Ist es ok die Katholiken, Orthodoxen und die Evangelen als Brüder und Schwestern zu bezeichnen?

15 Antworten

Wie man jemanden, für sich in Gedanken, bezeichnet... das bleibt einem selbst überlassen. Allerdings mag nicht jeder Mensch von einem Wildfremden oder wenigsten Bekannten als Bruder oder als Schwester bezeichnet werden.

Mir war es unangenehm als die damalige Verlobte meines besten Freundes beim ersten Kennenlernen sagte "Ooh, ich habe eine neue Schwester und einen neuen Bruder gewonnen". Das fühlte sich mehr als seltsam an.

Ja, man kann andere Leute als Brüder und Schwestern sehen. Ganz gleich welchen sozialen Stand sie haben, ganz gleich welche Hautfarbe sie haben oder Sprache sie sprechen. Ganz gleich welche Religion (und ob sie überhaupt eine Religion) sie ausüben.

"Glaubensbrüder"/ "Glaubensschwestern" sind dann schon wieder etwas anderes. Gleichgesinnte im gleichen Glauben.

Aber auch hier würd ich eher umsichtig mit solchen Begriffen umgehen. Das klingt so starr, so elitär. Als wolle man sich (und die eigene Glaubensrichtung) von der Masse abheben

Über Glaube an sich kann man sich streiten wie man mag. Wer hat recht, wer hat unrecht. Wer hat mehr recht. Wessen Propheten sind die aussagekräftigeren. Katholiken (richtige Bezeichnung, "Katholen" passt nicht), die evangelisch getauften Leute werden Protestanten genannt (nicht Evangelien).

Über Glaube streite ich mich nicht. Bei uns daheim gibts keine weltliche Kirche und deren jeweiligen aufgedrückten Regeln. Das macht uns aber nicht zu besseren oder schlechteren Mitmenschen. Vielleicht nur zu "freieren" Menschen. Das wars dann aber auch schon.

Auch die evangelische, die orthodoxe und die katholische Kirche haben die Bibel als Grundlage.

Gegenfrage:

  • Was ist das für eine seltsame Freikirche, die so wenig Ahnung von anderen Konfessionen hat?
  • Woher willst du wissen bzw. wer sagt dir, ob das, was du an Lehre aus der Bibel nimmst, wahr ist?
  • Wer sagt dir denn überhaupt, dass du dich nach der Bibel richten sollst?

Ich habe als Katholik zumindest den Vorteil, dass mir genau die Kirche das sagt und ich ihr glaube.

Aber wer sagt dir das? Oder bist du unfehlbar?

Ich bin (auf dem Papier) katholisch. Stimme aber selbst nicht mit vielen Meinungen der katholischen Kirche überein.

Meiner Meinung nach ist es in Ordnung Menschen aus anderen Konfessionen als “Brüder und Schwestern“ zu bezeichnen, da wir alle an den gleichen Gott glauben.

Ich bin selbst aber sehr durch Taizé beeinflusst, wo jede Konfession angenommen wird. so lange man nicht feindlich anderen gegenüber ist und sie auch akzeptiert.

Andere, strengere Katholiken werden dir aber wahrscheinlich was anderes sagen.

Der Bibel nach sind alle gleich (selbst “heiden“) und werden von Jesus und Gott gleich geliebt, also warum sollten wir dann so stark unterscheiden?

Werden Christen vor dem Gericht Gottes gerichtet?

Die Bibel lehrt, dass wir Christen nicht vor das Gericht Gottes kommen, weil Jesus uns freispricht, jedoch steht an anderen Bibelstellen, dass alle vor Gericht müssen, damit jeder das empfängt, was er auf Erden gewirkt hat, egal ob gut oder böse, obwohl Jesus für uns gestorben ist und wir durch den Glauben an ihn gerecht sind, nicht durch unsere Taten. Es geht also an erster Stelle um den Glauben an Jesus Christus. Der Glaube an ihn rettet uns.

Nun frage ich mich, was mit dem Gericht oder dem ''Richterstuhl Christi'' gemeint ist, denn Jesus sagte, dass die, die an ihn glauben, nicht vor das Gericht kommen. Ich habe das NT zwar schon oft gelesen, aber konnte keinen Zusammenhang erkennen. Bibelversteher, könnt ihr mir bitte helfen?

Hier nur wenige Beispiele bzw. Bibelstellen, auf die ich Bezug nehme:

Christen kommen nicht vor das Gericht und werden nicht gerichtet

,,Wahrlich, wahrlich, ich sage euch: Wer mein Wort hört und dem glaubt, der mich gesandt hat, der hat ewiges Leben und kommt nicht ins Gericht, sondern er ist vom Tod zum Leben hindurchgedrungen.'' (Joh. 5, 24)

,,An ihre Sünden und Gesetzlosigkeiten will ich nicht mehr gedenken.'' (Heb. 10, 17)

,,Wer an ihn glaubt, wird nicht gerichtet; wer nicht glaubt, ist schon gerichtet, weil er nicht an den Namen des einzigen Sohnes Gottes geglaubt hat.'' (Joh. 3,18)

Alle kommen vor das Gericht und werden gerichtet

,,Denn wir alle müssen vor dem Richterstuhl des Christus offenbar werden, damit jeder das empfängt, was er durch den Leib gewirkt hat, es sei gut oder böse. '' (2. Kor. 5,10)

Danke & alles Liebe ♥ Gott mit euch,

BornToLove

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