Ist es möglich, dass Lufthansa 2017 wieder Bewerbungen für die Pilotenausbildung animmt?

...komplette Frage anzeigen

2 Antworten

Das Trainingszentrum wird woanders hin verlegt (weg von Bremen.) An der neuen Flugschule sollen dann alle Piloten der LH Gruppe ausgebildet werden (LH,LX,4U.) Also entscheidest du nicht mehr selbst für welche Airline du später fliegen wirst. Wann genau das neue System an den Start geht, hat die LH bisher nicht verraten, aber eine Vorfinanzierung wird es nicht mehr geben. Habe zwar keinen genauen Link, aber schau mal bei www.aero.de vorbei.

rudim1950 26.08.2015, 18:05

Hi, 

ganz so einfach ist die Sache aber nicht, und zwar aus verschiedenen Gründen: 

1) Es wäre das erste Mal bei LH, dass ein Projekt pünktlich aufgesetzt würde ;-) 

2) Es handelt sich wohl erst einmal um eine Absichtserklärung, nicht um ein schon fixes Projekt. LH spricht von Informationen, die sich seit dem 20.08.2015 in unterschiedlichen Foren finden und über ein Projekt zum Aufbau einer neuen Konzerntrainingsgesellschaft zum 01.01.2016 berichten würden. Sie selbst nimmt aber weiter keine Stellung dazu (zum Termin). 

3) Die EU/EASA hat da auch noch ein Wörtchen mitzureden. Die von LH und SWISS durchgeführte MPL-Ausbildung ist ja eng mit der SOP der jeweiligen Airline verknüpft. Das ist eine Forderung der EU-VO 1178/2011. 

4) Es gäbe 3 Möglichkeiten, die mir spontan einfallen: 

a) Screening der Bewerber, danach Auswahl für die jeweilige Gesellschaft, dann MPL-Ausbildung dafür. Das wäre mit einem extremen Aufwand verbunden, selbst wenn 80 % des Trainings gleich wären. 

b) MPL-Ausbildung für die Mutter, also die LH-Passage, danach Umschulung und Crosscheck auf die jeweilige Konzerngesellschaft; möglich, aber für alle Gesellschaften? Ich glaube nicht, dass Carsten Spohr das mitmacht. 

c) Rückkehr zur „klassischen“ ATPL-Ausbildung, also PPL, CPL mit Eintrag „COP Cessna Citation CJ1+“, danach Umschulung auf das jeweilige Eingangsmuster ohne Bindung an eine Airline, denn ... 

der „Nachteil“ der MPL-Schulung ist ja die enge Bindung an eine Gesellschaft und der Eintrag eines Sperrvermerks in der Lizenz („Gültig nur für den Flugbetrieb bei …“), der frühestens nach 2 Jahren von der nationalen Luftfahrtbehörde (bei uns also vom LBA) auf Antrag herausgenommen wird. Bisher war das für Flugschüler kein Thema; sie wollten ja zur Passage, aber in Zukunft? 

Alleine wegen der gesetzlichen Vorgaben und der notwendigen Änderungen der Ausbildungspläne und den daraus resultierenden Genehmigungsverfahren durch die nationalen Luftfahrtbehörden halte ich einen Start ab 01.01.2016 für illusorisch; aber vielleicht werde ich auch angenehm überrascht. 

Dazu noch die Zusammenlegung der Trainingscenter: Ob weg von BRE ist ja noch gar nicht entschieden (Schulungsräume, Simulatoren, Flat Panel Trainer, Procedure-Trainer, was passiert mit den - wohl überzähligen - Lehrern für Theorie und Praxis der einzelnen Gesellschaften?). Dann noch das praktische Training neu organisieren und zusammenführen; ich persönlich glaube deshalb nicht an den 01.01.2016. 

Muss mal meine ehemalige Kolleginnen von Crewtraining und Lizenzierung nach dem Stand der Dinge fragen, wenn ich mal wieder in FRA bin.

0

Ich verstehe den Sinn der Frage nicht. 

Möglich ist alles, aber glaubst Du im Ernst, hier bei GF wären der "Leiter Crewtraining und Trainingstandards", der Leiter der LFT und die Flottenchefs und Trainingsmanager vertreten? 

Da überschätzt Du aber die Bedeutung von GF ein wenig. 

Warum schaust Du nicht einfach regelmäßig auf der Bewerberseite der LH nach? Wer sonst soll Dir eine korrekte Antwort geben können? 

Was möchtest Du wissen?