Ist es möglich, von einer Hauüberschreibung zurückzutreten bevor der Grundbucheintrag erfolgt ist?

6 Antworten

Wir haben von unseren Eltern das Haus überschrieben bekommen und ihnen ein lebenslanges Wohnrecht eingeräumt.

Damit ist der Vorgang abgeschlossen.

Wir haben die noch offene Belastung für das Haus in Höhe von 230.000Euro durch den Verkauf unserer eigenen Immobilie ausgeglichen und knapp 80.000Euro investiert, damit es ein bewohnbares 2-Familienhaus wird.

OK. Das ist ja nun nicht gerade ein Projekt, das man mal schnell zwischen Tür und Angel angeht.

Der Grundbucheintrag ist noch nicht abschließend erfolgt.

Irrelevant.

Da es bereits jetzt nach knapp 5 Monaten zu größeren Streitereien kommt und es sich für uns als große Fehlentscheidung herausstellt, möchten wir wissen, ob wir von der Überschreibung "zutücktreten" können

Nein. Ihr könntet höchstens einvernehmlich mit einer erneuten Übertragung des Status quo ante wiederherstellen, müsstet dafür aber erneut zum Notar und würdet erhebliche Beträge bezahlen müssen.

und auch das Geld für das übernommene und bereits getilgte Darlehen von 230.000 zurückfordern können.

Nein. Das wäre - wenn überhaupt - im Rahmen der erneuten Übertragung vertraglich möglich, würde der Zustimmung der Parteien bedürfen und zudem mit erheblichen steuerlichen Konsequenzen behaftet sein. Es stellt sich auch die Frage, woher die Eltern denn bitte den Betrag in Höhe von € 230000.-- nehmen sollen, den ihr getilgt habt.

Aus der Sache kommt ihr jetzt nicht mehr heraus. Vermietet eure Hälfte, und sucht euch dafür eine andere Wohnung.

Wie sähe es denn aus, wenn wir das Haus einvernehmlich verkaufen würden und unsere eigene Forderung wäre der getilgte Kredit von 230.000 € und ein Teil der Investitionen zurückzuerlangen? Das könnte man doch vielleicht vertraglich vor einem Verkauf festsetzen lassen? Dürfen wir unsere Wohnung vermieten, also das Haus nicht als Eigennutz behalten? Oder hätte das große steuerliche Nachteile? Wir könnten die Angelegenheiten durch eine Hausverwaltung regeln lassen, um etwas Luft rauszunehmen?!  

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Einen Rücktritt vom Übertragungsvertrag gibt es nur, wenn der andere Vertragspartner (also hier deine Eltern) seinen verrraglichen Verpflichtungen schuldhaft nicht nachkommt. Ansonsten kannst du nur versuchen, den Übertragungsvertrag einvernehmlich, also durch einen - wieder notariellen - Aufhebungsvertrag, rückgängig zu machen. Am besten sollten die Beteiligten das mit dem Notar besprechen, der den Ü-Vertrag beurkundet hat. Er wird euch auch Auskunft darüber geben können, was in Bezug auf das Grundbuch zu tun ist, insbesondere ob die Eintragung aufgrund des Ü-Vertrags noch aufzuhalten ist oder ob ggf. eine Rückauflassung an die Eltern erfolgen muss. Auf jeden Fall kann eine derartige Rückabwicklung sehr aufwendig und mühsam sein, auch was das persönliche Verhältnis der Parteien untereinander betrifft. Wichtig ist auch, ob diie Geldtransfers rückgängig gemacht werden können, insbes. ob die Mittel dafür zur Verfügung stehen würden.

Wie sähe es denn aus, wenn wir das Haus einvernehmlich verkaufen würden und unsere eigene Forderung wäre der getilgte Kredit von 230.000 € und ein Teil der Investitionen zurückzuerlangen? Das könnte man doch vielleicht vertraglich vor einem Verkauf festsetzen lassen? Dürfen wir unsere Wohnung vermieten, also das Haus nicht als Eigennutz behalten? Oder hätte das große steuerliche Nachteile? Wir könnten die Angelegenheiten durch eine Hausverwaltung regeln lassen, um etwas Luft rauszunehmen?!  

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Das Ganze ist notariell abgewickelt worden.

Egal was der Sachstand ist, aus dieser Situation kommt ihr nur gemeinsam heraus. Wenn die Eltern nicht zustimmen, habt ihr schlechte Karten. Und wer soll euch das Geld geben? Glaubt ihr die Eltern bekommen einen Kredit in der Höhe?

Zusammenziehen will immer gut überlegt sein.

Muss ich die Grunderwerbssteuer zahlen?

Guten Tag,

mein Bruder hat vor 6 Jahren ein Haus gekauft. Dies geschah zusammen mit seiner Frau. Jetzt haben die beiden sich getrennt.
Mittlerweile haben die beiden Ihre Bedingungen geklärt und mein Bruder möchte das Haus übernehmen.

An dem Haus hängt auch unsere Werksatt, sodass es die Idee gibt, das ich es mit ihm zusammen kaufe. So hätten wir unseren Standort gesichert und können das Haus vermieten. (mein Bruder möchte eh nicht mehr drin wohnen)

Der Kaufpreis lag bei 230.000€! Da mein Bruder damals leider einen schlechten Vertrag  bekommen hat sind erst knapp 17.000€ in einen Bausparer eingeflossen und knapp 70.000€ Zinsen gezahlt. Zum Glück können wir den Vertrag aber ja schon bald neu verhandeln.

Nun die eigentliche Frage. Gibt es einen Weg um die Grunderwerbssteuer legal zu umgehen.

ZB.:
Ex-Frau überträgt zB. Haushälfte an meinen Bruder ->  

Wir werden und über einen Einstiegspreis einig ->

Er macht ein Schenkung an mich und da auf dem Haus noch Schulden sind muss ich weder Grunderwerbs- noch Schenkungssteuer zahlen?

Für andere legale Wege sind wir natürlich auch offen. Wissen nur nicht, wie wir es am besten machen. Vielen Dank schon mal ;)

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Kann man eine Grundstücksüberschreibung anfechten, wenn sich nach 4 Jahren herausstellt, daß es sich um Bauland handelt und nicht um Weideland?

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Hausüberschreibung und Auszahlung der Geschwister

Hallo,

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Da wir 2 Geschwister bisher noch keinen Gedanken an eine Erbschaft verschwendet haben sind wir mit der neuen Situation ziemlich überfordert.

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PS Unsere Eltern wären mit der Überschreibung einverstanden, aber nur wenn wir Kinder uns einigen. Dann würde ein Notar für den Vertrag aufgesucht

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Hallo zusammen, hoffe ihr könnt mir weiter helfen. Ich habe im Mai eine schriftliche Ankaufserklärung für eine Eigentumswohnung bei meinem Makler abgegeben. In der der Kaufpreis usw eingetragen sind. Das Feld in dem festgehalten werden soll bis wann der notarielle Kaufvertrag erfolgt sein soll. Habe ich damals offen gelassen, da der Makler mir gesagt hat das ganze würde ca. 8 Wochen dauern. Acht Wochen hatte damit begründet, da das Haus (8 Parteien Wohnungen) bisher noch einem Eigentümer gehört und nun alle Wohnungen einzelnen an Interessenten verkauft werden sollten. Daher müsste alles neu berechnet und eingetragen werden. Nun haben wir jedenfalls schon fast September und der Makler hält mich immer noch damit hin, dass die Teilungserklärung noch nicht ganz abgeschlossen sein. Meine Frage ist jetzt, wie lange soll ich noch auf den Abschluss eines Kaufvertrages warten, oder gibt es die Möglichkeit von der Ankaufserklärung zurückzutreten? So langsam fühle ich mich nämlich verarscht. Vielen Dank in Voraus für eure Hilfe.

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Mein Mann ist leider vor 1 Woche verstorben. Lt. Testament bin ich, die Ehefrau, Alleinerbin. Sein leiblicher Sohn aus 1. Ehe, der bei uns aufgewachsen ist, erbt erst mal seinen gesetzlichen Teil. Ich aber will ihm auch mein Erbe zukommen lassen, mit der Auflage, daß ich ein lebenslanges Wohnhaus habe. Es handelt sich um ein 2-Familien-Haus, in dem noch die Schwester mit Ehemann, meines verstorbenen Mannes wohnt. Mein Stiefsohn lebt in der Schweiz, will also selbst hier nicht einziehen. Wir beide waren gestern bei einem Notar und meinten, daß ich eine sogenannte Schenkung machen müßte. Der Notar sagte, daß das nicht nötig ist, sondern lediglich eine Umschreibung wäre nötig und natürlich gleichzeitig eine Teilungserklärung, Baupläne etc. müssen eingerreicht werden, dann erledigt er alles für uns. Jetzt habe ich über Nacht Ängste bekommen! Ist es hoffentlich nicht so, daß ich nach der Überschreibung KEIN WOHNRECHT habe und er mich jederzeit rauswerfen kann? Bisher haben mein Stiefsohn und ich ein sehr gutes Verhältnis gehabt, was sich vielleicht ändern könnte? Wer weiß da Bescheid? Den Notar erreiche ich momentan nicht, danke für eine Auskunft. Bin übrigens schon 68 Jahre alt.

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