Ist es normal die heutige Gesellschaft zu verachten?

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7 Antworten


...die heutige Gesellschaft...

Das ist sehr undifferenziert, denn die "Gesellschaft" besteht aus Millionen von Menschen mit mehr oder weniger Intelligenz, mehr oder weniger Bildung, mehr oder weniger Charakter.

Ist es normal das man die heutige Gesellschaft eigentlich verachtet? ...
Oder ist es nicht "normal" wenn ma ndie heutige Gesellschaft zutiefst verachtet?

Nein, es wäre nicht "normal", so zutiefst oberflächlich die ganze Gesellschaft pauschal abzuurteilen!

Ich meine es gitb vieles verachtenswertes a ndieser Gesellschaft, oder etwa nicht?

Das ist zu kurz gedacht, denn es fehlt eine Abwägung des Begrüßenswerten an unserer Gesellschaft im Vergleich zum "Verachtenswerten". Um über diese Abwägung Näheres auszuführen, fehlen entsprechende Beispiele, die der Fragesteller nicht gegeben hat!

Ich sage nicht das früher alles besser war, aber manche Dinge waren tatsächlich besser.

Gewiss war "früher" nicht "alles besser", aber auch nicht "alles" schlecht. Früher gab es Vieles, das gut war, und es wäre auch heute noch gut, wenn man es in Ruhr gelassen hätte. Beispiel:

Muss man die Menschheit mögen?

Wenn man ein Mensch ist, wäre es angeraten, "die Menschheit", dessen Teil der negativ Urteilende ja selbst ist, nicht in Bausch und Bogen zu verurteilen oder gar zu hassen. Im Grunde ist es mit der "Menschheit" so wie mit unserer "Gesellschaft": undifferenzierte, pauschale und nicht näher spezifizierte Abneigung ist unsinnig!

MfG

Arnold


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Kommentar von Artus60
05.02.2017, 15:48

Einfach nein.

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Hallo Artus60,

eigentlich sollte das hier ein Kommentar zu einem der u.a. Antworten werden. Es ist jetzt doch etwas ausführlicher geworden.

Zu deinem Kommentar mit dem buddhistischen Mönch, oder einem Leben fernab der verhassten Gesellschaft:

Vergiss den buddhistischen Mönch und mach das Ding mit dem Stück Land hinter dem Ural..... Ja, Wenn es mal so einfach wäre.

Auch im Ural leben Menschen. Die sprechen Russisch. Also fang schon mal an, es zu lernen. Womit sich die Frage nach der Langeweile in der Psychiatrie gerade geklärt hätte.

Um Mönch in einem buddh. Kloster zu werden, musst du eine lange Novizenschaft absolvieren. Haben deine Meister Zweifel an deiner psychischen und spirituellen Eignung(Hass ist ein K.O.-Kriterium), wird aus der Bruderschaft nichts.

Nein, im Ernst:

Das, was du als verachtenswerte Gesellschaft bezeichnest, die du hasst, DAS BIST DU SELBST.

Du projektierst nur deine Abneigung gegen dich selbst, deine vereintlichen

Schwächen, Angst auf andere. Denn man selbst ist ja NICHT SO.

Das ist wie mit dem Geisterfahrer, der anschliessend sagt: "Ich war auf der

Bahn. Da waren heute nur Geisterfahrer unterweges, die kamen mir alle

entgegen. Wie können so viele Leute nur so bescheuert sein?"

Im Verkehrsfunk wurde aber nur von einem Geisterfahrer bereichtet....

Generell hasst du niemanden. Du magst vielleicht nicht jeden. Das tut keiner.

Vermutlich nicht mal der buddhistische Mönch, obwohl der es mit seiner

antrainierten Empathie je geradezu tun sollte. Seine Philosophie verlangt

das so.

Durch deine Sozialphobie hast du in Kombination mit anderen, vermutlich darauf folgenden psychologischen Erkrankungen diese Abneigung gegen "die Gesellschaft", aka DICH SELBST entwickelt.

Vielleicht waren es nahe Angehörige, die dich als Kind schon als

"wertlos" betrachteten. Daraus ist heute die Sozialphobie geworden.

Leider schreibst du nicht, wie sich die S-Phobie genau äussert. Das

Bedürfniss, sich nur noch ans Ende der Welt zurück ziehen zu wollen und

ein Leben als Eremit zu führen, ist keine Antwort auf einen Hass gegen

die Geschellschaft, oder eine dritte Person: Du kannst dir nicht mehr in

die Augen, respektive auf den Körper schauen. Daher auch die von dir

beschriebene drohende Verwahrlosung, zumindest phasenweise.

Dass deine Eltern dich in ein psychiatrisches Krankenhaus gebracht haben, ist mehr ein Zeichen ihrer Hilflosigkeit. Womöglich gab es noch andere

Anzeichen, die diesen Schritt vorab notwendig machten? Depression?

Selbstzerstörerische Absichten, ggf. im erweiterten Umfeld?

In deiner jetzigen Klinik wird man dir in der Anfangsphase Medikamente

geben haben, die angstlösend und generell auf deine Psyche wirken. Es

ist nicht ganz einfach, DAS eine passende Medikament zu finden. Die med.

Einstellung eines Patienten auf ein Medikament beträgt zwischen 3 und 6

Wochen. Oft müssen mehrere Versuche gestartet werden und die Zeit

verlängert sich entsprechend. Erst wenn das passende Medikament für dich

gefunden wurde, kann man überhaupt anfangen, die Sozialphobie im Rahmen

einer Kognitiven Verhaltenstherapie zu behandeln. Dafür muss man

zwischen einem und drei Jahren einkalkulieren. Meistens geht es erstmal

immer einen Schritt voran und zwei zurück, bis dass man einen grösseren

Durchbruch erlebt.

Ich schätze, dass du nach weiteren 2 Wochen zwar wieder nach Hause entlassen wirst, aber danach fängt die eigentliche Arbeit erst richtig an. (So wie von einem anderen Antworter hier schon gesagt).

Fazit:

Der Mensch in sich hasst nicht die ganze Gesellschaft. Es ist eher ein Hass, oder eine Abneigung gegen dich selbst, die nicht seien darf, die du dann auf andere überträgst.

Etwa 7 -10% der Bevölkerung leidet zumindest phasenweise an einer Form der Sozialphobie. Menschen mit ADHS im Kindesalter sind doppelt so häufig betroffen, im Erwachsenenalter diese Störung zu entwickeln.

Sozialphobie ist mit einer guten medikamentösen und psychologischen Behandlung im gewissen Rahmen heilbar, zumindest gut kontrollierbar.

Man kann damit durchaus ein zufriedenes Leben führen.

Die Behandlung ist langwierig und erfordert von dir viel WIllenskraft, deinem nächsten Umfeld und den Ärzten viel Geduld ab.

Alles Gute für die kommende Zeit

di Colonna

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Kommentar von don2016
14.02.2017, 04:26

lieber di Colonna..absolute Kompetenz..liebe Grüße aus Köln

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Hass alleine führt aber zu nichts. Auf kurz oder lang zerfrisst es dich von innen und macht dich unfähig, das schöne im Leben zu sehen. Ich würde auch nicht von mir behaupten, dass ich ein großer Menschenfreund bin, aber es sind nicht alle Menschen schlecht. Du wirst bestimmt auch welche kennen, die gar nicht so übel sind.

Wenn dir etwas nicht gefällt, dann ändere es. Begieb dich unter unbekannte Menschen und sammel neue Erfahrungen. Wird aber bestimmt nicht von alleine besser, wenn du weinend unter der Dusche sitzt und die Gesellschaft verfluchst. Mach was.

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Kommentar von Artus60
05.02.2017, 14:55

Es muss eine Möglichkeit geben dieser Gesellschaft zu entkommen.

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Es ist ganz sicher nicht normal. Aber vielleicht kannst du ja mal näher erklären, was dich stört und was früher (wann auch immer das gewesen sein soll) besser gewesen sein soll. 

Grundsätzlich ist die Gesellschaft eine große Masse, zu der auch du dazugehörst. 

Das hiesse also, du schliesst dich selbst von der Gesellschaft aus und verurteilst sie, ohne dein Teil dazu zu tun, sie besser zu machen. 

Ich halte diesen Gedankengang für nicht richtig, da er oberflächlich und selbsverliebt ist.

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Kommentar von Artus60
05.02.2017, 14:43

Eigentlich will ich am liebsten dieser Gesellschaft entfliehen, nur wie?

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Ich finde es eine "gesunde" Einstellung, wenn man der Gesellschaft skeptisch gegenüber tritt und wenn man Kritik formulieren kann, die auf Fakten und Argumenten basiert und nicht auf Trotz.

Jedoch solltest du auch erkennen, dass es nicht eine "Du gegen die Welt" Situation ist.

Leider drückst du dich sehr wage aus. Aber je nachdem was du meinst, würdest du nicht viel anders handeln, als bestimmte Personen, hättest du dieselben Möglichkeiten. 

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Kommentar von Artus60
05.02.2017, 15:08

Oft ist es ich gegen die Welt.

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ne wieso sollte man es mögen müssen? Wenn ich die Menschheit im gesamten betrachte dann sehe ich auch eine verdorbene, selbstzerstörerische, egoistische, habgierige Gesellschaft. 

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Kommentar von Artus60
05.02.2017, 14:40

Due Gesellschaft ist verkommen und verdorben.

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Über "die Gesellschaft" ??? zu labern ist  (nein, ich will nicht zensiert werden....)

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