Ist es legitim Abtreibung mit nationalsozialismus zu vergleichen?

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14 Antworten

Auch wenn man so strikt gegen Abtreibung ist, kann man das wirklich nicht vergleichen. Die Abtreibung ist ein medizinischer Eingriff, dabei wird ein ungeborenes Kind abgetrieben. Meistens hat es irgendeinen Grund: Die Mutter ist nicht bereit dafür, vielleicht wurde sie vergewaltigt oder es gab Probleme bei der Verhütung. Vielleicht ist es eine Minderjährige, die ganz einfach aus sozialen Gründen nicht bereit für ein Kind ist, oder die Frau ist einfach finanziell nicht bereit dafür. Keine Frau treibt ein Kind aus Hass gegen das Kind oder sowas ab. Bei einer Abtreibung wird niemand getötet.

Der Nationalsozialismus ist eine politische Richtung. Er ist radikal, rassistisch und autoritär. Durch ihn wurden Millionen Menschen erschossen, vergast oder sonst irgendwie getötet oder verstümmelt. Menschen wurden enteignet und gesellschaftlich völlig abgeschottet oder aufgrund ihrer politischen Einstellung, Religion oder anderen Gründen verfolgt, ermordet oder eingesperrt. (Und viele andere Sachen, darüber dürftest du informiert sein).

Das ist so, als würdest du... Verhütung als Mord bezeichnen.

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Frage nicht eindeutig beantwortbar, da "legitim" im Sinne von "gesetzlich erlaubt" als auch im Sinne von "vernünftig" oder "berechtigt" sein kann.

Ferner unklar, wie "vergleichen" gemeint ist. Man vergleicht und ermittelt die Unterschiede zwischen Abtreibung und Nationalsozialismus? (z.b. das eine ist eine politische Ideologie, das andere ein bestimmter Vorgang)


Oder "vergleichen" in ethischen Sinne, also "Abtreibung bzw. der ideologische Unterbau davon ist ähnlich schlimm wie NS" oder "Die Verbrechen des NS sind ähnlich schlimm wie Abtreibung"?


Deshalb keine konkrete Antwort, sondern sehr allgemein:

http://verfassungsblog.de/ausschwitzvergleich-und-persoenlichkeitsrecht-egmr-schlaegt-sich-auf-seite-der-meinungsfreiheit/

Es wurde ein gewisser Annen in D verurteilt, unter anderem weil er ziemlich happig gegen Abtreibung in Verbindung mit dem Namen von konkreten Ärzten argumentiert hatte und dabei auch inhaltlich eine Verbindung zum Holocaust herstellte (im Sinne von, dass ähnlich viele Menschen sterben und ähnlich wie damals die Judenverfolgung Abtreibung heute als in Ordnung und rechtens gilt); vorm EuGH hat er doch recht bekommen.


Woraus folgt:


In gewisser Weise darf man das; man sollte nur auch mal mit Anzeigen, Verurteilungen und Anwaltskosten rechnen, weil ein einzelnes falsches Wort, ja sogar die Schriftgröße über Urteil oder Freispruch entscheiden kann (bei Annen war ein wesentlicher Punkt, dass er einige inhaltlich vollkommen zutreffende Worte auf Flyern großgedruckt hatte und andere klein; deutsche Gerichte sahen darin den Versuch einen verleumderischen Eindruck zu erwecken, indem eben nur das großgedruckte wahrgenommen wird; der EuGH sah darin kein Problem, da das kleiner gedruckt den verleumderischen Eindruck wieder zu Nichte machte; aber mal Hand aufs Herz, das ist ein Tanz auf dem Rasiermesser, wenn man wegen so einem Detail dann von der einen Instanz verurteilt und von der anderen freigesprochen wird).


Vernünftig ist es aber meiner Ansicht nach im Allgemeinen nicht, denn zu den Verbrechen der Nazis gehört auch die Motivation, nämlich Menschenverachtung; und wenigstens diese Motivation ist bei Abtreibung praktisch nie (*) gegeben, sondern Motiv ist hier eher Selbstbestimmung und Gleichberechtigung der Schwangeren sicherzustellen; das mag zwar kein ausreichender Grund zur Rechtfertigung von Abtreibung sein; aber es macht einen Riesenunterschied.


(* es gibt ein paar Spaßvögel, die die Menschheit quasi als Seuche ansehen, die die arme Mutter Erde befallen habe, weshalb sie nicht nur Abtreibungen, sondern gar Zwangsabtreibungen befürworten; da kann man vielleicht sinnvoll mit Vergleichen anfangen, denn da liegt auch eine gewisse Menschenverachtung zu Grunde, da wird dieser Menschenverachtung mit staatlicher Gewalt Ausdruck verliehen, da ist staatliches Unrecht beabsichtigt und das wesentliche Ziel nicht Gleichberechtigung von Frauen, sondern der Tod von Menschen, nur eben ungeborenen; ich würde da zwar immer noch wesentliche Unterschiede zu Nazis sehen, aber zumindest ist man mal nahe genug dran, um sinnvoll ethisch zu vergleichen)

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Ich muss sagen, dass ich die Frage unverschämt finde! Wenn Sie die Frage aus Spaß gestellt haben, dann war es ein ganz schlechter Scherz.

Und das sage ich nicht als Frau! Ich bin 18 Jahre männlich!!!

Zu dem Holocaust sage ich jetzt mal nichts, da würde ich zu weit ausufern und erwarte einfach von ihnen, dass sie wissen was der Begriff heisst bzw. wofür der Begriff steht.

Zum Thema Abtreibung:

Stellen Sie sich doch msl beispielsweise vor, dass eine junge Frau, die gerade versucht sich beruflich zu entwickeln und ihr Leben zu festigen, so, dass sie auf niemanden mehr angewiesen ist und diese Frau wird vergewaltigt! Bitte versetzen Sie sich in dieses Beispiel und es ist nicht nur ein theoretisches BeiSpiel,  es ist ein Beispiel, dass in der Realität leider häufig vorkommt! Ich findem daher den Vergleich maßlos unverschämt und kann ihn auch nur ansatzweise einfach nicht nachvollziehen. Ich bin froh, dass ich einen Mentscheidenden wie Sie einer sind (wenn der Vergleich ernst gemeint ist und Sie ein gewisses Alter haben) nicht kenne! Ich bin froh, wenn ich Sie in der Realität nie sehen muss!!!

Wie kann man auf einen so kranken Vergleich kommen???

Wirklich, bitte äußern Sie sich dazu, irgendein Gedanke muss ja dahinterstecken!

Und lassen Sie sich mein Beispiel nochmal durch den Kopf gehen und danach stellen Sie sich vor, dass eine Frau, die etwas so Unmenschliches durchmachen musste, sich unvorstellbar quälen musste (mir tut da schon die Vorstellung unglaublich weh und ich entwickle sofort wieder einen Hass gegen solche Täter), dass diese schon so unvorstellbar schrecklich behandelte Frau sich diese Frage, Ihre Frage durchliest!

Es gibt nichts Schlimmeres als so einen Fall und so eine Straftat ist niemals und mit nichts zu entschuldigen!!!

Mehr kann ich zu Ihrer Frage leider nicht sagen.

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Kommentar von Zarife9876
18.01.2017, 22:48

Die Frage wurde in der Schule diskutiert und wir sollten uns Gedanken zu der Frage machen ... beruhig dich.!!!

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Der Vergleich ist gewagt, aber ich sehe schon Parallelen. Könnte man nicht auch die Abtreibung dieser unglaublich vielen Babys als Massenmord bezeichnen? Obwohl diese nicht die Tat einer einzelnen Person oder Gruppe ist, wie es eben im Nationalsozialismus war, steht hinter dem Ganzen doch eine Art Ideologie, nämlich diejenige der Pro-Choice-Bewegung.

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Als freier Mensch kannst Du alles mit allem vergleichen, ohne dafür jemanden um Erlaubnis zu bitten. Bringe aber "vergleichen" nicht mit "gleichsetzen" durcheinander, und sei darauf gefaßt, daß viele von dies durcheinanderbringen, und darum, wo sie die Gleichsetzung nicht akzeptieren wollen, den Vergleich für illegitim erklären. Sehr oft wird gesagt, daß man dieses und jenes "nicht vergleichen könne". Wo das begründet wird, beruft sich derjenige i.d.R. darauf, daß die Dinge dafür viel zu unterschiedlich seien - und übersieht ganz, daß er eben diese Unterschiede ohne Vergleich gar nicht erst herausgefunden hätte.

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Nein natürlich nicht. Es ist lächerlich und eine grobe Verharmlosung des Nationalsozialismus.

Das nationalsozialistische Terrorregime und der durch dieses Regime verursachte Holocaust ist ein beispielloses Verbrechen. 

Abtreibungen sind nichts anderes als das Recht einer jeden Frau über ihren Körper und alles darin zu verfügen, ein Grundrecht, auch wenn es konservativen Fanatikern vielleicht nicht gefallen mag.

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Vergleichen darfst Du alles mit jedem. Aber gleichsetzen wäre hier gequirlter Blödsinn.

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Nein, das ist himmelschreiender Unsinn. Ziemlich Amerikanischer übrigens, die haben als Totschlagargument, dass es "ist wie Hitler" oder "nationalsozialistisch ist".

Abtreibung ohne Zwang und als freie Entscheidung der werdenden Mutter ist eine feine Sache!

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Nein.

Der Holocaust ist ein einzigartiges, schreckliches Verbrechen, welches mit dem Abtreiben von nicht-lebensfähigen und nicht zu Emotionen fähigen Zellhaufen nicht vergleichbar ist.

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Kommentar von xFlorian2000x
18.01.2017, 22:39

Echt ekelerregend wie du mit Menschliches Leben umgehst.

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Nein, das ist es nicht.

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Hallo

Gemäss einer Antwort wurde diese Frage in der Schule diskutiert.

Wie kann man auf eine solche Idee kommen?

Nein, es ist nicht legitim, Abtreibung mit Nationalsozialismus zu vergleichen. Was hat das einte mit dem anderen zu tun? Und zudem gab es Abtreibungen schon vor dem Nationalsozialismus, es ist also völlig abwegig und ein Schlag ins Gesicht einer jeden Frau, die ungewollt schwanger wird.

Freundlichen Gruss

tm

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Nein.

Schon die Frage empfinde ich als Frechheit. 

Welche Absicht verfolgst du damit?

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Unfug. Da must du dich schon mal näher erklären.

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Ach was-ist überhaupt nicht zu vergleichen... Sag deinem Katholischen Lehrer der soll mal chillen:-) Abtreibung ist kein Mord-der Nationalsozialismus war systematische Ermordung-das kann man nicht vergleichen

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