Ist es möglich Kleinkinder vegan zu ernähren?

12 Antworten

Die US amerikanische offizielle ernährungswissenschaftliche gesellschaft schriebt eindeutig, dass eine gut geplante vegane Ernährung für Menschen aller Altersstufen von Säuglings- bis zum Greisenalter geeignet ist. Andersartige Behauptungen sind unsubstantiierte Gerüchte, über die jeder, der mit fundierter Information vegane Kinder großzieht bzw. großgezogen hat, nur lachen kann. Trotzdem ist es nicht lustig, weil viele diese Desinformationen ja tatsächlich glauben.

Also die Gesellschaft ist schon witzig wenn ich sehe was Eltern Ihren Kindern aus dem Supermarkt alles für ein Schrott und Müll mit Aromen Pestiziden Zuckern Geschmachsverstärkern und Haltbarmachendem Junk zu essen geben und sich dann aufregen wenn jemand seine Kinder vegan ernährt is das sowas von witzig. Es gibt tausende vegan ernährte Kinder die alle normal aufgewchsen sind, bestimmt gibt es auch negativ Beispiele, gibt es die überhaupt? Aber die gibt es wohl bei kranken Kindern die mit viel Fleisch usw. vollgestopft werden auch oder?

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DH !

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Diese Frage erzeugt meist heftige psychologische Reaktionen von Menschen, denen es gar nicht um die Kinder geht sondern die generell negativ auf vegane Ernährung reagieren.

Eine der größten Organisationen weltweit von Ernährungswissenschaftlern, die US-amerikanische ADA, hat in einem Positionpapier zu vegetarischen Ernährungsformen ausdrücklich betont, dass eine vegane Ernährung in allen Lebenssituationen vom Kleinkind bis zum Greis, in der Schwangerschaft und für Heranwachsende geeignet ist. Grundlage für diese Aussage waren Bewertungen vieler wissenschaftlicher Studien, sodass die Frage ob man ein Kind vegan ernähren kann grundsätzlich mit ja beantworten kann. Natürlich gibt es einen Unterschied zwischen gut vegan und schlecht vegan. Die Mutter / die Eltern sollten sich also mit der veganen Esskultur und Ernährungslehre auseinander setzen.

Unabhängig von der wissenschaftlichen Begleitmusik, gibt es selbstverständlich auch die Realität vieler und mehr werdender Veganer, die von Geburt an vegan leben. Wer angesichts dieser Tatsachen Bedenken streut mit Argumenten, die seit nun fast 50 Jahren überholt gelten, muss sich fragen lassen was eigentlich seine Agenda ist.

Bei der DGE ist diese Agenda klar: Im Beirat dieser Organisations sitzen Unternehmen aus der Milch - u. Fleischwirtschaft, eine neutrale Bewertung kann hier leider nicht erwartet werden.

Ein Thema das besondere Aufmerksamkeit verdient in der veganen Ernährung ist das Vitamin B12. B12 wird von Bakterien gebildet, allerdings gibt es zur Zeit noch kein Lebensmittel auf dem Markt, das mit den richtigen Bakterien fermentiert wurde. B12 wird immer in Reinform Lebensmitteln zugesetzt. Allerdings ist auch das zugesetzte B12 von Bakterien, und nicht wie fälschlich oft verbreitet wird "chemisch-synthetisch". Da der vegane Markt noch zu klein ist, wird es auch noch dauern bis ein Getränk oder Soja-Joghurt usw. auf den Markt kommt, bei denen B12 im Lebensmittel selbst fermentiert wurde. Quellen von B12 von denen man früher dachte es handele sich um B12 wie Sauerkraut, Biere, Tempeh oder Feinkostalgen, stellten sich als Pseudo-B12 heraus welches wirkungslos bleibt und im Körper keine Funktionen hat. Eine Schwangere sollte also auf Produkte achten, die mit B12 angereichert wurden oder auf Supplemente zurückgreifen. Auch das B12 in Reinform wurde von Bakterien (und in Ausnahme mit Hefen) fermentiert und bietet somit eine gute Alternative zu Lebensmitteln in denen oft eine zu geringe Menge B12 zugesetzt ist. Die Hersteller beachten in der Regel nicht den sogenannten Aufnahmeverlust bei B12.

Das schwierigste bei der veganen Ernährung allerdings ist das Überwinden der Angst und die Verunsicherung. Menschen die Fehlinformationen bewußt oder aus Affekt streuen verstärken diesen Effekt der Verunsicherung, der bei allem Neuen eigentlich ganz normal ist. Leider ist die Zahl der Nichtveganer und somit auch deren Meinungsgewicht so enorm in der Überzahl, dass eine Rehabilitation der veganen Ernährung fast unmöglich scheint.

So braucht es besonders viel Willensstärke von veganen Eltern, ihr/e Kind/er konform mit der eigenen ethischen Kultur aufzuziehen. Und meistens geschieht der Entschluss doch immer mit einem Quäntchen Unsicherheit im Hinterkopf, was ist, wenn es doch nicht gut ist? Manchmal geistern Meldungen durch die Presse, bei denen von vermeintlich vegan ernährten Kindern die Rede ist, die krank geworden sein sollen. Bei näherer Betrachtung hat sich allerdings bis jetzt immer herausgestellt, daß es sich hier um Anhänger esoterischer oder ähnlich motivierter Ernähungstrends handelt, deren Kostform überhaupt nichts oder nur oberflächlich mit veganer Ernährung zu tun hatte. Tatsächlich war hier die Auswahl an Lebensmitteln extrem eingeschränkt und mit einer vollwertigen veganen Ernährung nicht zu vergleichen. Diese Kostformen (z. B. Rohkost) unter veganer Ernährung einzusortieren wird dem Thema nicht gerecht.

Vegane Eltern sollten sich von alledem nicht irritieren lassen, spätestestens seit dem Positionspapier der ADA gibt es eine fundierte wissenschaftliche Grundlage aufgrund derer man sein Kind guten Gewissens vegan ernähren kann. Allerdings entbindet dies natürlich nicht von der Verantwortung, genug Neugier zu entwickeln dies richtig zu machen.

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