Ist es möglich, die Miete nach einer Badmodernisierung nach einem Rohrbruch zu erhöhen?

12 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Die Frage ist hier erst einmal, ob es sich um eine Moderniserungsmaßnahme handelt. Auf jeden Fall kann der Vermieter nicht alle Kosten geltend machen.

Eine Mieterhöhung ist möglich, wenn es sich um eine Moderniserung handelt. Allerdings sind hierfür Fristen einzuhalten und Kosten für die Sanierung wegen dem Rohrbruch abzuziehen.

Normalerweise ist 3 Monate vor Beginn der Maßnahmen die Modernisierung anzukündigen und die etwaige Mieterhöhung mitzuteilen.

Das wurde bei Dir offensichtlich ja nicht gemacht. Die Mieterhöhung ist normalerweise 3 Mon. nach Beendigung der Maßnahmen zu bezahlen, muss aber vom Vermieter dem Mieter schriftlich mitgeteilt werden.

Die erhöhte Miete ist in Deinem Fall dann aber erst 6 Monate später zu bezahlen u.zwar nach folgender Berechnung:

die Gesamtkosten minus den Reparatur- und Sanierungskosten.

Davon sind dann jährlich 11% auf den Mieter umzulegen, also geteilt durch 12 = die monatliche Umlage. Dir als Mieter müssen aber alle Rechnungen in Kopie zur Verfügung gestellt werden.

-.-.-.- falscher Thread

0

Ich würde das Mieterhöhungsverlangen durch den Mieterverein oder einen Anwalt überprüfen lassen. Wenn es nicht zwischen den Kosten für die Reparatur des Rohrbruches einschließlich der damit zusammenhängenden Begleitarbeiten (z.B. Fliesen) und der eigentlichen Modernisierung (-was ist denn tatsächlich neu und hätte bei der Reparatur nicht ohnehin ersetzt werden müssen?-) differenziert, wird es unwirksam sein.

Mir stellt sich die Frage, ob hier überhaupt modernisiert wurde im Sinne des Gesetzes. Eine „Modernisierung“ liegt vor, wenn Energieeinsparung erzielt wird oder eine erhebliche und nachhaltige Verbesserung des Wohnwertes. Was gibt der Vermieter denn nun an in dieser Richtung? Ist überhaupt das gesetzliche Regelwerk zur Anwendung gekommen? Was wurde verändert gegenüber dem vorherigen Zustand? So einfach 30 € im Monat mehr haben wollen geht nicht. Das wären im Jahr 360 €. Der Höchstsatz jährlicher Umlage sind 11%, dass hieße dass gesamt anrechenbare Kosten in Höhe von 3272 € entstanden sein müssten. Unter Berücksichtigung dessen, dass hier zumindest 50 % Reparatur- oder Instandsetzung anzusetzen sind, hätte der Gesamtinvestaufwand ca. 6500€ betragen müssen. Das alles muss haargenau berechnet und nachgewiesen werden. (Die voraussichtliche Erhöhung infolge der Mod. muss in der Mod.-Ankündigung enthalten sein. Nach Abschluss muss ein Mieterhöhungsverlangen erstellt werden, soweit nur einige gesetzliche Vorgaben, mehr dazu im BGB – bei google nachlesbar). Bitte schreib mal, was denn nun besser sein soll, möglicherweise löst sich dann die Forderung des Vermieters schon in Luft auf.

Was möchtest Du wissen?