8 Antworten

Nun der Artikel drängt den Leser geradezu zu denken das Monogamie schon fast ausgestorben ist.

Ich finde aber gerade in der heutigen Zeit ist Polygamie oft eher eine Ausrede für Menschen die keine Lust mehr haben gemeinsam zu kämpfen.

Ich sehe oft Paare die sich trennen, weil sie gerade eine schwierige Zeit durchmachen. Anstatt gemeinsam zu kämpfen wird der einfachere Weg genommen.

Polygamie wäre sozusagen eine Art "legale Variante" um Spaß zu haben ohne dabei auch den Verpflichtungen einer Beziehung nachzukommen.

Nehmen wir an Partner A hat totale Probleme und Partner B hat einfach keine Lust mehr auf so etwas. Dann kann Partner B einfach mit einer anderen Person Spaß haben und lässt aber Partner A mit ziemlicher Sicherheit im Stich.

Und ich denke das ist das worauf es dann hinaus läuft. Und für mich ist das so etwas wie weglaufen. Feige eben! Gilt natürlich erst recht für Menschen die fremd gehen. Anstatt es zu sagen, einfach mal nicht sagen. Bei solchen Menschen verliere ich jeden Respekt.

Wenn wir aber nun die Polygamie als Liebe für alle ansehen, dann wäre es durchaus ein praktikables Konzept. Aber nun kommt das große ABER: Wir alle wissen das es manchmal viel Kraft und Zeit braucht in unserer Beziehung alles am laufen zu halten. Und jetzt wollen wir sozusagen mehrere Beziehungen laufen lassen und jedem unserer Partner die Liebe schenken. Das kostet logischerweise irgendwie mehr Zeit. Und genau das hat kaum noch jemand von uns. Die meisten Menschen sind eher mit viel zu viel Arbeit beschäftigt als so eine Art der "Mehrfach Beziehung" zu führen, so dass sie auch sinnvoll wäre.

Ich selbst glaube nicht an das Konzept. Denn der Partner der gerade Probleme hat, wird wohl viel weniger Chancen haben die Privilegien der Polygamie aus zu kosten. Denn wer will schon ein Problemkind als Partner?

Ich bin eher der Kämpfertyp der eben eine Sache richtig macht, anstatt mehrere Dinge halbherzig. Zudem habe ich noch nie von einer erfolgreichen UND liebevollen Beziehung gehört. Die meisten solcher Beziehungen sind dann ohne große Zuneigung.

Aber das ist nur meine Meinung.

Ich denke das es nicht narzisstisch ist. Es ist eine Vereinbarung an die Beide sich halten müssen. Wenn nicht, dann muss eine Lösung oder eine Trennung her.

Narzisstisch ist es eher, wenn man eben fremd geht und dem Partner nichts sagt. Wegen der Meinung, dass man ja das Recht dazu habe auch mehr Spaß zu haben. Also ohne Rücksicht auf den Partner eben. Und ohne es ihm zu sagen. Hast du es aber zuvor im Einvernehmen abgesprochen, dann ist es okay, Denn dann sind ja beide Einverstanden und das hat dann auch nicht mit übertriebener Selbstverliebtheit zu tun.

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Kommentar von Brieftasche1982
05.03.2017, 23:07

Eine schöne Antwort.

Folgenden Satz fand ich erstaunlich:

Zudem habe ich noch nie von einer erfolgreichen UND liebevollen Beziehung gehört.

Wie meinst du das, oder war das ein Tippfehler?

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Für mich ist das eine ganz normale Entwicklung, wenn die Lust auf den Partner nicht mehr da ist, die Kinder aus dem Haus sind und du noch 30 Jahre mit deinem alternden Partner vor dir hast. Es passiert nichts mehr aufregendes im Leben, aber du hast Treue geschworen, egal wie lang das dauern mag.

Und wenn man dann bedenkt, dass man nur einmal lebt, erscheint es plötzlich wie eine Verurteilung zu lebenslänglicher Zweisamkeit.

Wobei dann einige nach der Trennung erst merken, wie gut das damals war. Die Liebe wich einer Vertrautheit, die einem ein neuer Partner kaum geben kann.

Letztendlich muss jeder selbst wissen, wie er sein Leben gestalten will. Doch wäre es richtig, dann klar zu sagen, wie es weitergehen soll. Einfach nur fremdzugehen, ist nicht unbedingt die beste Charaktereigenschaft.

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Nein, es ist einfach nur eine Einstellung.
Und sich dann mit einer Trennung abfinden zu müssen weil sich der Partner eingeengt fühlt ist manchmal die bessere Option.

Es gibt Menschen die sind einfach noch garnicht bereit für die Monogamie,
und wenn sie dann damit scheitern tun sie so als wäre die Monogamie das Problem.
Das ist narzistisch: "ich bin perfekt, nur alles um mich herum nicht"
und das ist auch narzistisch: "Ich bin das Problem, alles um mich herum ist perfekt" - das eine in der Größenphase, das andere in der Minderwertigkeitsphase.

Akzeptanz lässt sich nicht zwingen, und sich zu verstellen ist auch keine Stärke, nur Verdrängung/Umlagerung des Konfliktes.

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Nein überhaupt nicht, schon gar nicht nazistisch.

Monogamie bedeutet in guten wie in schlechten Tagen zueinander zu stehen. Das ist eine Einstellungssache und ein Entscheid den man vor einer Heirat fällt. Und macht dass dann auch, wenn es irgendwie geht. Die Einstellung und Entscheidung ändert alles, das Denken, das Verhalten.....

Es ist mit ein Grund wieso aus einer F+ nichts ernsthaftes und dauerhaftes werden kann. Es ist in diesem F+ Entscheid bereits drin, dass man sich trennt wenn es schwierig wird, denn es ist rein körperlich egoistisch.

Bei Polyamorie spielt dann noch Eifersucht und Neid mit rein. Und natürlich fehlt die Zeit wirklich ausreichend Zeit miteinander zu verbringen, vor allem wenn Kinder und Familie da ist. Zeit und emotionale Energie ist sehr oft ein knappes Gut, so knapp das sie oft der Grund für den Bruch Monogamischer Beziehungen ist.

Was heisst den Polyamorie, du bist grad extrem nervig also verbringe ich mehr Zeit mit dem der anderen. Wie wahrscheinlich ist die Chance, dass diese Person bei mir bleibt wenn es richtig schlimm wird? Wenn der Blick, die Energie auf verschiedene Menschen gelenkt wird.

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Narzistisch IMHO nicht. Nur "dumm" weil weltfremd.

Diese "Dummheit" ist nachvollziehbar, weil wir schon in frühester Kindheit das vermeintliche Ideal der romantischen Liebe (übrigens eine recht neumodische Erfindung) zu "der" passenden Person für die Ewigkeit eingetrichtert bekommen (eine sehr unwissenschaftliche, sprich: religiöse Erfindung sexuell gestörter Fantasy-Anhänger). 

Ach, wie wunderschön (seufz), wenn es nicht so total unrealistisch wäre.

Ausnahmen bestätigen die Regel, aber wir gehen trotzdem arbeiten, auch wenn manche im Lotto gewinnen.

Nun, mittlerweile darf (und kann) man sich ja scheiden lassen (eine noch neuere Erfindung). Da wird vielen bereits im Kindesalter bewusst, dass das mit der lebenslangen Monogamie wohl doch nicht so realistisch ist.

Trotzdem gibt es natürlich immer noch genug Eltern, die "für das Kind" die Fassade aufrecht erhalten.

Erzwungene Monogamie ist letztlich Besitzanspruchsdenken, gespeist aus Verlustängsten, ausgedrückt im (Vorsicht: Ironie) sympathischen Gefühl der Eifersucht.

Allerdings haben Besitzansprüche, Verlustängste und Eifersucht noch nie eine sterbende Beziehung am Leben erhalten können. Das Gegenteil ist der Fall.

Wer sich diese miesen Gefühle trotzdem geben möchte, der soll das aber ruhig tun. Wenn er/sie sich damit besser fühlt ... =;-o

... und wenn der Partner/die Partnerin es schafft, mehr oder weniger heimlich fremdzugehen, dann ist das bestimmt für weniger offene Menschen die wohl akzeptablere Alternative.

Die Macht der Verdrängung ist ja bekanntlich zwar nicht ehrlich, aber stark.

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Wenn der endete das nicht möchte macht die Beziehung zwischen diesen beiden keinen sinn

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Nö, man darf eine monogane Beziehung anstreben.
Wenn der andere natürlich nicht mag, muss man den Partner entweder abschieben oder sich fügen.

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Nein, lediglich blöd, wenn man ihn nicht gleich und ganz in die Wüste schickt.  

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