Ist es korrekt den Namen Gottes aus der Bibel zu entfernen?

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10 Antworten

Hallo walter2233,

nein, es ist nicht korrekt, den Namen Gottes aus der Bibel zu entfernen! Einige Übersetzer der Bibel sind in gewisser Weise leider der jüdischen Tradition, der Name Gottes sei zu heilig, um ausgesprochen zu werden, gefolgt und haben daher den Namen Gottes in ihrer Übersetzung durch Titel wie "Herr" oder "Gott" ersetzt. Das ist wohl die größte und nachhaltigste Veränderung, die man bedauerlicherweise an der Bibel vorgenommen hat! Gott wird es wohl kaum gutheißen, dass man ihn zu einem namenlosen Gott erklärt hat, wenn er doch die Schreiber der Bibel dazu inspiriert hat, seinen Namen so oft in der Heiligen Schrift zu gebrauchen.

Dass Gott sich selbst mit Namen bezeichnet hat, geht sehr deutlich u.a. aus folgendem Bibeltext hervor: " Damit man erkenne, daß du, dessen Name Jehova ist, Du allein, der Höchste bist über die ganze Erde". (Psalm 83:18). Auch Jesus Christus fand es richtig, den Namen Gottes zu gebrauchen. Das zeigt z. B. die erste Bitte des sogenannten "Vaterunsers", die lautet: "Dein Name werde geheiligt". ( Matthäus 6:9) Wenn Jesus diese Bitte an die erste Stelle setzte, dann maß er damit dem Gebrauch des Namens Gottes eine große Bedeutung bei. Wie aber sollte der Gläubige Gottes Namen heiligen, wenn er ihn gar nicht kennt? Das Gesagte zeigt also, dass Gott sehr wohl einen Namen hat und dieser richtigerweise auch in der Bibel erscheinen sollte.

Es gibt noch einen Grund, warum es Sinn macht, den göttlichen Namen in Bibelübersetzungen wiederzugeben. Es gibt historische Beweise dafür, dass die ersten Christen die Septuaginta (eine Übersetzung der Hebräischen Schriften oder des AT ins Griechische) gebrauchten und auch daraus zitierten. Da die Septuaginta den Namen Gottes in den vier hebräischen Konsonanten JHWH enthielt, stießen sie unweigerlich auf den göttlichen Namen. Und wenn sie daraus zitierten, verwendeten sie auch den darin enthaltenen Namen Gottes. Der Apostel Paulus bildetet da keine Ausnahme. Allein im Brief an die Römer verwendete er Gottes Namen 21 mal.

Dass die Schreiber des NT den Namen Gottes auch tatsächlich benutzten, ist geschichtlich mehrfach belegt. So schrieb George Howard von der Universität von Georgia (USA) im Journal of Biblical Literature : "Neuere Entdeckungen in Ägypten und in der Wüste Juda gewähren uns aus erster Hand einen Einblick in den Gebrauch des Namens Gottes in vorchristlichen Zeiten. Diese Entdeckungen sind für Studien des N[euen] T[estaments] bedeutsam, denn sie stellen eine literarische Analogie zu den frühesten christlichen Dokumenten dar und erklären so vielleicht, wie die NT-Autoren den göttlichen Namen verwendet haben. Auf den folgenden Seiten werden wir eine Theorie unterbreiten, daß nämlich der göttliche Name יהוה (und mögliche Abkürzungen desselben) ursprünglich in NT-Zitaten aus dem A[lten] T[estament] und in Hinweisen auf das AT geschrieben stand und dann im Laufe der Zeit hauptsächlich durch das Surrogat κς [Abkürzung von Kýrios, „Herr“] ersetzt worden ist. Die Entfernung des Tetragramms führte unserer Ansicht nach zu einer Verwirrung im Verständnis der frühen Heidenchristen über das Verhältnis zwischen ‚Gott, dem Herrn‘, und ‚Christus, dem Herrn‘, wie sich dies in der Hss.-Tradition des NT-Textes widerspiegelt" (Band  96, 1977, S.  63).

Wie Du also siehst, gibt es berechtigte Gründe, warum es richtig ist, den Namen Gottes in den Übersetzungen der Heiligen Schrift zu verwenden.

LG Philipp

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Kommentar von helmutwk
15.10.2016, 21:27

Es gibt historische Beweise dafür, dass die ersten Christen die Septuaginta (eine Übersetzung der Hebräischen Schriften oder des AT ins Griechische) gebrauchten und auch daraus zitierten. Da die Septuaginta den Namen Gottes in den vier hebräischen Konsonanten JHWH enthielt, stießen sie unweigerlich auf den göttlichen Namen.

Nun, wenn ein griechisch sprechender im griechischen Text dien Hebräischen Buchstaben JHWH (jod-he-waw-he) sieht, dann gibt es zwei Möglichkeiten:

  • Er hat keine Ahnung, was das soll. Einige haben versucht, die Buchstaben als Griechisch zu deuten und dann "pipi" gelesen ;)
  • Er weiß, was das soll: der Name Gottes, der hier steht, darf nicht ausgesprochen werden, sondern stattdessen muss "Herr" gesagt werden.

Die ersten Christen wussten natürlich, was das sollte, und haben demnach den Namen JHWH nie ausgesprochen sondern stets "Herr" gesagt.

Der Apostel Paulus bildetet da keine Ausnahme. Allein im Brief an die Römer verwendete er Gottes Namen 21 mal.

Da bist du falsch informiert. Im ganzen NT kommt der Name JHWH kein einziges Mal vor, es gibt nur Übersetzungen, die Heerr durch "JHWH" ersetzen, wie z.B. die New heart Bibel:

Ph 2:11 and that every tongue should confess that Jesus Christ is Jehovah * , to the glory of God the Father.

Es gibt natürlich auch Übersetzungen, die in dem Punkt völlig willkürlich vorgehen, also im oben zitierten Vers (wo der Bezug zu Jes 45,23 sowie die indirekte Erwähnung des Namens JHWH in Vers 9 zeigen, dass JHWH gemeint ist) das Wort "Herr" stehen lassen und nur da JHWH einsetzen, wo es ihnen in den Kram passt.

Aber Übersetzungen, die nichts ändern (wie z.B. die Elberfelder Bibel) zeigen, dass JHWH niemals im NT vorkommt, eben weil sich die Christen an das Gebot hielten, den Namen  zu vermeiden. Und laut NT hat das auch Jesus getan, wenn er aus dem AT zitierte (z.B. Mk 12,29).

So schrieb George Howard von der Universität von Georgia

Erstens ist das nur eine Meinung, alle Fachkollegen haben Howard widersprochen. Und zweitens hat sich Howard von deiner Deutung, wie sie deine Zitierweise suggeriert, abgegrenzt:

1) the N.T. writers might have used the Tetragrammaton in their Old Testament quotations, and 2) it is possible (though less likely) that the Tetragrammaton was used in a few stereotype phrases such as "the angel of the Lord." Otherwise it probably was not used at all. I disagree with the Jehovah Witness translation that uses Jehovah many times. This goes beyond the evidence.

Quelle: http://forananswer.org/Top_JW/Scholars and NWT.htm#Howard

Aber irreführende Zitate sind ja bei ZJs Routine ...

Wie du siehst, gibt es berechtigt6e Gründe gegen deine Darstellung. Die Privatmeinung eines Ami-Professors, der meinte, dass vielleicht im NT das Tetragrammaton mit hebräischen Buchstaben geschrieben wurde (was beweisen würde, dass sämtliche Schreiber des NTs ihre Schrift schon selber als göttlich inspiriert wie das AT erkannten, was z.B. für die Apg ausgeschlossen sein dürfte), also diese Privatmeinung ist viel zu wenig, um deine Thesen zu stützen. Einige Gegenargumente der Experten auf diesem Gebiet habe ich ja genannt.

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Lieber walter2233,

im Judentum bzw. allgemein im orientalischen Denken besitzt der individuelle Name einen überragenden Stellenwert. Nicht umsonst wird die Verbindung der ersten Menschen als "sich erkennen" beschrieben. Den Namen des Gegenübers zu kennen verleiht in gewisser Weise Macht, ihm einen neuen Namen zu geben umso mehr. Der Mensch ist auch und gerade deshalb Krone und Hüter der Schöpfung, weil er jedem Tier seinen Namen gibt und sie ihm so mit Gottes Segen untertan werden.

Viele der Erzväter und -mütter erhalten von Gott einen neuen Namen. Aus Abram wird Abraham, aus seiner frau Sarai Sarah, aus Jakob Israel. So macht Gott sich die Menschen zu eigen, schließt mit ihnen einen Bund, der sie ewig bindet und verpflichtet, quasi wie eine magische Formel.

Gerade aus diesem Grund ist es im Alten Testament verboten, den Namen Gottes auszusprechen oder auszuschreiben. Gott offenbart sich dem Menschen niemals unter einem Namen, sondern immer unter besonderen Titeln. Einzig die Formel "Ich bin, der ich bin" (je nachdem, wie man das Tetragramm übersetzt) kann in gewisser Weise als Eigenname Gottes verstanden werden, da dieser die einzige Qualität benennt, die Gott von allen anderen Bezugsgrößen unterscheidet, seine Unerschaffenheit, sein bedingungsloses Sein.

Um den Namen Gottes nicht ausschreiben zu müssen, wurde das Tetragramm JHWH in der ersten griechischen Bibelübersetzung, der Septuaginta, durch den Titel Kyrios (Herr) ersetzt, der ja auch heute noch gebräuchlich ist. Im hebräischen Text steht das Tetragramm unvollständig, ein Buchstabe, das Waw (W), fehlt immer. Im Gottesdienst wird das Tetragramm als "Adonai" (Herr) gelesen, um den Namen nicht aussprechen zu müssen.

All dies wird aus Ehrfurcht vor Gott getan, um "seinen Namen nicht unnützlich zu führen", wie eines der zehn Gebote vorschreibt

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Kommentar von jeysuni
15.10.2016, 04:31

Interessant. Kannst du vielleicht mit Bibeltexten zeigen, dass es verboten war, Jehova auszusprechen?

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Man hätte also in Gen. 1 "Jahwe" schreiben sollen und in Gen. 2 "Elohim"?
Das wäre natürlich gegangen, und wäre korrekt gewesen.

 

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Ist der Schöpfergott auch der Gott der Bibel und des Alten- und Neuen Testamentes ????

Als die Menschen sesshaft wurden, da hat sich der Bibelgottim AT  heftig eingemischt und den wenigenMenschen in der Frühzeit gelehrt und belehrt Sodom u. Gomorrah vernichtet, denTurmbau zu Babel durch Sprachverwirrung beendet,  die sieben ägypt. Plagen, das rote Meergeteilt, die Sintflut sogar Einzelne wurden für Kleinigkeiten bestraft und viele Wundergeschaffen.

Die ungebildeten Nomaden mussten Pyramiden, riesige Tempel,hohe Stelen und tiefe Tunnel für die Königsgräber bauen  und das alles per Handarbeit.

Auf einmal war Schluss, nichts mehr, das Geschaffene verfiel.

Seit etwa 4.000 Jahren kümmert sich der Bibel Gott des AltenTestamentes, ebenso sein Sohn Jesus  NT nicht mehr um die Menschen. Bei derheutigen Kommunikation könnte sich Gott mit einem Wunder beweisen, aber nichtsgeschieht, Gott sieht zu, wie Despoten u.a. Alexander der Große, Stalin, Hitlerund Mao, IS Millionen Menschen morden, Kriege ohne Ende, Versklavungen,Vergewaltigungen, Rauschgift ohne Einhalt zu gebieten, ohne  einzugreifen. Da stellt sich die Frage, woist Gott 

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Kommentar von helmutwk
15.10.2016, 20:50

Auf einmal war Schluss, nichts mehr, das Geschaffene verfiel.

Also das von dir genannte "Geschaffene" (Pyramiden etc.) hat laut Bibel nichts mit Gott zu tun.

Und es stimmt so nicht, dass dann nichts mehr war. in der ganzen Bibel findest du Beispiele von dem, was Gott tut, bis ca. 50 n.Chr.

Und auch aus der zeit danach passierte immer wieder was, das als Eingreifen Gottes gesehen werden kann. Bis heute. Beispielsweise hat sich im 20.Jh. die Prophezeiung erfüllt, dass das Volk Israel zum zweiten Mal, und diesmal von allen "Enden der Erde", in sein Land zurückkehrt.

Eher private Beispiele von Gottes Wirken findest du in jeder Sammlung von Bekehrungsgeschichten ;)

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Fällt es leichter gegen das Gebot, den Namen Gottes zu missbrauchen, zu verstoßen, wenn der Name Gottes wer weiß wie oft in der Bibel auftaucht, oder wenn er allenfalls ein paar Mal auftaucht, wo man dann also nach dem Namen schon suchen muss, sofern man die einzelnen Textstellen nicht kennt? 

Von daher halte ich es durchaus für sinnvoll, dass der Name Gottes nur selten in der Bibel erwähnt wird, damit er eben nicht leicht missbraucht werden kann, denn beispielsweise Gott oder Herr, wird bereits oft genug missbraucht. Das muss nicht auch noch mit dem Namen Gottes geschehen.

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Korrekterweise sollte man sich als Übersetzer bemühen, so genau wie möglich wiederzugeben. Das bedeutet, nichts entfernen und nichts hinzufügen.

Deshalb ist es wichtig, im AT den Gottesnamen ebenfalls zu übersetzen. Welche Version der Übersetzer benutzt, bleibt ihm überlassen.

Das bedeutet aber noch lange nicht, das ein Übersetzer das Recht hat, den Gottesnamen im NT nach eigenem Gusto dort einzusetzen, wo er in den uns überlieferten Handschriften (und das sind weit über 5000) nicht aufscheint.

Das wäre eine gravierende Verfälschung des uns überlieferten Textes. Einer der das tut, kann nicht mit dem selben Argument jemanden anklagen, der durch das bewusste Weglassen des Gottesnamens im AT den selben Fehler begeht.

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Kommentar von helmutwk
15.10.2016, 20:43

Deshalb ist es wichtig, im AT den Gottesnamen ebenfalls zu übersetzen.

Namen werden in der Regel nicht übersetzt. Niemand übersetzt "David" mit "Anführer".

Was du meinst ist: den Namen beizubehalten statt ihn mit Herr zu übersetzen. ;)

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Eigentlich kann ich dir leider keine antwort auf deine frage liefern.... Es ist ja vieles um das thema biebel einfach sehr ungewiss,da diese ja schon so alt ist. Statdessen habe ich eine Gegenfrage an dich woher kennt man den eigentlich den Namen der aus der biebel gestrichen worde ? Also diese frage ist ernst gemient und soll jetzt keinesfalls falsch vrstanden werden aber das hab ich mich eigentlich schon öfter gefragt

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Kommentar von SoerenRB
14.10.2016, 23:22

Im hebräischen Text ist der Gottesname durchaus vorhanden, er wird nur gebrochen geschrieben. Die Ausprache allerdings ist unklar, da man natürlich keinen der Gefolgsleute Mose mehr fragen kann. Erst in der griechischen Übersetzung des Alten Testaments, die dann auch die Grundlage für die lateinische Bibel der Kirche bildete, wurde das Tetragramm konsequent durch den Titel "Kyrios" (Herr) ersetzt.

Im Mittelalter hat man versucht, die Vokale von Adonai in das nur aus konsonanten bestehende Tetragramm JHWH einzusetzen und bekam dabei "Jehova" heraus. Daraus entstand das bis weit in das 20. Jahrhundert hinein verbreitete Missverständnis, der Name Gottes laute Jehova. Heute gehen die meisten Forscher davon aus, dass er eher als "Jachwe" gesprochen worden sein dürfte.

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die glauben eben an ihren "privatgott"

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Weil , falls du den richtigen Namen Gottes rückwärts aussprichst , sich die Welt , das Weltall und alles , was wir kennen vollständig auflöst .

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Also in meiner seht Jahwe drinnen. Welche Übersetzung meinst du denn?

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Kommentar von walter2233
16.10.2016, 18:35

josef050153

Jahwe ist genau so richtig wie Jehova. 

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