Ist es meine Pflicht jemanden vom Suizid abzuhalten?

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6 Antworten

Also erst einmal frag ich mich was dich daran so interessiert, suizidale Menschen kündigen oft ihre suizidale Absicht an. Oft ist es der Wunsch Hilfe zu bekommen. Aber jeder macht es anders. Einige sagen offen, "ich bring mich um" andere meinen eher "mein Leben ist kompliziert und andere wären ohne mich besser dran" und dann gibt es welche die nicht wissen wie sie es kommunizieren können und weinen häufig oder neigen zu Drogen und Alkohol Konsum, was dazu führt, dass wenn diese Menschen Suizid begehen, man es so wahr nimmt, dass sie eigentlich glücklich wären. Oft aber ist es so, dass wirklich der Grossteil von Suizidalen Menschen im Nachhinein glücklich ist, wenn er gerettet wurde. Ich würde sogar sagen etwa 3/4 der Suizidversuche, die verhindert wurden, bei denen ist die Person froh darüber. Leider ist es oft so das die Person so wie ihr Leben jetzt ist, es nicht mehr leben will. Dazu kommt, dass manche Menschen nicht in der Lage sind, ihre Probleme in den Griff zu bekommen. Deswegen bringt das einsperren auf den geschlossenen Stationen oft gar nichts. Erst die therapeutische Unterstützung leitet den Menschen, die Möglichkeit wieder ein Ziel zu finden an. Aber es gibt wirklich Menschen die sterben wollen. Die kann man auch unter die 3 Kategorien ordnen, wie sie damit kommunizieren. Oft gibt es wegen den alten Vorurteilen "wer es ankündigt tut es eh nich" viele Suizide, die nicht verhindert wurden. Natürlich gibt es auch Leute, die Aufmerksamkeit suchen und deswegen ihre Taten behaupten. Aber von 10'000 pro Jahr im deutschen Verhältnis sind es 20 Menschen die nur Aufmerksamkeit suchen. Es ist schon traurig wie tief unsere Gesellschaft gesunken ist.

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Wie willst Du jemand vom Suizid abhalten? Faktisch ist das unmöglich. Deshalb kann auch niemand rechtlich belangt werden.

Wenn Du für die Person etwas tun willst, dann höre ihr zu. Nimm Anteil an ihren Problemen, aber enthalte dich einer Meinung über ihre Absicht. Vielleicht kannst du sie an diesem Punkt auf die Fachleute verweisen, d.h. die Psychotherapeuten. Im akuten Fall ist aber auch eine Zwangseinweisung in die Psychiatrie möglich. Ob Du das in die Wege leiten könntest, geht aus deiner Fragestellung aber nicht hervor.


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Strafbar ist das Wissen des Vorhabens nicht, Hilfestellung jedoch schon. Wenn du das den Behörden meldest müssen diese eingreifen.

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Die Frage ist , es kann ja niemand bestätigen , dass du davon wusstest , der einzige der es wusste wäre in dem Falle tot. Klar kann man weitergehen und sagen , wenn die Behörden den Chatverlauf sehen , dann haben sie Beweise. Ob das dann strafbar ist , kann ich mir nicht vorstellen , war ja aus eigener Kraft herbeigeführt. Die Person hätte sich auch Hilfe suchen können.

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Normal reden die nicht darüber sondern halten es geheim wenn sie es wollen um nicht gefunden zu werden, aber wenn sie es ankündigen ist es eher ein Hilferuf. Aber wer es will der wird es schaffen und der Suizid ist eine kluge Tat denn er löst alle Probleme ganz schnell.

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3runex 30.11.2016, 05:37

Sehr deprimierende und schöne Antwort.

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Youareme 30.11.2016, 11:56

Also nur weil man sagt das man sich was antut, heisst das nicht man sagt wo man es sich antut.

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Wurzelstock 01.12.2016, 04:52

So einfach ist das nicht, Marlies. Alle Selbstmörder kündigen ihren Selbstmord an.

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Geht an Deiner Frage ein wenig vorbei, aber trotzdem einige Dinge dazu:

ca. 80% von denen, die sich versuchen umzubringen und gerettet werden sind im Nachhinein froh darüber, gerettet worden zu sein

Einige Menschen die sich mit akuter Suizidalität hilfesuchend an psychiatrische Einrichtungen gewandt haben, würden sagen, dass die Art wie ihnen und ihrer Notlage dort begegnet wurde ihren Suizidwunsch verstärkt hat

Suizidale wollen nicht "nur" Aufmerksamkeit, sie wollen Aufmerksamkeit. Ein Ertrinkender, der "Hilfe" schreit will damit auch Aufmerksamkeit erlangen.

Gibt natürlich auch Fälle, die "nur" Aufmerksamkeit wollen.

Schwieriges Thema.

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Youareme 30.11.2016, 11:59

Ich verstehe deine Antwort nicht.

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