Ist es möglich, dass Fliegen Menschen beobachten?

Fliege! - (Computer, Psychologie, Arbeit)

28 Antworten

Hallo - interessante Frage...:) Ob sie uns beobachten, so wie wir uns das vorstellen, weiss ich nicht, aber ich bin seit langer Zeit schon davon abgekommen, die Fähigkeiten selbst so kleiner Tierchen zu unterschätzen - im Gegenteil... Ich gehe soweit zu behaupten, dass eine Stubenfliege mit der Zeit sogar anhänglich bis zutraulich werden kann - ich erlebe das immer wieder...Ich finde, es liegt an der Sichtweise, ob sie störend auf einen wirken und wie wir ihnen begegnen. Finde gut, dass du nicht mit der Fliegenklatsche gekommen bist...:)

Gruß, Elsie

Ich mag deine Texte weil ich mich so oft selbst darin erkenne.

Ich habe Respekt vor jedem Lebewesen. Für uns ist die Fliege winzig, aus der Sicht der Fliege gibt es sicher ebenso winzige Lebewesen. Alles eine Frage der Perspektive. Dass sie uns kennen, beobachten und einschätzen halte ich für eine Selbstverständlichkeit.

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@Buchstabenfrau

Das freut mich - und ich bin froh, dass es Menschen gibt wie dich...:) Ich empfand und empfinde sowas wie Sympathie und Zuneigung für diese kleinen Lebewesen, auch wenn mich deswegen manche Mitmenschen für komplett bescheuert halten...

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Sehr schön geschrieben.

Aber ist es nicht so, dass ein Goldfisch z.B. nur ein Erinnerungsvermögen von 10 Sekunden? hat? Da ist es doch unmöglich Gefühle für etwas aufzubauen, so gehen diese Tiere doch nur ihren Instinkten nach und tuen dies so lange, bis sie eben ihr Leben abgelebt haben.

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@TDome

Danke :), aber ich weigere mich und ich werde mich hüten, Tiere als rein instinktgesteuerte Wesen zu betrachten - mein Resümee nach mehreren Jahrzehnten wunderbarer und sehr berührender Erlebnisse mit ihnen ist ein ganz anderes...

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@TDome

Das 10-Sekunden-Gedächtnis des Goldfisches ist ein Mythos. :)

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@TDome

Goldfische können sich sogar Dinge über 3 Monate merken.

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Ich weiß ja nicht, ob ich mir das damals mit 12 nur eingebildet hatte... aber als ich eine Fliege vor dem Tod gerettet hatte (fragt nicht wie, sie war davor zu sterben und schwer verletzt), hatte sie mich die nächsten Tage überall im Haus verfolgt 😅😅 (sehe jetzt schon die kopfschüttelnden Kommentare kommen)

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@SenfAbgeberin

Ganz im Gegenteil! Einer Fliege das Leben retten - das ist wahre Größe!

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@SenfAbgeberin

Ich finde das nicht zum Kopfschütteln. Der Respekt vor dem Leben dieses kleinen Wesens ist für mich nicht lächerlich.

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Du wiedersprichst zwar jeder Wisschenschaftlichen-Theorie und Forschungen, aber wahrscheindlich bist du auf diesem Gebiet Fachmann.... oder auch nicht 

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@KnoblauchHans

Wie auch immer: Ich folge meinem Herzen und meiner Intuition - damit bin ich stets gut gefahren...:)

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Grüß Dich Robert7194!

Ich glaube nicht. Aber sie erkennt natürlich ansonsten Gefahr recht schnell, sie kann sehr schnell reagieren. Ich denke aber, Du bist der Fliege gleichgültig. Sie sitzt nur da und  pausiert, weil ihr die Energie sonst flöten geht. Vielleicht ist sie auch erschöpft und hat nichts zu fressen gefunden. Fliegen liegen dann manchmal deswegen irgendwo auf dem Teppich, auf dem Boden oder auf der Fensterbank oder sind gar deswegen tot.

Mit bestem Gruß

Rüdiger

Durchaus denkbar...

Bin zwar jetzt nicht unbedingt geneigt bei Tieren davon zu sprechen, daß sie dem Menschen vergleichbare Intelligenz besitzen - aber einen guten Instinkt der ihnen das Überleben sichert und Gefahren ausweichen läßt, sicherlich. Was ich schon als "Unterstufe" der Intelligenz ansehe...

Interessant die Erwähnung des "tierischen Erinnerungsvermögens". Was uns ja immer wieder erstaunen läßt, wenn z.B. freilaufende (streunende) Katzen (oder auch Igel) sich täglich und in etwa zur gleichen Zeit, zum Füttern einfinden. Solches "Talent" spreche ich deshalb kleinen Lebewesen nicht ab und hatte diesbezüglich im vergangenen Sommer eine interessante Beobachtung gemacht. Ich lebe auf 450 Metern Höhe in einem kleinen "Weiler" mit gerade mal 13 Nachbarn - rings herum Wiesen, Wald, einige Weiher und zwei Wildbäche. Natur pur und dementsprechend auch allerlei Getier - von Wildschweinen über Rehe bis hin zu Fuchs und Marder- unterwegs. Von dem, was so in der Luft "fleucht" ganz abgesehen. Daher kommt es denn auch vor, daß bisweilen eine oder mehrere Hornissen den Weg auf meinen Balkon und durch die geöffnete Tür in die Wohnung finden. Wenn man sich nicht vor dem in der Tat gewöhnungsbedürftigen "Gebrumm" fürchtet, sind sie ja auch harmlos und verlassen nach einiger Zeit die Räumlichkeiten wieder. Der dummerhaftige Spruch "7 Stiche töten ein Pferd, 3 Stiche einen Menschen" ist sowieso Unfug...

Und so hatte ich im vergangenen Jahr in der warmen Jahreszeit und an schönen Tagen jeweils am späten Nachmittag und das über Wochen, immer so gegen 17.00 Uhr "Besuch" von einer einzelnen Hornisse. Gehe mal ganz stark davon aus, daß es sich immer um dieselbe "Vespa crabro" gehandelt hat, denn das wäre ja nun mehr als (im wahrsten Sinne des Wortes) ein "tierischer" Zufall, wenn immer unterschiedliche Tiere "just in time" zu Gast gewesen wären. Zunächst brummte sie eine Weile vor der geöffneten Balkontüre herum, ehe sie dann auch in den Raum hinein und einige Runden dort flog; durchaus in meiner unmittelbaren Nähe. Dann wieder zur Tür hinaus und am nächsten Tag "at five" -wenn es die Wetterlage erlaubte- war sie wieder da. Eindrucksvoll...

Vier Punkte sind deswegen festzustellen: Einmal war sie in der Lage die "Örtlichkeit" zu lokalisieren. Das mag -wenn ihr Nest in der Nähe lag, was ich aber nicht feststellen konnte- noch angehen. So auf dem Weg her und hin vom "Stützpunkt" mal eben "reinschauen". Jetzt aber immer in etwa zur gleichen Zeit erscheinen - schon eine richtige Leistung! Sich dann auch noch an einen Menschen zu "erinnern" der ihr nichts Böses tat, ja im Gegenteil sich am Besuch erfreute, geht schon etwas über reinen "Instinkt" hinaus. Und letztendlich die Wahrnehmung ob es gerade gutes "Flugwetter" ist oder nicht - auch nicht selbstverständlich...

Von daher glaube ich schon an eine "Beobachtungsgabe" Deiner Fliege und daß sie entsprechende visuelle Wahrnehmungen auch umsetzen kann.

PS: In diesem Jahr wurde noch überhaupt keine Hornisse in meinem Wohnbereich gesichtet. Da die Tierchen sich jedes Jahr neue Nester suchen, kann an der Überlegung des nahegelegenen Brutplatzes also etwas dran sein. Vorgestern Abend schwirrte lautstark ein dicker Maikäfer auf dem Balkon herum und verfing sich immer wieder im Plastikbeutel mit den Wäscheklammern. Da habe ich ihn dann gegriffen und in die Nacht fliegen lassen. Als ich kurz darauf bei weit geöffnetem Fenster im Schlafzimmer war, "besuchte" er mich dort. Das mag dann allerdings weniger eine -wie auch immer geartete- "Zuneigung" gewesen sein, sondern mehr der Lichtschein, welcher ihn (wie wohl auch schon zuvor) anlockte...

...und wenn du denkst du bist alleine zähle Stubenfliegenbeine! Die Stubenfliege ist dazu du um ein Comic zu erfinden wie die Biene Maja oder sowas. Sie schafft es jedenfalls unsere Aufmerksamkeit zu erlangen. Das was du mit ihr machen kannst, wenn du sie siehst das kann sie auch, wenn auch erst etwas später. Sie reagiert auf Bewegungen, auf die der Fliegenklatsche genauso gut wie auf den Mauszeiger vom Computer. Sprechen werden wir sie wohl nicht hören. Was du dir unter Beobachtung vorstellst, wird bestimmt so sein. Manche haben auch einen Vogel der sie beobachtet und Vögel haben gute Augen.

Sie wird dich evtl wahrgenommen aber nicht beobachet haben. Wahrscheinlich hat es ihr auf dem Bildschirm einfach nur gefallen. Falls sie immernoch da ist, versuch doch einfach nett zu ihr zu sein. Vielleicht findest du dann einen Freund fürs Leben.

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