähnlich. Für mich passt das. Bars, Discotheken, Kneipen, Konzerte, Festivals, Partys etc. Sowas habe ich noch nie gemocht. Laute Orte mit vielen, unvorhersehbaren Menschen sind ein absoluter Albtraum für mich. (Aufgrund meines Autismus und meiner Sozialphobie.)

Spazieren und Wandern gehe ich auch sehr gerne, doch würde ich nie auf die Idee kommen, bei Gruppenwanderungen mitzumachen. Ich bin keine, die rausgeht und dann mit irgendwelchen Leuten ins Gespräch kommt. Möchte ich auch gar nicht.

Das heißt allerdings nicht, dass ich keine Freunde habe.

Manchmal fühlt es sich langweilig an, aber das ist nur so, weil ich mich dann frage, ob ich nicht komisch bin. Ich finde, ich sollte mich nicht dazu zwingen, mich unbedingt "anzupassen". Nur, weil viele Leute so viel mit anderen Leuten erledigen, heißt das nicht, dass ich das tun muss. Es ist besser, meine mentale Gesundheit nicht (noch mehr) aufs Spiel zu setzen, nur um als "normal" angesehen zu werden.

Ich bemerke in den letzten Jahren auch mehr und mehr, wie extrem anstrengend für mich jegliche Art von sozialen Kontakten ist.

Also: Ich denke, es ist in Ordnung, aber man sollte schon schauen, dass man immer Leute hat, auf die man sich verlassen und denen man alles erzählen kann. Du musst dich wohlfühlen - Das ist das Wichtigste. Genauso wie sich die Leute wohlfühlen müssen, die sich jedes Wochenende mit ihren 50+ (")Freunden(") zum 🍐 wegsaufen treffen.

Ja das sehe ich genau so!👍🏻

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Finde es sehr cool, dass du den Fokus auf dich und deine Hobbys setzt. Wichtig ist es aber, dass man eine gute Struktur im Leben besitzt, gilt natürlich auch für Menschen mit sehr vielen Kontakten, aber für die Einzelgänger noch wichtiger würd ich behaupten. Da du viel Sport betreibst, viel in der Natur bist würde ich mir um dich keine Sorgen machen.

Dennoch ist es für alle Menschen wichtig hin und wieder manche Probleme mit jemanden zu teilen, dafür braucht man nicht unbedingt viele Freunde, einfach eine Ansprechperson, zum Beispiel die Eltern oder einen aufmerksamen Arbeitskollegen.

(Single Männer sterben oft viel früher im Vergleich zu Frauen, weil sie oft psychische und physische Verschlechterung häufig nicht richtig wahrhaben wollen und sich weigern Hilfe einzuholen.) Aber ich gehe mal davon aus, dass es bei dir nicht so dramatisches Ausmaße annimmt:)

Wie gesagt, bei jemanden, der sein Leben gut im Griff hat, finde ich es nicht weiter tragisch wenig soziale Kontakte zu haben. Ich persönlich finde deinen Lebensstil sehr ansprechend und diszipliniert und überhaupt nicht langweilig!

Das ist in Ordnung wenn einem das Spaß bringt.

Ich allerdings bin unfreiwillig einsam. Ich würde gerne auf gesellschaftliche Aktivitäten gehen aber als Mutter mit nem schlafenden Kind zuhause kannst du das fast nie.....

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

jeder mensch ist anders - und jeder mensch kann selbst entscheiden wie er sein leben verbringt. es gibt arbeitskollegen mit denen man sich gut versteht und auch so mal quatschen kann, es gibt arbeitskollgen die sind wirklich nur "kollegen" und mehr als berufliches wird da nicht ausgetauscht.

ich hab ansich nette kollegen, die aber wirklich nur kollegen sind. man trifft sich nicht privat und hat jetzt auch in der arbeit nur rudimentäre private gespräche ohne tiefgang.

daher - ja, hätte ich nur solche kollegen würde mir was fehlen. ich brauch auch echte freunde um mich mit denen ich mal über wirklich privates reden kann. mit denen ich zeit verbringen kann ohne das es "komisch" wird.

trotzdem... und da vermischt du ja bissl was in deiner frage - es ist ok wenn man des kann. wenn man privat jetzt nicht groß mit menschen was zu tun haben will. für mich wärs nix. müssen keine dutzend sein, aber 2 oder 3 freunde brauch ich schon.

Ich bin auch so ein Typ der gerne alleine ist. Bin wahnsinnig gerne in der Natur kenne mich auch gut mit Pflanzen aus, Tiere begeistern mich. Kanufahren auf einem Fluss, einfach dahin treiben ist Erholung pur. Den Sonnenuntergang sehen besser als jeder Trubel in einer Stadt. Da ich hörgeschädigt bin ist eine Disko ein Club oder andere ähnliche Lokations keine Freude für mich, ich verstehe nicht alles und wenn man öfters nachfragen muss wird man irgendwann dumm angesehen. Wenn man eine Frau anspricht und man die Antworten nicht versteht, endet das meistens mit Ablehnung oder manchmal wird man sogar blöd kommentiert.

Ich hab eh noch nie Glück mit Frauen gehabt. Schon in der Pubertät war ich der aussenseiter das Gespött der Mädels, ich hatte andere Sorgen, mein Vater war lange sehr krank und ist dann gestorben als ich 13 Jahre alt war. Spaß haben war in der Zeit nicht drin. So ist das, diese Erfahrungen mit Frauen haben mein weiteres Leben geprägt. Ich hatte Angst Frauen anzusprechen, Angst dass ich wie damals zum gespött werde, gedemütigt werde. Auch Klassenkameraden haben mir damals arg zugesetzt, mindestens zwei Jahre lang bekam ich auf dem Schulweg Prügel. Zunächst mal vertraue ich niemandem, erst nach einer gewissen Zeit öffne ich mich.

Ich bereue zutiefst dass ich keine Partnerin habe, würde sogern mit einer Frau an meiner Seite meine Erlebnisse teilen. Bin offen für alles, bin ja selbst gepierct trage latex und betreibe gerne bdsm Praktiken... Leider findet man solche Frauen nicht in der Natur, sondern eher in lokations.

Ich hoffe immer noch, dass sich mal in dem Forum hier etwas auftut. Bisher habe ich etliche Freundesanfragen bekommen, nachdem ich aber was nettes geschrieben habe, bekam ich keine Antwort mehr. Schade, aber so ist eben das Leben.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

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