Ist es notwendig in einem Einfamilienhaus die Zwischengeschoßdecken in einem stillgelegten und als Versorgungsschacht genutzten Schornstein zu verschließen?

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2 Antworten

Nach meinem Wissen kann der Schornstein an den Zwischendecken unverschlossen bleiben. DU musst dir nur klar darüber sein, dass genau solche Durchgänge im Falle eines Brandes eine sehr schnelle Verbreitung des Feuers und eventueller Rauchgase begünstigen.

Was spricht dagegen, den Schornstein mittels Brandschutzschaum abzudichten?

https://www.wuerth.de/web/media/downloads/pdf/brandschutz/produkte_1/35.pdf

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In Ein- und Zweifamilienhäusern gelten mindere Brandschutzbedingungen.

Die Zwischen-Decken brauchen nicht verschlossen zu werden. Dort wo die Versorgungsleitungen aus dem ehemaligen Schornstein herauskommen oder hineingehen sollte jedoch Dichtigkeit herrschen.

Das Verschließen von Zwischendecken könnte womögliche Brandausbreitung verhindern, ist aber nicht vorgeschrieben.

Der Schornstein sollte dauerhaft als Versorgungsschacht gekennzeichnet werden.

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Kommentar von FordPrefect
27.05.2016, 08:29

DH. M.W. ist das nicht einmal in Mehrfamilienhäusern Vorschrift; zumindest in den mitr bekannten Gebäuden, in denen z.B. nach Umrüstung auf Fernwärme etc. die Kaminzüge obsolet und daher als Versorgungsschächte umgenutzt wurden, wurde lediglich die feuersichere Verkleidung der Versorgungsleitungen selbst (i.e., ELT-Leitungen und Kabelführung für SAT) verlangt.
Es wäre m.E. auch zu viel verlangt, die Züge in Höhe der Zwischengeschossdecken zu versiegeln; mal abgesehen von dem erheblichen Bauaufwand, der hier betrieben werden müsste, ist das in einem bewohnten Gebäude fast nicht machbar.

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