Ist es möglich, daß eine Parkinson-Symptomatik vollkommen psychosomatisch ist?

15 Antworten

Heutzutage wird sehr oft vorschnell psychosomatisches Geschehen auch von Ärzten unterstellt. Das ist einfach, nicht widerlegbar und vermeidet teure Untersuchungen. Der Patient ist dann das Problem des PSychologen und wird mit Psychomedikamenten vollgestopft.

Ich würde der Einschätzung des Neurologen sehr kritisch gegenübers stehen.

Es gibt ja noch viel mehr Krankheiten als Parkinson, die ähnliche Symptome auslösen können. Und diese wurden sicher noch nicht alle ausgeschlossen.

Mir selbst wurde auch jahrelang Psychosomatik unterstellt, dabei habe ich eine seltene Autoimmunerkrankung.

Die Patientin leidet an Anorexie und das ist eine schwere psychische Erkrankung, die auch alle möglichen psychischen Krankheitsbilder zusätzlich beinhalten kann. Durch den extremen Nährstoffmangel kann es im Körper auch zu allen Erkrankungen körperlicher Art kommen. Das lenkt die Ärzte und Betreuer jedoch vom Kern der Krankheit weg. Die Anorexie verlangt unbedingt eine psychiatrische Behandlung und psychologische Betreuung. Ein Lebenskonflikt kann von der Seele nicht verarbeitet werden, es kommt zu Wahnvorstellung zum eigenen Körperbild (zu dick zu sein). So wird der ungelöste Konflikt über den Körper dargestellt. Es können sich verschiedene Formen von Essstörungen ablösen. Aus Anorexie kann Bulimie werden, oder umgekehrt, etc. Leider stürzen sich viele Helfer auf Ess- und Lebens-Ratschläge und nicht auf die Ursache der Magersucht. Und damit ist niemandem geholfen.

Eine Sucht hat als beste Freundin immer die Lüge! Die Patientinnen lügen sich selbst vor, alles im Griff zu haben und sie belügen ihr Umfeld, ohne zu erkennen, dass sie sich selbst damit am meisten schaden. Wenn du schreibst, „…die Patientin ist reflektiert und vertrauenswürdig,…versichert glaubhaft…“da bist du schon in die Falle gegangen. Suchtpatienten (aller Art!!) werden ständig (unbewusst wie bewusst)für unzählige Nebenschauplätze sorgen, damit die wichtigen Fragen nicht gestellt werden und die Verantwortung für das eigene Leben immer bei anderen deponiert wird. Professionelle Suchttherapeuten wissen um diese Gefahr und begeben sich regelmässig zur Supervision. Lies mal unter dem Thema Anorexie im GF.

Du hast recht, was den Umgang Süchtiger mit ihrer Umwelt angeht. Vielleicht bin ich auch wirklich "in die Falle" gegangen, ich weiß es nicht. Was mich extrem verblüfft ist, wie sehr die Symptome der Patientin denen einer Parkinsonpatientin gleichen.

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Ein Morbus Parkinson ist sehr unwahrscheinlich bei einer jungen Patientin. Allein, dass sie ähnliche Symptome zeigt, heißt nicht, das sie diese Krankheit hat. Die geschilderten Symptome können vielerlei Ursachen haben. Eine Somatisierungsstörung kann hier durchaus die Ursache sein. Die Anorexie würde ebenso dazu passen. M.E. wurde die Diagnose Morbus Parkinson auch überhaupt nicht eindeutig gestellt, sondern eben nur ähnlich Symptome. Nur - Du bist nicht ihr Arzt und brauchst als Ergotherapeutin nicht irgendeine Diagnose, sondern solltst Deinem Wissen und Deinem Standard der Patientin helfen. Man muss immer dem Menschen helfen, nicht einer gestellten Diagnose. Denn diese kann auch falsch sein. Dir steht es immer frei, die Ärzte zu fragen, sofern sie Dir Auskunft geben.

Danke für die Antwort. Die Parkinson-Diagnose stammte von einem Neurologen, diese wurde durch die radiologische Untersuchung infrage gestellt. Klar, die Diagnose ist zweitrangig, ich behandle den Menschen. An meiner Behandlung wird sich auch dadurch nichts ändern. Ich bin nur verlüfft, wie exakt die Symptome auf Parkinson deuten.

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