ist es nicht unfair, wenn man ohne eigene Familie aufwächst?

... komplette Frage anzeigen

8 Antworten

Stell dir im Gegenzug vor, du hättest vielleicht Eltern gehabt, die derart krank sind, dass die Krankheit hauptsächlich ihr Leben bestimmt und ein Kind eher nebenher läuft....

Stell dir vor, du wächst in einer Familie auf, in der Alkohol oder Gewalt zum Alltag gehören ...

Es gibt hunderte Situationen, da hätte man es wirklich schlimmer getroffen und hätte als Kind nichts dagegen tun können.

Wenn Kinder in einem liebevollen, fürsorglichen Adoptiv-Elternhaus aufwachsen - warum sollten dann diese "Eltern" nicht die sozialen Bezugspersonen und Vorbilder sein?

Für Kinder ist es am Anfang nicht wichtig, wer ihr genetischer Elternteil ist - wenn der neue Elternteil die soziale Elternrolle ausfüllt, dann sind das die "gefühlten" Eltern.

Mein Adoptivsohn hat mit 8 Jahren gewusst, dass er adoptiert ist und wir alle, auch sein Bruder und auch Großeltern, eigentlich keine Blutsverwandten sind ... Na und?

Er hat heute, mit 29 Jahren , ein super Verhältnis zu uns, zu seinem "Bruder", zu den noch lebenden Großeltern.

Mit 16 war er entschlossen, nach Volljährigkeit seine Mutter zu suchen. Zwei Jahre später, als seine (inzwischen gefundene) Mutter einen Kennenlern-Termin nach dem anderen platzen ließ, stellte mein Sohn fest, dass ihm das Interesse irgendwie abhanden gekommen war. Er hat für sich festgestellt, dass er eine Familie hat, wenn auch nicht die biologische, mehr will er nicht.

Seine Entscheidung ist für uns okay, genauso wie es seine Suche nach seiner Mutter war, bei der wir ihn unterstützt haben. 

Wenn ihn jemand fragt, antwortet er immer "Ich hatte doch eine gute Familie und ich vermisse nichts".

Es wäre schön, wenn das jedes Kind von seiner leiblichen Familie sagen könnte

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Hallo,

was ist schon fair im Leben? Wenn die Eltern gestorben sind, dann ist es nur fair, dass das Waisenkind eine hoffentlich gute Familie bekommt. Der Tod lässt sich nicht aufhalten und auch nicht ungeschehen machen.

Eine familiäre Bindung baut man nicht durch Geburt sondern durch Zuwendung, Liebe, Aufmerksamkeit auf.

 Wenn du adoptiert wurdest, dann hat dich jemand an Kindesstatt wie sein eigenes Kind angenommen und das ist toll. Dadurch hast du wieder eine Familie bekommen, mit all den Tanten und Onkels und Cousins und Cousinen. Mit etwas Glück auch noch mit Geschwistern. Und eine Mama und einen Papa dazu.

Es gibt leider genügend Beispiele wo es für die Kinder besser wäre, nicht bei ihren leiblichen Eltern leben zu müssen. Ist das fair?

Schätze dich glücklich wenn du eine liebende Familie hast, egal, ob adoptiert oder durch Geburt.

LG Mata

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Papassohnnemann
06.03.2016, 19:07

Wie kommt es das Du meine Gedanken schreiben kannst??🙌🙌🙋🙋🙆🙆

1

Ich habe eine gute Freundin, die würde adoptiert und hat eine wunderbare Familie und ist ziemlich glücklich.

Vermutlich glücklicher, als bei ihrer Mutter, die weder Arbeit, Geld, noch Lust hatte ein Kind groß zu ziehen.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Adoptiert zu werden ist doch eigentlich eine gute Sache. Man wäre alleine, in einem Heim oder sonst wenn es das nicht gäbe...als unfair würde ich es nicht bezeichnen. Nicht alle Adoptivkinder sind unglücklich mit ihren Adoptiveltern und Geschwistern!! Das ist situationsabhängig...

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Auch Adoptiveltern sind Familie.

Aber grundsätzlich ist das Leben nie fair. Schön kann es trotzdem sein.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Die Fremden sind aber doch Deine Familie und die haben bestimmt Verwandte,die auch Deine Verwandte sind.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Eine Familie definiert sich nicht über Blutsverwandtschaft.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ja es ist unfair, aber wann ist schon mal irgendetwas fair?

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?