Ist es möglich sich auf einem Schiff selbst zu retten, indem man sich eine Schwimmhilfe ins Wasser wirft?

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9 Antworten

Diesen Schmarrn mit "Frauen und Kinder zuerst" gibt es nicht mehr! Wer zuerst kommt, mahlt zuerst, denn es kommt auf Geschwindigkeit an. Da kann man nicht groß sortieren, wen man jetzt ins Boot lässt. 

Abgesehen davon ist es gesetzlich vorgeschrieben, dass die Plätze im Rettungsboot für alle Passagiere an Boot reichen müssen.

Die Zeiten der Rettungsboote sind längst vorbei. Jedes Passagierschiff ist mit Rettungsinseln ausgerüstet. Das sind diese runden Tonnen die da überall herumhängen. Sie werden nur is Wasser gelassen und blasen sich selbstständig auf. In diesen Rettungsinseln kann man schon einige Zeit, auch bei schwerer See, durchhalten. In der Regel gibt es Plätze genug, ansonsten ist für jeden Passagier eine Schwimmweste vorhanden. Ohne naß zu werden kommt man, auch mit Schwimmhilfe, nicht ins Wasser.

Wie schon erwähnt wurde, gibt es heutzutage an Bord von Schiffen, die für den Transport von Passagieren ausgelegt sind, auch immer ausreichend Rettungsmittel. Sei es Rettungsboote oder eben Rettungsinseln.

Ob es möglich ist, dich selbst zu retten, ist teilweise eine etwas naive Frage. 

Findest du eine Möglichkeit, die dir das Leben retten könnte, sind dir natürlich nur durch deine eigene Fantasie Grenzen gesetzt. Weiterhin sind hier allerdings die Gegebenheiten maßgebend. 

Temperatur/Wassertemperatur, Wetter, z.B. Sturm, das sind Faktoren, von denen das Überleben in erster Linie mit abhängt. So ist die Gefahr von Unterkühlung sehr hoch, vor allem, wenn nicht ausreichend Bekleidung vorhanden ist. Dabei sind natürlich die Überlebenschancen für jemanden, der sich auf Treibgut jeglicher Art gerettet hat, deutlich geringer, als von den Personen, die in Booten und Inseln untergekommen sind.

Weiterhin ein wesentlicher Faktor ist dann, ob bereits Hilfe unterwegs ist. Natürlich spielt bei der Bergung auch wieder das Wetter eine große Rolle. Einen Schiffbrüchigen aus der bewegten See zu bergen, kann dabei zu einer fast unlösbaren Aufgabe werden. 

Du solltest dich also im Falle eines Falles zunächst den konventionellen Rettungsmitteln zuwenden, da damit wahrscheinlich die Chance zu überleben, etwas größer ist. 

ponter 06.05.2016, 09:44

Leider ist auch die Nutzung der bereits vorhandenen Rettungsmittel oft nur theoretischer Natur. Jüngstes Beispiel ist hier wohl die Havarie der Costa Concordia, die allerdings noch verhältnismäßig glimpflich ausging. Nicht ausreichend geschultes Personal und weitere Faktoren, die zu einer weitaus größeren Katastrophe hätten führen können.

Traurige Realität war hier das grôsste Schiffsunglück in Friedenszeiten nach dem 2. Weltkrieg, der Untergang der "Estonia"  1994 in der ôstlichen Ostsee, mit mehr als 850 Opfern.

Viele, die hier das Schiff noch verlassen konnten, starben in den, teils offenen, Rettungsbooten an Unterkühlung. Auch hier erschwerte stärker Seegang die Bergung der Personen, aus dem Wasser, als auch aus den Booten und Inseln. Auch hier half das Personal nur unzureichend beim Verlassen des Schiffes.

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Also normalerweise haben Boote in den meisten Ländern der Welt die Pflicht genügend Rettungsboote für die genaue Passagier Zahl zu haben aber das muss natürlich auch nicht immer der Fall sein von dem wir ja in deinem Szenario ausgehen. Mir ist direkt eingefallen das man sowas wie eine aufblasbare Matratze für den Pool auf einem Kreuzfahrtschiff oder generell für den Urlaub dabei haben kann. Das wäre dann natürlich die einfachste Lösung, denn normale Liegen oder Stühle gehen leider unter :/ 

Moderne Kreuzfahrtschiffe oder Fähren haben in der Regel mehr als genug Rettungsboote dabei. Wir leben ja nicht mehr zu Titanic Zeiten.

Die Regel Frauen und Kinder zuerst ist im übrigen veraltet und wird nicht mehr angewendet. Jeder kommt mit seiner Familie ins Rettungsboot. 

Außerdem funken moderne Schiffe schnell ein SOS und heutzutage mit so vielen Schiffen auf dem Ozean oder Helikoptern überall ist es unwahrscheinlich, dass du dich lange an "Treibgut" festhalten musst. Wir befinden uns ja nicht mehr im 19. Jahrhundert.

Wenn das Wasser nicht so kalt ist und bei ruhiger See ist es möglich mit einer Schwimmwesten über Bord zu springen und eine gewisse Zeit im Wasser zu überleben ,bis man gerettet wird.

Hallo,

sofern alles verbraucht ist, hast du vergessen das es noch eine Strömung gibt. So ein Schiff (egal wie groß) zieht Menschen runter. Und diese Strömung hat auch Kraft. Daher müsstest du nur das überleben, weil das echt schwer ist. Ein Bett(Matratze) würde ich nicht empfehlen, weil sie dann vom Wasser eingesaugt wird und dann sinkt. Ich würde etwas nehmen, was oben schwimmt, etwas was ne große fläche bietet, wo man sich mit dem Gewicht anpassen kann. ein Schrank zb.

wenn die wassertemperatur bei etwa 4° c liegt, haste eine überlebenschance von wenigen minuten. den fall, dass du überhaupt an deiner schwimmhilfe festmachen kannst....das meer ist kein baggersee und die wellen auf den weltmeeren sind auf offener see nicht selten weit über 2 meter hoch..

"Frauen und Kinder zuerst!"

Das wird schon lange nicht mehr so gemacht. 

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