Ist es möglich, dass ich als Mieterin den Mietevertrag dem Flüchtling anbieten kann?

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10 Antworten

Nein, kannst Du nicht.. nach den neuen bundeseinheitlichen Meldegesetzen muß jetzt auch der Wohnungseigner eine Mietbescheinigung ausstellen und  die aushändigen , unzureichende Angaben wer sich in einer Wohnung aufhält werden teuer  bestraft . Die Meldebehörden dürfen Nachforschungen anstellen!

Du darfst aber Deinen Lebensgefährten , wenn die Whg. nicht überbelegt wird , bei Dir wohnen lassen. Er darf sich auch bei Dir anmelden , Du mußt keine Miete von ihm nehmen aber dem Vermieter seinen Einzug miteilen und er dies schriftlich betätigen. Du mußt ihm  ebenfalls eine Mietbestätigung  aushändigen... 

weiteres unter .. neues Meldegesetz seit November 2015

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Kommentar von zainabhairan
29.11.2015, 12:52

Die Wohnung ist sehr groß. Ich könnte ihn ja wohnen lassen. Wo kann ich Mietbestätigung aushändigen lassen? Wie schaut es mit dem Übernahme von den Nebenkosten, die steigen natürlich. Wird der Staat hierfür die Nebenkosten aufkommen oder nicht?

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Mal Schritt für Schritt.

1. Wenn dein Freund "seinen Anteil" an der Miete beim Amt bekommen möchte, dann braucht er einen Mietvertrag, in dem er auch als Mieter steht. Du kannst also entweder mit deinem Vermieter reden und deinen Freund in den Mietvertrag mit aufnehmen lassen - wenn der Vermieter damit einverstanden ist.

2. Eine andere Möglichkeit ist, an deinem Freund ein Zimmer unterzuvermieten. Dazu brauchst du auch die Zustimmung deines Vermieters.

3. Du kannst natürlich deinen Freund in die Wohnung aufnehmen, dazu braucht es weder seine Aufnahme in den deinen Mietervertrag noch einen Untermietvertrag... aber dann gibt es auch keine Übernahme eines Teiles der Miete durch das Amt. In dem Fall kann der Vermieter den Zuzug deines Freundes nur ablehnen, wenn die Wohnung zu klein dafür ist.

Der Staat würde im weder im Fall 1 noch im Fall 2 die vollständige Miete für die Wohnung übernehmen, sondern nur seinen Anteil.

Im Fall 3 gibt es gar nichts, da ja kein Mietvertrag auf seinen Namen vorliegt.

Hat dein Freund eine befristete Aufenthaltserlaubnis mit Arbeitserlaubnis (steht da drin)? Dann wird das Amt auf die Aufnahme einer Arbeit drängen, damit er seinen Unterhalt selbst verdient.

Zur Frage der Ummeldung auf deine Wohnung, hat anitari ja schon was geschrieben.

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Kommentar von zainabhairan
26.11.2015, 09:42

Ja er hat Aufenthaltserlaubnis mit Arbeitserlaubnis! Er hat alle Rechte dazu. Und muss auch zur Schule gehen. 

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Dann müsst ihr einen Untermietvertrag abschließen. Dazu brauchst du aber die Genehmigung deines Vermieters. 

Dieser darf sie aber nicht willkürlich verweigern

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Kommentar von zainabhairan
29.11.2015, 12:49

Also ohne Untermietevertrag! Sondern sowas wie Lebensgemeinschaft! Es handelt sich un Nebenkosten. Die steigen natürlich, wenn er bei mir zieht! Das ist die Frage.

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der Flüchtling braucht den Mietevertrag von mir, damit der Staat ihm den Kosten für die Miete übernehmen kann.

Sofern der Vermieter Ihnen die Untervermietung erlaubt, Sie die Miete auch tatsächlich kassieren und entsprechtd als Einkunft versteuern, wäre das dann in Ordnung, sofern Sie nicht in Wirklichkeit vom Amt als Bedarfsgemeinschaft zu werten wären.

Trickserei z.Lasten der Sozialkasse wäre strafbar!

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Nette Idee Deine Miete so einfach mal auf den Staat umzulegen indem Du einen Flüchtling als Untermieter aufnimmst. Aber so einfach ist das nicht.

Sicherlich kannst Du ihm ein Zimmer vermieten, so der Vermieter der Untervermietung zustimmt, aber der Staat wird niemals die komplette Miete übernehmen solange Du ebenfalls dort wohnst.

Außerdem musst Du dem Vermieter bekannt geben, dass jetzt dauerhaft eine Person mehr in der Wohnung lebt - wegen der Nebenkosten.

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Kommentar von zainabhairan
26.11.2015, 09:26

Ja klar daran halte ich mich auch. Sonst würde ich nicht fragen, wenn ich wenig Ahnung habe. Das ist sehr klar und logisch! 

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Die Storry ist arg aus der Luft gegriffen.

Die Rechtslage:

Grundsätzlich steht es einem Mieter frei einen Mitbewohner in die Wohnung mitzunehmen. Dadurch tritt dieser Mitbewohner aber nicht in das Mietverhältnis ein. Er wird kein Vertragspartner.

Wenn der Mitbewohner den von Dir bestehenden Mietvertrag übernehmen soll, dann bedarf dies der ausdrücklichen Genehmigung des Vermieters. Der Vermieter wird dabei Deinen Vertrag auflösen, und den neuen Vertrag mit dem Mitbewohner schließen. Die Übertragung von Mietverträgen ist ausgeschlossen.

Eine eventuelle Alternative kann eine Untervermietung darstellen. Du wärst dann Hauptmieter und der Mitbewohner würde einen Mietvertrag zur Untermiete von Dir bekommen. Dieses Rechtsverhältnis ist aber auch nur dann rechtsgültig, wenn der Vermieter die Untervermietung gestattet.

Nun zur Darstellung Deines Mitbewohners:

Wenn der Mitbewohner ein gültiges Aufenthaltsrecht im Rahmen eines Asylverfahrens erhalten hat, dann ist dies mit Auflagen verbunden, insbesondere in Hinsicht auf die örtliche Gebundenheit. Hierbei erfolgt eine Betreuung von der Kommune, und nicht dem Staat. Die jeweilige Gemeinde ist zudem bei der Wohnungssuche und auch Anmietung behilflich. Bei Deiner Schilderung habe ich den dringenden Verdacht, der Mitbewohner möchte sich behördlichen Auflagen, sowie der behördlichen Betreuung entziehen.

Mein Rat an Dich, spreche mit dem zuständigen Sachbearbeiter des Mitbewohners, und verschaffe Dir so Klarheit über die Umstände und Verhältnisse.

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Kommentar von zainabhairan
26.11.2015, 09:25

 Bei Deiner Schilderung habe ich den dringenden Verdacht, der Mitbewohner möchte sich behördlichen Auflagen, sowie der behördlichen Betreuung entziehen. Was ist damit gemeint?

Und welcher Sachbearbeiter? Bei ihm oder??

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Du hast einen Mietvertrag mit deinem Vermieter. Wenn du den Vertrag weitergeben willst, dann nur mit dessen schriftlichem Einverständnis.

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Ja Wahnsinn, du bist bisher Mieter und bezahlst die Miete selber. Jetzt nimmst du jemanden auf, der anscheinend bedürftig ist und nun soll Vater Staat die Miete für euch bezahlen?

Hast du dem Vermieter überhaupt schon Bescheid gesagt, dass da nun ein neuer Mitbewohner in der Wohnung ist? Das hat nämlich auch was mit den Nebenkosten zu tun. Die steigen nämlich, wenn mehr Bewohner drin sind wie angeben. Zumindest bei vielen Arten der Mietverträge.

Und natürlich kannst du keinen Mietvertrag einfach "weitergeben". Das bestimmt immer noch der Vermieter und nicht du.

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Kommentar von zainabhairan
26.11.2015, 09:18

Ja das wollte ich ja wissen.

Ich habe ja auch gesagt, dass er bei mir mietefrei wohnen kann.

Ich kann ja den Vermieter informieren.

Danke für die Information.

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Offiziell ist Dein Mitbewohner, der bereits eine Aufenthaltsgenehmigung hat, Untermieter wie jeder andere auch, wenn er dauerhaft bei Dir einzieht. Dafür benötigst Du eine Einverständniserklärung des Vermieters. Wenn der Vermieter damit einverstanden ist, kannst Du für die Untervermietung eine angemessene Miete, die dem angegebenen Wohnraum entspricht, verlangen.

Da der Untermieter bedürftig ist, kann er für seinen Mietanteil Unterstützung beantragen. Ich vermute, dass die Kommune einen Untermietvertrag sehen möchte (nicht den Vertrag zwischen Dir und dem Vermieter), den Du, nach Einverständniserklärung des Vermieters, zwischen Dir und Deinem Mitbewohner abschließen musst. 

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Kommentar von zainabhairan
29.11.2015, 12:48

Also mit anderer Frage. Wie schaut es aus, wenn er als Lebensgefährte bei mir wohnen würde. Wie schaut das denn aus? Kein Untermietevertrag! Nur die Nebenkosten! Gibt es Regelung mit dem Einwohnermeldeamt?

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