ISt es normal das es mir wieder besser geht und wird es so bleiben?

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4 Antworten

Ich schreibe jetzt mal nur meine persönliche Meinung, basierend auf eigenen Erfahrungen und denen von engen Freunden und Bekannten aus meinem Umfeld.

Zu allererst: Schön, dass es dir temporär besser geht ! Es gibt mit Sicherheit etliche Bewältigungsstrategien und allem Anschein nach, hast du bereits eine ganz tolle gefunden.
Doch es kann immer wieder vorkommen, dass - ich sage einfach mal ''die Krankheit'', hoffe, das stört dich nicht - wieder "ausbricht". Obwohl es die ganze Zeit über schien, als würde es wieder Bergauf gehen.

Vielleicht durch ein Lied, eine simple Erinnerung, ein langes Gespräch. Irgendetwas, das dich triggert und plötzlich geht es dir wieder so unaussprechlich schlecht. 
Und vielleicht wird es dir (erneut) gar nicht möglich sein, die Methoden anzuwenden, die dir zuvor Besserung verschafften. (Wie bspw. darüber zu sprechen oder schreiben oder viel an die frische Luft zu gehen)

Ich schreibe das wirklich nur sehr, sehr, sehr ungern, doch ich selbst denke, ''es'' wird wiederkehren. Und ich glaube nicht, dass es die eine Bewältigungsstragie gibt oder das eine "Erfolgsrezept" mit dem man "es" für immer "besiegt". 
Ich denke, diese Krankheit ist immer in einem. Und was man tun kann, ist halbwegs lernen, damit umzugehen und für sich selbst schauen, was in diesem Moment hilft.

Vielleicht hilft es hundert Mal, es sich von der Seele zu sprechen, doch beim Hundertundersten Mal, hast du das Gefühl, gar nicht die Kraft dazu zu haben, darüber zu sprechen.
Vielleicht schaffst du es wieder und wieder beim ersten klitzekleinsten Hoch wieder raus zu gehen und es hilft, du fühlst dich besser. Und irgendwann schaffst du es aber nicht aufzustehen.
Vielleicht schaffst du es über Jahre, jedes Mal "einfach" weiterzumachen. Und die Krankheit wegzudrücken, als wäre sie nicht da. Du lässt dich nicht unterkriegen und redest dir ein, du bist Herr deiner Selbst, hast die Kontrolle. Und nicht die Krankheit Kontrolle über dich.
Und dann geschieht etwas und du hast es satt, das zu verdrängen. Es ist alles zu viel. Und für einen winzigen Augenblick willst du dir eingestehen: "Doch, mir geht es jetzt nicht gut. Ich bin erschöpft, traurig, wütend, am Ende - und habe Grund dazu." Und plötzlich sind da nicht mehr nur deine Gefühle, die du zulässt, sondern "die Krankheit" bricht aus. Und durch das jahrelange Verdrängen weißt du gar nicht mehr, wie du damit umgehen sollst und was du tun könntest, damit es dir wenigstens für eine Sekunde besser geht.

Also falls du das bis hier hin gelesen hast: 
Ich will hier auf keinen Fall jemanden entmutigen. 
Ich lege dir nur ans Herz, den Moment zu genießen. Ich freue mich wirklich, dass es dir derzeit anscheinend so gut geht und hoffe, das bleibt so lange wie möglich so. Nur wenn dem nicht mehr so ist, hoffe ich, du bist "vorbereitet"
Und da ich nicht an "die eine" Methode glaube, die jedem in dieser Situation hilft oder überhaupt eine Methode, die dir immer helfen wird, kann ich dir raten, alles Mögliche zu dem du in diesen Momenten in der Lage bist und von dem du glaubst, es könnte helfen, auszuprobieren.

Auf dem Weg wünsche ich dir ganz viel Kraft und vor allem, dass es dir so oft nur möglich, gut geht und ganz ganz viele Erfolgserlebnisse ! 

Ja das kann geholfen haben, aber du solltest damit zu einem therapeuten gehen, denn auf dauer wird es nicht so gut bleiben, auch wenn ich es dir wünsche depressionen müssen behandelt werden.

Ja es hilft sich auszuschütten in welcher form auch immer, bei manchen mehr bei anderen weniger aber jetz solltest du dich nur darauf konzentrieren und dir verinnerlichen das es dir gerade besser geht damit du weniger leicht einen rückfall erleidest. Ich wünsch auf jedenfall viel glück das das so weiter läuft :)

Das ist sehr erstaundlich, doch sei einfach dankbar. Manchmal kann das "von der Seele schreiben" erleichternd wirken. Geniesse es einfach.

Das es bei der Verbesserung bleibt ist abhängig von der Art der Erkrankung. Es gibt rezidivierende (also wiederkehrende) Depressionen und Angststörungen, doch dies muss nicht zwangsweise der Fall sein.

Denke am besten nicht zuviel darüber nach.

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