Ist es normal das Chefs Urlaubstage vorschreiben?

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8 Antworten

alles andere will man nicht

Wann wolltest Du denn Urlaub nehmen?

Aber da gibt es doch so ein Gesetz das aussagt, dass wir X Tage im Jahr Urlaub nehmen müssen nicht?

Das Bundesurlaubsgesetz sagt im § 7 Abs. 3: "Der Urlaub muss im laufenden Kalenderjahr gewährt und genommen werden. Eine Übertragung des Urlaubs auf das nächste Kalenderjahr ist nur statthaft, wenn dringende betriebliche oder in der Person des AN liegende Gründe dies rechtfertigen. Im Fall der Übertragung muss der Urlaub in den ersten drei Monaten des folgenden Kalenderjahres gewährt und genommen werden.

wie ist es eigentlich mit den Urlaubstagen im Gesetz geregelt? 

Kannst Du mal googlen. Such nach "Bundesurlaubsgesetz". Wichtig ist für Dich auf jeden Fall der § 7.

Zum Zeitpunkt des Urlaubs zitiere ich Dir mal aus dem Arbeitsrechtkommentar von Prof. Dr. Peter Wedde:

a)Grundsätze: "Die Urlaubserteilung unterliegt nicht dem arbeitgeberseitigen Direktionsrecht. Bezüglich des Urlaubs übt der AG nicht als Gläubiger der Arbeitsleistung sein Weisungsrecht aus, sondern erfüllt seine Pflicht als Schuldner. Ein Recht des AG zur beliebigen Urlaubserteilung besteht nicht. Die Bestimmung des Urlaubszeitpunkts steht auch nicht im billigen Ermessen des AG. Vielmehr ist der AG verpflichtet, nach § 7 Abs. 1, 1. Halbsatz die Urlaubswünsche des AN zu berücksichtigen und den Urlaub für den vom AN angegebenen Termin festzusetzen.

b): Einseitige Festlegung des Urlaubszeitpunktes durch den AG: " Erteilt der AG Urlaub, ohne vorher nach Urlaubswünschen des AN zu fragen, kann der AN die Annahme der Arbeitsbefreiung verweigern, ohne in Annahmeverzug zu geraten. Er kann einwenden, dass ihm Urlaub zu Unzeit gewährt werden soll. Dabei braucht dem AN kein wichtiger Grund zur Seite zu stehen. Es ist ausreichend, wenn er auf eine von den Vorstellungen des AG abweichende Urlaubsplanung verweist.

c): Verweigerung der Urlaubserteilung: " Beantragt der AN Urlaub oder trägt er sich in eine Urlaubsliste ein, ist der AG grundsätzlich verpflichtet, dem AN entsprechend dessen Wünschen Urlaub zu gewähren. Anderes gilt nur, dass dem dringende betiebliche Belange oder Urlaubswünsche anderer AN, die unter sozialen Gesichtspunkten den Vorrang verdienen entgegenstehen."

Dein AG kann selbstverständlich Urlaub anordnen wenn z.B. Betriebsferien sind. Er darf aber nicht den kpl. Urlaub nach Gutdünken selbst zuteilen. Er kann auch Urlaubsgenehmigungen aus wichtigen Gründen verweigern. Das geht aber nicht bei jedem Urlaubsantrag und muss begründet werden.

Hexle2 26.12.2013, 15:42

Danke für's Sternchen, noch ein paar schöne Weihnachtsstunden und ein gutes neues Jahr.

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bei meinem Mann ist es auch so. Die Firma besteht aus ca. 50 Mitabeitern, aufgeteilt in mehrere Aufgabengebiete. Mein Mann hat einen Kollegen, der die gleiche Arbeit mach wie er. Wenn dieser Urlaub nimmt, bekommt mein Mann keinen Urlaub in dieser Zeit. Entweder vorher oder nachher. Auch Weihnachten wird eingeteilt wer arbeitet und wer nicht. Ungünstig finde ich, dass wir keinen festen Urlaub im Voraus buchen können. Wir erfahren erst etwa 2 Monate vorher, wann es möglich ist. . Dieses Jahr hatte er so viel freie Tage über, das sie ausgezahlt wurden anstatt sich den Urlaub zu nehmen. Ist auch schon passiert, das er den genehmigten Urlaub doch nicht komplett machen konnte, weil in der Firma zu viel zu tun war.

Es ist üblich und auch rechtens, dass auftrags- oder arbeitsbedingt Urlaubsanträge abgelehnt werden oder auch bereits genehmigte Urlaube wieder verschoben werden können.

Dennoch sollte man sich einigen (vielleicht bereits zu Jahresanfang) wer - wann in'n Urlaub gehen möchte. Bestehen nicht für den ganzen Betrieb (z.B. über Weihnachten) Betriebsferien, sehe ich keine rechtliche Grundlage dafür, dass ein Vorgesetzter im Einzelfall bestimmt, wer wann seinen Urlaub zu nehmen hat. Er kann allenfalls einen Wunsch äussern, muss dir aber die Gelegenheit geben, Alternativvorschläge zu unterbreiten.

Verbleiben am Jahresende noch Urlaubstage, nimmt man diese für gewöhnlich mit rüber in das nächste Jahr. In vielen Unternehmen sollten diese dann bis Ende März abgebaut sein, heißt es; es gibt aber auch flexiblere Personalabteilungen und Chefs, die das nicht so eng sehen.

Eichbaum1963 28.11.2013, 12:09

... oder auch bereits genehmigte Urlaube wieder verschoben werden können.

Mag ja evtl. üblich sein, nur zulässig ist es nicht. ;)

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charis0110 29.11.2013, 22:04
@Eichbaum1963

Wenn das Unternehmen sämtliche anfallende Unkosten übernimmt, also bei einer gebuchten 2wöchigen Urlaubsreise für 2 oder mehr Personen (Familie) auch für die anderen zahlenden Familienmitglieder, dann würde kaum etwas gegen eine Verschiebung sprechen... Ist natürlich nicht unbedingt sinnvoll, aber eine Kostenerstattung wäre die Mindestvoraussetzung dafür.

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Ja, normal.

Der Urlaub der Belegschaft wird vorrangig so geplant, dass auch in deren jeweiliger Abwesenheit das Unternehmen ohne Störung weiterlaufen kann.

Hierzu ist es notwendig, dass genug jeweils da sind.

Das bedeutet, dass der jeweils eingereichte Urlaubswunsch im Hinblick auf die betriebliche verträglichkeit geprüft wird. Im Vordergrund steht nicht Dein Urlaubswunsch sondern wie sich das mit dem Betrieb verträgt.

Und dann bekommst Du die Freizeit, die dem Betrieb passt.

wenn es eine heikle oder wichtige phase betrifft kann der chef deinen urlaubswunsch ablehnen aber mach dir keine sorgen, die x urlaubstage die in deinem vertrag stehen wirst du im laufe des jahres nehmen können

ja, so ein vorgehen ist normal, an für den betrieb wichtigen zeiten kann halt nicht jeder gehen wie er will...

Ja, das Unternehmen kann Betriebsurlaub anordnen

ja, das ist normal. wenn bei euch durchgearbeitet wird zwischen den feiertagen, dann können nicht alle in urlaub gehen...........nächstes jahr bist du dann dran

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