Ist es möglich, ein CT oder MRT präventiv zu machen?

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9 Antworten

Aufgrund der Mittel, Kontrastmittel, ist eine Risikoabwägung zu treffen, wenn Du zudem auch nicht ein Krankheitsbild hast um ein CT oder MRT zu begründen, wird Deine Krankenkasse die Kosten auch nicht übernehmen, und das mit Recht. Zudem hinkt Dein Vergleich mit Tüv und Auto, Du müsstest ja dann Dein Auto zum Hersteller (Krankenhaus) bringen und nicht zum Hausarzt (Tüv)

Das Beispiel dient der Illustration, damit man sich besser vorstellen kann, was ich meine.

Ob die Untersuchung letztendlich vom Hausarzt, Krankenhaus oder einer anderen Praxis durchgeführt wird, spielt ja keine Rolle.

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@sophie1235

Also gut, machen wir es doch einfach, das Kontrastmittel ist schädlich und sollte nur im Falle einer Notwendigkeit eingesetzt werden, zudem würden Falsch-Positiv Ergebnisse zu einer Verschlechterung der Lebensqualität führen, Du hättest mehr Probleme mit als ohne, und kein Arzt der diesen Titel verdient, würde da mitmachen.

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Viele Argumente, warum das nicht möglich ist, wurden schon genannt:

  • Relativ hohe Strahlenbelastung im CT, Risiko einer Reaktion auf das Kontrastmittel in MRT und CT
  • Sehr hohe Kosten, die unser Gesundheitssystem überfordern würden, alternativ müssten die Beiträge entsprechend steigen
  • Fehlende Kapazitäten (es dauert schon jetzt Wochen bis Monate, ohne dringenden Grund einen MRT- Termin zu bekommen), somit müssten wirklich kranke Menschen länger auf eine sinnvolle Untersuchung warten

Dazu kommt, dass es ein Irrglaube ist, dass mehr Untersuchungen auch zu mehr Gesundheit führen. Fakt ist: Die meisten Erkrankungen, die behandelt werden müssen, lösen auch Beschwerden aus. Es ist deshalb wesentlich sinnvoller, von den Beschwerden ausgehend eine sinnvolle Diagnostik (Untersuchung) einzuleiten und dabei mit einfache und günstigen Dingen (wie der Anamnese und körperlichen Untersuchung) anzufangen.

Umgekehrt kann man auf CT- und MRT- Bildern sehr viele Auffälligkeiten finden, die keine Beschwerden hervorrufen. Dann steht man vor dem Problem, dass man oft nicht weiß, ob etwas gefährliches dahinter steckt oder (meinstens) etwas harmloses.

Um das sicher sagen zu können, muss man oft weitere Untersuchungen machen, das kann zum Beispiel eine Probenentnahme (Biopsie) oder eine operative Entfernung sein. Dadurch kann es wiederum zu einer Schädigung des Patienten kommen.

Ich bin mir sicher, dass unter dem Strich wesentlich mehr Patienten durch so eine "Massenuntersuchung" geschädigt (oder zumindest stark beunruhigt) würden, als davon profitieren würden.

Auch die derzeit bestehenden Früherkennungsprogramme (Brustkrebs, Prostatakrebs etc.) sind aus den oben genannten Gründen mit großer Vorsicht zu genießen. Natürlich entdeckt man einige Tumore etwas früher als sonst, jedoch findet man auch viele falsche Befunde, die unter Umständen großen Schaden anrichten können.

Gute Antwort, ich hatte gestern ein MRT und ich muss sagen, ich bin froh dass ich nicht präventiv so ca. alle 2 Jahre so eine Untersuchung machen muss. Die Untersuchung ist nicht gerade angenehm, 20 Minuten ohrenbetäubender Lärm und je nachdem welcher Bereich abgefahren wird ist auch die Lagerung alles andere wie angenehm.

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Möglich wird es sein aber ich denke nicht sinnvoll.

Willst du einen Ganzkörperscan oder nur bestimmte Bereiche? Ich denke ein regelmäßiges großes Blutbild wird besser sein.

Nach der Gebührenordnung für Ärzte (GOÄ) hat jede Untersuchung einen bestimmten Punktwert aus dem sich wiederum ein Betrag für die jeweilige Untersuchung errechnet, den der Arzt mit dieser geltend machen kann. Diese Werte werden hier für die Kosten der Computertomographie angeführt, es sei darauf verwiesen, dass diese Werte die alleinige technische Untersuchung meinen und keine Beratung. Nach der GOÄ kosten ein CT des Kopfes 116,57 Euro, eine computertomographische Untersuchung des Bauchraumes (Abdomen-CT) kostet 151,55 Euro, eine CT des Brustraumes (Thorax-CT) kostet laut GOÄ 134,06 Euro.

Der Vergleich mit dem Auto hinkt gewaltig. Die HU bescheinigt dass bis zur Prüfung das Auto in einem verkehrssicheren Zustand war und in näherer Zukunft keine relevanten Probleme zu erwarten sind. Es ist kein Garant dafür dass es wärend der Verwendung nicht kaput geht.

Motor, Nebenaggregate und Getriebe werden nicht durchgecheckt und die Elektrik nur in bestimmten Bereichen.

Kann man einfach so zum Arzt gehen und sagen, dass man ein großes Blutbild machen möchte?

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@sophie1235

Ein Blutbild kann man immer machen lassen. Es ist nur die Frage wer die Kosten übernimmt.

Sprich am Besten mit deinem Hausarzt. Wenn du nicht ständig eine Blutuntersuchung machen lässt dann sollte das die Krankenkasse problemlos übernehmen.

Im Rahmen einer Vorsorgeuntersuchung sollte das, glaube ich, eh enthalten sein.

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