Ist es nicht demütigend, als Mann für eine Escort zu zahlen?

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12 Antworten

Zunächst einmal ist in Deutschland Escort-Service in 99,9% der Fälle nichts anderes als "normale" Prostitution mit der Besonderheit, dass der Gast die Dame nicht in einem Club, Laufhaus oder Bordell besucht, sondern der Gast die Dame zu sich nach Hause oder in ein Hotel bestellt. Der Besuch dreht sich dabei in den allermeisten Fällen hauptsächlich um Sex - zum "Ausgehen" kommt es eher selten ...

In Ländern wie USA, wo Paysex in fast allen Bundesstaaten streng verboten ist, gibt es "reine" Escort-Agenturen, bei denen die Dienstleisterinnen "nur" als Begleitung für Abendessen, Theaterbesuch usw. gebucht werden können. Sollte es bei einem solchen Treffen dann "urplötzlich" dazu kommen, dass sich die Dame und der Kunde ineinander "verlieben" und "spontan" im Bett landen, dann ist dies natürlich nicht Sache der Agentur, sondern zwischen zwei Erwachsenen. Dabei kann es natürlich vorkommen, dass der Kunde "versehentlich" etwas Bargeld auf dem Nachttisch liegen lässt, von welchem dann die Dame "irrtümlich" annimmt es sei ihr eigenes... . Daher kann man sich (im Gegensatz zu unseren Breiten) in den USA auch nie nach dem Service erkundigen, den eine Dame im Programm hat.

Für einen Mann ist Sex die angenehmste Form der Entspannung - vergleichbar z.B. mit einer guten Massage, wo ebenfalls ein "Fremder" mit seinen Händen (für Geld) dafür sorgt, dass es einem gut geht. Von der reinen Entspannungsmassage zur Erotikmassage mit "Happy End" ist es da nur ein kleiner Schritt. Da Männer Liebe und Sex meist weit besser trennen können als Frauen, ist diese und ähnliche Formen der Dienstleistung schon seit Anbeginn der Zeit bei Männern beliebt.

Man kann es auch so sehen: Bei einer Prostituierten bezahlt man nicht für Sex, sondern dafür, dass sie einen nach dem Akt in Ruhe lässt und eben nicht den Eltern vorgestellt werden möchte, einem die Wohnung umräumt oder Rechenschaft über den Verbleib fordert.

Viele Männer nutzen die Dienstleistung von Sexworkerinnen, weil sie entweder aktuell keine Beziehung eingehen möchten und der oft mit Lügen und Versprechungen einhergehende "Jagd in der freien Wildbahn" ("Ich suche etwas Festes...", "Sex ist mir nicht das Wichtigste...") ein klares Geschäftsmodell vorziehen. Andere möchten an ihrer Beziehung festhalten und suchen Abwechslung und Entspannung ohne die Gefahr emotionaler Verwicklungen, wie diese eine Affäre mit sich bringt, wo die Geliebte irgendwann Exklusivrechte fordert. Wenn Du wirklich verstehen möchtest warum Männer ins Bordell gehen und was sie dort tun, warum Frauen "so etwas" machen und wie es in deutschen Puffs heute zugeht, dann solltest Du mal "Wir sehen uns im Puff!" (Amazon) lesen... .

Seid nett aufeinander!

R. Fahren

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Kommentar von Grautvornix
13.11.2016, 12:00

nach dem Akt in Ruhe lässt und eben nicht den Eltern vorgestellt werden möchte, einem die Wohnung umräumt oder Rechenschaft über den Verbleib fordert.

Würde ich jetzt als viel demütigender empfinden:DD

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Ein Escort ist doch zuerst ein Begleitservice, dürfte sich offensichtlich vom Namen her als Sexangebot verändert haben.
Aus meiner Sicht hat es mit einer Haltung zu tun, ob ich diese Dienstleistung als Demütigung empfinde oder als ein Angebot, meine Bedürfnisse zu befriedigen. Wenn ich mich als defizitär empfinde, weil ich keine Beziehung oder keine Ehefrau habe, mit der ich Sex haben kann, dann ist es wahrscheinlich demütigend.
Da Männer aber aufwachsen mit dem Wissen, dass Prostitution das älteste Gewerbe der Welt ist, also schon immer Männer diese Dienste in Anspruch genommen haben, also gesellschaftlich nicht geächtet ist, dann kann es nichts Demütigendes sein.

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Wieso soll es für den Mann demütigend sein?

Er will, wenn er zu einer Prostituierten geht, wohl i. d. R. nur Sex. Und das unkompliziert, unverbindlich, ohne "Beziehungsstress" und ohne großen Aufwand.

Also ist es am Einfachsten diese Dienstleistung einzukaufen. 

Das bedeutet ja nicht zwangsläufig, dass dieser Mann keine Chance hätte auch ohne Bezahlung Sex zu haben. Nur so ist es halt schneller, einfacher, oder er bekommt den Sex, den er will, ohne auf seine Partnerin Rücksicht nehmen zu müssen.

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Escortservice ist nicht das gleiche wie Prostitution. 

Besonders bei Veranstaltungen für Management, CEOs usw. ist es unangenehm, alleine aufzutauchen. Hier wird der Escortservice genutzt: Der alleinstehende Manager bezahlt eine hübsche Dame mit Esprit, Allgemeinbildung, Manieren, die als seine Begleitung den freien Platz neben ihm einnimmt. Damit der Mann nicht in Erklärungsnot ist. Ob das ganze ein Happy End hat kommt auf die einzelnen Personen an, außerdem darf eine Escortdame, die für gewöhnlich diese Dienste anbietet, trotzdem ablehnen, wenn der Kunde ihr nicht gefällt. Was ist daran verwerflich? Gar nichts.

Und Männer, die sich an Prostituierte wenden, sind auch nicht schlecht deswegen, denn oft fehlt ihnen ein Ausgleich zur Arbeit. Viele schaffen es zeitlich überhaupt nicht, eine Beziehung zu haben, was schon traurig genug ist. Dann sollen sie sich doch wenigstens ihr Stündchen Zuwendung kaufen dürfen. Das ist besser, als irgendwann auszuflippen (evtl eine Straftat zu begehen), weil man sexuell ständig zurückstecken muss. Und auch hier sind die Damen zumeist freiwillig tätig und tun ihre Dienste gerne. 

Es ist diesen Job, und es ist gut, dass es ihn gibt. Hier wird zumindest niemandem etwas vorgegaukelt.

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Ich finde es nicht demütigend.

Die wissen was sie wollen und stehen offen dazu. Das achte ich eher als dass ich es sehen würde wie du.

Es sind so unterschiedliche Männer, dass es nicht immer das Bild ist, was du dir darunter vorstellst.

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Hallo,

also ich finde es eher als Frau gedemütigt und erniedrigt. stell dir mal vor, du hast pro Arbeitstag 6 - 30 Männer. (je nachdem wie es läuft) und nur selten sind die Männer ein Hingucker. naja und dann MUSS ich ihn befriedigen und absamen. er bezahlt mich dafür und oft sind die Männer bei mir auch recht dominant und erniedrigend. 

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Verstehen ist schwierig, wenn du Sex und Liebe nicht trennen kannst.

Es soll Frauen geben die ihren Mann nur wegen der Kohle heiraten, ist es da anders, wenn der Mann den Verdacht hat das es so ist?

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Kommentar von LaraSpunki
13.11.2016, 11:14

Danke! Stimmt. 

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Ebenso demütigend bzw. "traurig" ist doch, einem Menschen eine Unterhaltung oder sonstige Zuneigungen gegen Bezahlung anzubieten.

Anders gesagt passen Escort Dame und Freier gut zusammen.

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Kommentar von o0bellaAnna0o
13.11.2016, 11:32

Wie mies. Das  ist ganz schön abwertend was du da sagst. Nur weil du kein Verständnis für Menschen mit anderen Interessen hast musst du nicht gleich verurteilen.

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Nö. Meistens fühlen sich die Ehefrauen gedemütigt, wenn sie es rausfinden.

Ebenso wie sich Männer gedemütigt fühlen, wenn sie erfahren, dass ihre Frau einen Toyboy hat.

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Ist es nicht schlimmer, dass sich Frauen für so was hergeben?

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Kommentar von LaraSpunki
13.11.2016, 11:13

:D guter Gedanke 

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Kommentar von o0bellaAnna0o
13.11.2016, 11:54

Diesen Beruf finde ich weitaus weniger verachtenswert als den eines Versicherungsvertreters, Staubsaugervertreters, Tuppertante usw, die einem Lügen auftischen um Kohle zu machen. Moralisch ganz weit vorn meiner Meinung nach.

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Da gehen nur Männer hin, die bisschen durch den Wind bzw sexsüchtig sind

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Kommentar von LaraSpunki
13.11.2016, 11:13

Naaaah

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Kommentar von o0bellaAnna0o
13.11.2016, 11:33

So ein Blödsinn.

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Kommentar von Grautvornix
13.11.2016, 11:38

Psychlogie hast du aber nicht studiert, oder?

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Unkompliziert nehme ich an

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