Ist es krank den Tod als etwas befreiendes zu sehen?

17 Antworten

Hallo Roemer82,

Du hast recht, das heutige Leben ist oft wirklich nicht so toll und es gibt viele Dinge, die sehr bedrückend sind. Dennoch ist es möglich, auch in der heutigen Welt so etwas wie Glück zu finden. Wie soll das möglich sein?

Nun, über das Glück des Menschen gibt es unterschiedliche Auffassungen und jeder definiert Glück etwas anders. Oftmals wird Glück mit Besitz, Erfolg und Gesundheit in Verbindung gebracht. Doch leider ist diese Art von Glück meistens sehr flüchtig.

Dauerhaftes Glück ist möglich und hängt von mehreren Faktoren ab. Einer dieser Faktoren ist echte Zufriedenheit. Schon die Bibel weiß, das Geld und Besitz nur eine untergeordnete Rolle dabei spielen. Der weise König Salomo schrieb nämlich: "Wer nur Silber liebt, wird mit Silber nicht gesättigt werden, noch jemand, der Reichtum liebt, mit Einkünften. Auch das ist Nichtigkeit" (Prediger 5:10). Mit anderen Worten, wer dem Geld hinterher jagt, wird nie genug davon bekommen und folglich niemals zufrieden sein.

Da Salomo zu seiner Zeit einer der reichsten Menschen auf der Erde war, wusste er ganz genau, wovon er sprach. Trotz seines riesigen Vermögens kam er zu dem Schluss: "Und ich, ja ich, wandte mich all meinen Arbeiten zu, die meine Hände getan hatten, und der harten Arbeit, die zu vollbringen ich hart gearbeitet hatte, und siehe, alles war Nichtigkeit und ein Haschen nach Wind, und da war nichts von Vorteil unter der Sonne" (Prediger 2:11). Für ihn war also ein Leben in Reichtum und Prunk leer und inhaltslos. Viele Menschen in der heutigen Zeit können die Erkenntnis bestätigen, die Salomo im Laufe seines Lebens gewann. Sie haben gemerkt, dass Geld nicht zum Glück führt, ja es sogar zerstören kann.

Was auch sehr zur Zufriedenheit und zum Glück beiträgt ist, dass man keine Neidgefühle entwickelt, sondern mit den eigenen Leistungen und dem eigenen Besitz zufrieden ist. Neid kann Beziehungen zerstören und einen innerlich derart vergiften, dass man die schönen Seiten des Lebens gar nicht mehr genießen kann. Ein Mittel dagegen ist Demut und Bescheidenheit, Eigenschaften die mehr oder weniger aus der Mode gekommen sind. Die Bibel gibt dazu den passenden Tipp, wenn sie sagt: "Laßt uns nicht ichsüchtig werden, indem wir miteinander wetteifern und einander beneiden" (Galather 5:26).

Zum Glücklichsein gehört auch zu lieben und von anderen geliebt zu werden. Das bedeutet, dass man in festgefügten Beziehungen menschliche Wärme und Geborgenheit findet. Die Bibel drückt das so aus: "Außer allen diesen Dingen aber [kleidet euch mit] Liebe, denn sie ist ein vollkommenes Band der Einheit."

Was das Leben leichter macht, ist das Bemühen, aus allem das Beste zu machen und Rückschläge zum Vorteil zu nutzen. Das trägt dann mit dazu bei, innere Stärke zu entwickeln und sich nicht mit Sätzen fertig zu machen, wie: "Ich tauge ja zu nichts", oder "ich bin ein totaler Versager." Wer akzeptiert, dass es zum Leben dazugehört, Fehler zu machen und zu versagen, kommt im Leben weitaus besser zurecht. Wer ständig mit sich und seinem Leben unzufrieden ist, der verliert seinen inneren Halt und ist dauerhaft unglücklich.

Somit ist echtes Glück meistens nicht etwas von außen Kommendes, sondern etwas, was man aus seinem Inneren heraus entwickelt. Wenn man diese Art Glück gefunden hat, dann sucht man keine Befreiung mehr durch den Tod, sondern schätzt die Gabe des Lebens.

LG Philipp


Den Tod als etwas Befreiendes zu sehen, sagt viel über den momentanen Umgang mit Problemensituationen aus. 

Im Leben stoßen wir ständig auf neue Situationen und finden zu deren Bewältigung Lösungsstrategien. Dieser Prozess erfordert Ressourcen (Fitness, soziale Unterstützung, Fähigkeiten & Fertigkeiten, etc.) und wir erleben positive Gefühle bei der Bewältigung des Erlebten.

Der Tod stellt hierbei die Resignation vor der Problembewältigung dar.

Menschen, denen viele Ressourcen auf einmal entzogen werden sehen deshalb unter Umständen den Tod als eine Art Lösung an.

Diese Lösung ist leider kurzsichtig und unwiderruflich. 

Effektiver ist es, deine Ressourcen zu aktivieren (unter Unständen auch mit professioneller Hilfe) und positive Erfahrungen im Umgang mit neuen Situation zu erlangen.



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Ja wenn es eine Möglichkeit gäbe dieser kranken Gesellschaft zu entfliehen.

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@Roemer82

Die Bezeichnung "Krank" bedeutet soviel, wie "Abweichung von der Norm".

Eine kranke Gesellschaft wäre demnach eine Gesellschaft, in der viele Menschen voneinander abweichen.

Jeder lebt in seiner eigenen Blase auf der Welt, mit individueller Wahrnehmung der Umwelt. Die Kommunikation zwischen jedem Individum ist etwas, dass wir zum einen genetisch vererbt bekommen haben (zB. Emotionen) und zum anderen erlernen (Sprache, Gesten, etc.).

Die Fähigkeit der Kommunikation ist essentielle zum Aufbau eines sozialen Netzwerkers und stellt eine gute Ressource dar. 

Du nutzt sie recht gut über dieses Forum im Moment. Ich bin mir sicher, dass du sie auch außerhalb des Internets gut für dich nutzten kannst, um Lösungsstrategien für dich persönlich zu finden.

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@Huskita

Wie kann ich dieser Gesellschaft entfliehen?

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9
@Roemer82

Das brauchst du garnicht, dafür gehen viel zu viele Ressourcen als Reslutat dann verloren. 

Wenn du ein Spiel spielst, was ist deine Intention? 

Möchtest du an das Ziel kommen oder mitten im Spiel aufhören & nicht erleben, wie du durch das Ziel läufst. Im Spiel halten wir Anstrengung aus, durchqueren viele Levels, egal wie langweilig oder schwierig sie sind und freuen uns wie Schneekönige über jeden noch so kleinen Etappen-Sieg.                                           Im Spiel stellen wir uns mit Mut und Kreativität den gegebenen Situationen.

Dasselbe schaffst du im Umgang mit deinen Mitmenschen :).

Sehe es wie ein Level an und deine Aufgabe ist es, das nächste Level zu erreichen.   


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2
@Huskita

Du verstehst es einfach nicht oder? Schon bald wird es zu einem Finanzkollaps kommen.

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@Roemer82

Verstehe ich es richtig, dass die finanzielle Absicherung dein Problem darstellt?

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@Huskita

Nein das Geld wird dann wertlos sein. Es geht mir um den bevorstehenden Bürgerkrieg und die Etablierung einer neuen Weltordnung aus dem Chaos.

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Hallo "Roemer82",

... den Tod als eine Befreiung sehen?

Eine Befreiung wovon, wofür, für wen?

Sicher eine ernst zu nehmende und berechtigte Frage!

Eine allgemeingültige Antwort darauf ist schwierig, da von der Sache und ihrer Tragweite sehr komplex!

Aus diesem Grund mache ich mir bei dieser Frage einen schlanken Fuß und flüchte in einen Gedanken meiner Großmutter:

"Genieße das Leben beständig, denn du bist länger Tod als lebendig!" 

Glück auf!

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