Ist es nur eine Phase oder die Wirklichkeit?

4 Antworten

Wieso möchtest Du ein Junge sein? Weißt Du es??

Du bist als Mädchen nicht gezwungen, Kleider oder Röcke zu tragen, egal weil sie Dir nicht gefallen oder irgend wie nicht stehen, Du Dich jedenfalls nicht wohl darin fühlst. Du kannst Dich auch relativ geschlechtsneutral kleiden, es müssen nicht immer Jungs- oder Herrensachen sein, versuche einfach mal eine Mischung... Du sollst doch keine tiefausgeschnittenen Sachen tragen müssen oder etwas, das Dir zu weiblich ist.

Mit einer Frau kannst Du auch als Mädchen zusammenleben, das ist kein Grund für eine Geschlechtsumwandlung. Wenn Du nicht auf Jungs stehst, ist das doch kein Grund, nun selbst einer werden zu müssen oder sein zu wollen, ganz im Gegenteil!

Ich fürchte, ich war keine große Hilfe.

Ich will ein Junge sein weil ich mich als Junge fühle und ich eigentlich auch weiß das ich einer bin, aber manchmal kommt halt dann wieder diese Unsicherheit wo ich das alles in Frage stelle. Ich kann mir auch keine Zukunft als Frau vorstellen. Ich möchte später ein Opa und keine Oma sein, ich will beschützen und nicht beschützt werden, ich will ein Gentleman sein und keine Lady, ich möchte anderen die Jacke halten damit sie diese besser anziehen können, ich möchte führen und nicht geführt werden (beim tanzen), ich möchte einen Bart haben und einen männlichen Körper und Muskeln 

Ich  weiß das kann man alles auch als Frau machen aber ich möchte es halt als Mann machen aber diese sch*** Ungewissheit wo ich das alles in Frage stelle bringt mich noch um 

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@Leo2701

Danke für Deine Antwort, Leo. Du hast Dich sicher schon erkundigt (d.h. im Internet nachgelesen), wie es weitergeht, wenn Du transsexuell bist, im falschen Körper (ich mag diese Umschreibung) steckst. Du bist minderjährig (das ist ein Nachteil), von Deinen Eltern bzw. Erziehungsberechtigten ist vermutlich nicht viel Verständnis zu erwarten (ich würde mich freuen, wenn ich mich täusche) oder gar Unterstützung. Dir bleibt nur der Weg zu einem Fachmann oder einer Fachfrau, vielleicht hast Du wenigstens einen Arzt, mit dem Du über das alles sprechen kannst und der Dir weiterhelfen kann.

Folgendes betrifft Dich jetzt nicht, aber schreiben möchte ich es dennoch einmal:

Ich würde mir wünschen, dass Jungen, die im falschen Körper stecken, den Mut aufbringen und noch vor der Pubertät Unterstützung erhalten, auch seitens der Eltern, damit bis zu Beginn der Pubertät hormonell einiges unterdrückt werden kann, bevor dann bei Volljährigkeit eine Operation erfolgen kann.

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Am besten du holst dir professionelle Hilfe. Dass du nur Kleidung für Jungs trägst, ist nicht unbedingt ein Anzeichen dafür, dass du eigentlich ein Junge bist. Ich bin 100% ein Mädchen, aber kaufe auch oft in der Jungsabteilung. Ich habe sogar fast nur T-shirts aus der Jungsabteilung. Darüber hinaus, gibt es einige Mädchen, die Fußball mögen. Das können Anzeichen sein, es sind aber nicht zwingend welche. Klär das an besten mit einem Psychologen.

Lg

Bist Du schon etwas weitergekommen? Für mich wäre es logisch, dass Du weitermachst auf Deinem Weg, eine Junge zu werden (damit meine ich: einen Jungenkörper zu bekommen). Auch wenn das irgend wie altklug klingt: hole Dir professionelle Hilfe. Leicht wird Dein Weg nicht. Und Du wirst ihn (höchstwahrscheinlich) alleine (was ich Dir nicht wünsche) gehen müssen. Alles Gute!

Ich habe mich mittlerweile jetzt bei meiner Mutter und meiner Schwester "geoutet". Sie akzeptieren das auch aber ich weiß das sie noch ganz schön lange damit zu tun haben werden. Am 02.Dezember haben wir einen Termin in der Charité in Berlin und mal gucken was die dann sagen wie es weitergeht. Ich bin auch schon seit gut 3 Monaten in Therapie allerdings wegen anderen Problemen. Meine Therapeutin meinte aber das sie mich auf dem Weg begleiten wird bis wir einen Therapeuten gefunden haben der sich damit auskennt. Ich danje dir für deine Antworten 

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@Leo2701

Großes Lob an Dich: sehr gut gemacht! Ich wollte nämlich schon mal fragen, ob Du nicht bei der leiblichen Mutter noch einmal aufkreuzen könntest mit Deinem Problem, nachdem Du ihr 'damals' schon davon erzählt hattest. Und dass Du eine Schwester hast UND ihr das sagen konntest: großes Lob. Richtig gemacht so! Und eine Therapeutin (egal wofür) hast Du auch, eine zusätzliche Begleitung, Du bist also nicht sooo alleine, wie ich erst fürchtete.

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