Ist es möglch ein Kind russischer Eltern nach deutschen Erziehungsmethoden zu fördern?

7 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ich sehe das nicht als deutsche Erziehung kontra russische, sondern vernünftige gegen unvernünftige. Solche katastrophale Erziehungsmethoden gibt es überall (auch in Deutschland), nicht nut in Russland. Du hast mit deiner Beobachtung und Meinung vollkommen Recht. Einerseits ist das Kind überfordert (mit drei Sprachen noch mehr), andererseits werden ihm keine Grenzen gesetzt (fataler Fehler) und dem Alter entsprechende Fertigkeiten nicht beigebracht. Anstatt die Fernbedienung zu bedienen sollte er lernen alleine zu essen, seine Spielsachen in Ordnung zu bringen, Schuhe binden usw. Du hast aber gute Chancen, du musst "nur" die Mutter überzeugen. Du machst mit deiner Fragestellung den Eindruck, dass du es schafft das Kind zu "retten". Bring der Mama das Buch von M. Winterhoff: "Warum unsere Kinder Tyrannen werden" als Lektüre mit. Viel Glück!!

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Danke, Deine Antwort hat mir wieder richtig Mut gemacht. Von Dir fühle ich mich optimal verstanden, denn zu gerne würde ich diese Herausforderung annehmen. Ich habe der Mutter bzw. den Eltern per Mail bereits zwei Bücher empfohlen: eins von Prof. Martin Korte "Wie Kinder heute lernen" und das andere von Jan-Uwe Rogge "Kinder brauchen Grenzen". Mit dem von Dir erwähnten Buch hast Du zwar Recht, aber ich traute mich nicht, den Fokus zu sehr auf die empfindlichen Stellen zu lenken. Ich will ja nicht Recht haben sondern eine vertrauensvolle, gute Beziehung, die eine Zusammenarbeit möglich macht. Ich habe das Gefühl, dass Eltern, die so gut wie keine Grenzen setzen, sehr unsicher und auch sehr empfindsam sein können. Und wie Du schriebst ist ja die gute und stabile Beziehung zur Mutter bzw. zu den Eltern, das Fundament auf dem der Sohn wachsen und an dem er sich zuverlässig orientieren kann.

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@Positivia

Danke auch. Ich glaube aber, dass wenn die Eltern keine Grenzen setzen, ist Unsicherheit, jedoch auch Bequemlichkeit im Spiel. Ich wünsche dir viel Erfolg und viel Glück in deiner neuen Herausforderung!

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Ja, das ist möglich.

Eine Bekannte hat ihre Kinder antiautoritär erzogen. Ich sah schwarz für die Zukunft. Aber in der Kindereinrichtung lernten sie sehr schnell Normen und Regeln kennen. Was sich positiv auf ihre Entwicklung ausübte.

Wenn die Kinderfrau dem Kind mit Respekt und Geduld entgegentritt, wird das Kind sie auch respektieren und ihre Regeln annehmen. Man darf nur nicht versuchen, das Kind mit "Gewalt" umzukrempeln. Gerade in dem Alter sind sie wissbegierig und Neuem gegenüber sehr offen.

Erziehen heißt für mich, dem Kind in seiner Entwicklung beizustehen, ihm Lernanreize zu bieten, die seinem Alter und seinen Möglichkeiten entsprechen, ihn in seine Stärken zu fördern und in seinen Schwächen behutsam zu fördern. Wenn Sie sich wirklich auf diesen "Job" einlassen, rate ich, mit den Eltern einen Vertrag abzuschließen, der Ihnen die Verwirklichung Ihrer Ziele ermöglicht. Ansonsten: Finger weg!

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Muss man als Kind ausländischer Eltern mit Deutschen befreundet sein?

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Hey

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Er fühlt sich als ein Deutscher, war nie in der Türkei und Laut seiner eigenen Aussage will er komplett einen Deutschen Namen da er nichts mit der Türkei und seiner Kultur gemein hat bzw, keine Verbindung zu dieser fühlt. Er versteht auch kein Wort türkisch.

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Ich habe heute früh eine Gesprächssendung auf WDR5 verfolgt, bei der es um die Methode 'Schreiben nach Hören' geht, mit der -momentan noch- Schulanfängern die deutsche Sprache beigebracht wird.

Solch eine Methode muss dazu führen, dass Kinder jedesmal Kritik und Verbesserungen von Lehrern und Erziehenden einstecken müssen, sobald sie die wahre Schreibweise später nun doch lernen müssen - aber dann vielleicht nicht können, weil das 'Lernfenster', das zur richtigen Zeit weit offen war, nun schon geschlossen ist. Es ist eine einzige Kräfetvergeudung, sowohl von Kindern, besonders aber auch Lehrpersonal und Eltern wie Großeltern. Psychologisch gesehen, wird das Kind bei jedem Korrekturvorgang außerdem zum Objekt gemacht, da der 'Wissende' (Lehrer, Erzieher, Außenstehender) automatisch zum Subjekt aufrückt. Aus Sicht von Hirnforschern ruft diese Konstellation in den betroffenen Hirnzonen den gleichen Reflex hervor, den körperlicher Schmerz auslöst. Ein so belehrtes Kind empfindet jeden Korrekturversuch als unangenehm und macht irgendwann dicht - so hat man dann also ohne Not die zweifelhafte Chance geschaffen, eine junge Generation an 'Rechtschreibschwächlingen' zu produzieren, die alle mal auf die dümmliche Autokorrektur ihres Smartphones angewiesen sein werden und nicht mal merken, wenn das ebenfalls Unfug erzählt..

Ich bin noch so aufgewachsen, dass ich als Schulanfängerin schon etwas lesen und schreiben konnte - dank meiner Familie, die z.T. pädagogisch vorbelastet war. Mir war bewusst, dass Orthographie und Interpunktion sich an (meist) eindeutigen Regeln zu orientieren hatten; im Laufe meines nun beendeten Berufslebens habe ich gelernt, Abweichungen nicht mehr mit Bewertungen zu versehen, so, wie es in meiner Kindheit noch üblich war. Spätestens seit der letzten Rechtschreibreform habe ich aber den Glauben an wohlmeinende Reformer aufgegeben und habe stattdessen für mich - analog zur Praxis großer Zeitungen - die alte Rechtschreibung beibehalten.

Ich habe großes Mitgefühl mit Eltern, deren Kinder mit diesen zeit- und kraftraubenden Methoden die deutsche Sprache lernen müssen, statt ihre Kraft in Inhalte stecken zu können.

Jedem Wort seine regional individuelle Schreibweise - das war VOR Luther und seiner Bibelübersetzung gang und gäbe. Gerade in diesem Luther-Jubeljahr ist wieder die große Bedeutung der Bibelübersetzung ins Deutsche für die Vereinheitlichung der Schreibung in der angehenden deutschen Schriftsprache geworden.

(Sarkasmusmodus ein) Aber wieso sollen wir heutzutage einen schon 495 Jahre alten Fortschritt nicht mal einfach in Frage stellen? In Zeiten alternativer Wirklichkeit gehört eine neue Sichtweise einfach dazu - wer wird denn da von intellektueller Eindimensionalität oder aber fahrlässigem Herumentscheiden sprechen? (Sarkasmusmodus aus)

Mich würde interessieren, welche Sichtweise ihr vertretet - und warum.

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Im Gespräch mit meiner Mutter über Kindererziehung (bin schwanger) brachte sie den Satz, dass Kinder ihren Eltern schon auch dankbar für alles sein sollten und sie ihren Eltern dankbar für alles Gute in ihrem Leben ist. Dabei frage ich mich, wofür man eigentlich dankbar sein soll, immerhin ist doch das Kind ein Geschenk der Natur an die Eltern und nicht andersherum. Ich denke mir, Eltern, die sich ein Kind wünschen, ziehen es selbstverständlich auch liebevoll auf, und tun alles, damit es ihrem Sprössling gut geht, oder muss man als Kind den Eltern gegenüber dankbar sein für regelmässige Pflege, gutes Essen, gute Schulbildung etc? Ich hätte da gerne mal euren Rat, oder Erklärung, vielleicht sehe ich es zu sachlich oder verstehe die Aussage meiner Mutter falsch? Danke.

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Die Leute sagen nicht nur vom Aussehen auch wie ich bin wäre ich Ausländer.

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