Ist es normal, nicht mehr aus seinen Depressionen befreit werden wollen?

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5 Antworten

Du schreibst, dass du zu einem Psychiater gehst.

Normalerweise verordnen Psychiater nur Medikamente, die deine Beziehungsfähigkeit wieder herstellen sollen, damit du fähig für eine wirksame Psychotherapie wirst.

Ich rate dir, am Ball zu bleiben und zusätzlich zum Psychiater einen Therapeuten aufzusuchen.

Ansonsten sind wir Menschen so veranlagt, dass wir versuchen, aus jeder Krankheit auch einen Vorteil zu ziehen. Man nennt das den sekundären Krankheitsgewinn.

Wenn der zu groß ist (Fürsorge, endlich kümmert sich jemand um mich, endlich bin ich wichtig usw) kommt vor, dass Menschen lieber krank bleiben, statt in die manchmal anstrengende Eigenverantwortung zu gehen.

Viel Mut wünsche ich dir...

Es ist nicht unüblich, dass man Angst vor dem gesund werden hat.

Eine Krankheit grade, wenn sie behandelt wird, gibt betroffenen in einem Rahmen Sicherheit.

Dennoch solltest du weiterhin daran arbeiten gesund zu werden.

Hallo xanonyym,

was empfindest Du denn an Depressionen so positiv?
Oder was ist Deine größte Angst, wenn es in Dir Besserung gibt?

Es kann sein, dass Du meinst, dass sich sowieso nichts bessern kann. Und daher Dich mit Deiner Situation arrangiert hast. Nicht dagegen ankämpfen kann auch zur Symptombesserung führen.

Überlege Dir, was Deine Angst, Deine Befürchtungen auslöst vor dem ..... ja, was müsste sich überhaupt ändern, damit die Diagnose "Depression" nicht mehr nachgewiesen werden kann!?... hm..

Du solltest dir weiterhin Hilfe holen, Depression ist etwas negatives, was uns negativ beeinflusst. Außerdem kann es auch andere und stärkere psychische Krankheiten hervorrufen.

Wow. Du hast es erst seit ein paar Monaten. Ein ähnliches Gefühl kam bei mir erst nach knapp 2 Jahren...
Mach weiterhin Therapie. Alles andere wäre Scvwachsinn.

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