Ist es kindisch und unreif, die Welt verändern und die Menschheit vorantreiben zu wollen, und große Visionen zu haben?

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8 Antworten

Wir Menschen sind geblieben, wie wir seit Millionen von Jahren waren - im höchsten Maße gierig, neidisch, aggressiv, eifersüchtig, ängstlich und verzweifelt, mit gelegentlichen Ausbrüchen der Freude und der Zuneigung. 

Wir sind eine seltsame Mischung von Haß, Furcht und Freundlichkeit. Wir sind gewalttätig und auch friedfertig. 

Der äußere Fortschritt hat uns vom Ochsenkarren bis zum Düsenflugzeug geführt; aber innerlich hat sich das Individuum überhaupt nicht geändert, und dieses Individuum hat die Struktur der Gesellschaft in der ganzen Welt geschaffen. 

Das äußere soziale Gefüge ist das Ergebnis der inneren psychologischen Struktur unserer menschlichen Beziehungen, denn das Individuum ist das Resultat der gesamten Erfahrungen, des gesamten Wissens und Verhaltens des Menschen. 

Jeder von uns ist das Lagerhaus der ganzen Vergangenheit. Das Individuum ist das Wesen, das die ganze Menschheit in sich trägt. Die gesamte Geschichte des Menschen ist in uns niedergeschrieben. 

Beobachten Sie, was sich wirklich in Ihnen und in der Außenwelt abspielt - in dieser Wettbewerbskultur, in der Sie leben, mit ihrem Verlangen nach Macht, Position, Einfluß, Namen, Erfolg und allem Drum und Dran. 

Betrachten Sie die Leistungen, auf die Sie so stolz sind, den ganzen Bereich, den Sie Leben nennen, in dem alle Beziehungen voller Konflikte sind, die Haß, Widerstreit, Brutalität und endlose Kriege erzeugen. 

Dieser Bereich, dieses Leben ist alles, was wir kennen, und da wir unfähig sind, den gewaltigen Daseinskampf zu begreifen, fürchten wir uns natürlich davor und spüren die verborgensten Möglichkeiten auf, um zu entrinnen. 

Wir fürchten uns auch vor dem Unbekannten, fürchten uns vor dem Tode, fürchten uns vor dem, was hinter dem Morgen liegt. 

Wir fürchten uns vor dem Bekannten und fürchten uns vor dem Unbekannten. Das ist unser tägliches Leben, in dem es keine Hoffnung gibt. Darum ist jede Philosophie, sind theologische Begriffe jeder Art nur eine Flucht vor der eigentlichen Wirklichkeit, vor dem, was ist.

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Kommentar von Nicodemus0815
01.09.2016, 09:39

Ich denke, daß ich verstehe, was du schreibst und ich stimme damit weitgehend überein. Hoffnung gibt es jedoch nur dann nicht, wenn man vorraussetzt, daß die Anderen diese Welt besser machen sollen. Ich selbst kann die Welt, die ich hier und jetzt erlebe besser machen, z.B. durch Freundlichkeit, Zugewandheit und Hilfsbereitschaft.

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Kommentar von Barney123
01.09.2016, 12:56

Hallo Mann ohne Namen,

Dasist wohl Deine subjektive Sichtweise. Aber da wage ich doch ein paar Fragezeichen zu machen: Es gab durchaus friedliche Zeiten in der Menschheitsgeschichte. Sie ist nicht immer durch Gewalt und Kriege geprägt gewesen. Diese Annahme ist schlichtweg falsch!

Neuere Untersuchungen, und die betreffen durchaus auch die Evolutionstheorie, legen nahe, dass das Sozialverhalten die Menschen stark gemacht haben und das Überleben ermöglicht haben. Es ist auch offensichtlich, dass Heute, zu einer Zeit, da die Bevölkerung explosionsartig steigt, eine Zeit des Egoismus ist, wo sich alle nach den Rücksichtslosen richten. Es ist abzusehen, dass genau dieses Verhalten, wenn es sich nicht ändert, dfas Ende der Menschheit bedeuten wird.

Auf der anderen Seite ist unbestritten, dass die Menschen durchaus auch zu Solidarität und gegenseitiger Hilfe fähig sind. Es ist die Frage, ob die Menschheit die Kurve kriegt.

LG

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Kommentar von Einstein2016
01.09.2016, 21:57

Dann sollten wir mal aufhören zu flüchten, indem wir uns von unserem ganzen egoistischen und medial künstlich erzeugtem Gedankengut lösen und uns wieder mehr dem hintergründigen Bewusstsein und dessen wahren Bedürfnissen zuwenden wie Liebe, Toleranz, Zusammenhalt, Natur, Weisheit, Freiheit, etc....  

Leider liegen die Chancen hierfür (fast) bei Null !                       

Diese Welt - so wir sie kennen - wird leider beherrscht vom           Ego, Macht, Geld, Medien, Hass, Krieg, Angst, Schmerz, etc...

Lässt uns dieses erwähnte  "(FAST)"  doch noch hoffen ??

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Auf keinen Fall!

Mir hat man immer gesagt, ich könnte die Welt nicht alleine ändern. Ich finde, das stimmt nicht. Ich achte z.B. auf Umwelt und Tiere und bin seit 23 Jahren Vegetarierin. In dieser Zeit habe ich unzählige Tiere NICHT gegessen, also habe ich die Welt geändert.

Und wenn ich mit meinem Verhalten nur ab und zu ein paar Menschen auch nur ein bisschen anspornen kann, dann habe ich ebenfalls etwas dafür unternommen, dass die Welt besser wird.

Davon bringt mich keiner ab und ich fahre weiterhin Fahrrad, kaufe mit Stoffbeuteln ein und esse keine Tiere. Ohne andere belehren zu wollen, denn ich mache es gerne und es macht mich glücklich.

;-)

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Nein, aber man sollte das bei sich selbst beginnen, sprich nicht andere bzw. die Welt ändern wollen, sondern sich selbst,
damit ändert man auch die Welt und die Menschheit, mehr, als man zu glauben wagt, - oder willst du bei dir selbst gar nicht schauen, um zu sehen? -
und vor allem den Platz, den man gerade (realistisch betrachtet) einnimmt, zuerst mal für kurze Zeit voll akzeptieren.

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Ich denke, daß es in der Tat unreif ist, die Welt verändern und die Menschheit vorantreiben zu wollen. Mit dem Erwachsenwerden treffen viele Jugendlichen erstmals bewußt auf Widersprüche in der Erwachsenenwelt. Die kindliche Reaktion ist erst einmal, diese Widersprüche auflösen zu wollen. So lesen sie dann Supermann und all die Heldengeschichten, in denen dann jemand diese Widersprüchlichkeit beseitigen.

Unreif ist es vor allem dadurch, daß ein Einzelner nicht einmal wissen kann, was für andere in der Nachbargemeinde gut ist und schon gar nicht für alle Menschen.

Man muß mit dem Erwachsenwerden lernen, daß jemand, der denkt er wisse, was für andere Menschen gut ist, ohne diese gefragt zu haben, deren Würde verletzt, da er sich über diese Menschen stellt.

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Kommentar von Barney123
01.09.2016, 13:07

Hallo Nicodermus,

Deinen letzten Absatz kann ich voll und ganz unterschreiben. Das sehe ich absolut genauso! Aber ich denke, darum geht es bei der Fragestellung nicht.

Es gibt halt Dinge, die, wenn sie sich nicht ändern unweigerlich zu einem Ende der menschlichen Existenz führen werden. Und immer darauf warten, dass die Anderen anfangen etwas zu ändern, ist doch das Problem! Sicher ist der Beitrag eines Einzelnen sehr klein! Aber viele Regentropfen füllen den Ozean!

Die Kunst besteht also darin, den eigenen Wert nicht zu überschätzen, aber auch darin, ihn nicht zu unterschätzen!

LG

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Die Menschen sind im Grunde eine große Herde. Einer alleine kann nicht mehr viel ausrichten. Die Menschheit wird sich nur entwickeln, wenn sie vor dem Abgrund steht.

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Kommentar von Barney123
01.09.2016, 13:23

Hallo Trashtom,

Dein Vorschlag, zu warten, bis der Druck so groß wird, ist eigentlich nur eine Ausrede, selbst tatenlos zuschauen zu dürfen, wie alles den Bach runtergeht.

LG

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Kommentar von Sandroo70
01.09.2016, 21:30

Wenn überhaupt

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Wer keinen Mut zum Träumen hat, hat keine Kraft zum Kämpfen.

© Paul M. Zulehner

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Ja ist es. Darum ist es so großartig.

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Wenn du dazu in der Lage bist nein, aber ansonsten ist es Größenwahn zu denken, du alleine könntest etwas Weltbewegendes in Gang setzen.

Natürlich sollte man auch daran denken, das alle kleinen Menschen zusammen etwas großes bewirken können, wenn sich alle daran halten.

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Kommentar von Carrier
01.09.2016, 09:17

Irgendjemand muss ja der Katalysator sein, derjenige, der die große Veränderung ins rollen bringt. Theoretisch gesehen kann das ja jeder sein

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Kommentar von Barney123
01.09.2016, 13:15

Hallo friendfeeler,

Das ist das Problem! Viele Menschen unternehmen gar nichts, weil sie mit dem Kleinen und Wenigen, wa sie tun können nicht zufrieden sind. Und große Taten bleiben nun einmal nur wenigen besonders Großen vorbehalten. Aber es gibt sie, diese Großen Menschen!

Und vieles scheitert Heute nicht daran, dass wir zu wenige Große Menschen haben, sondern daran, dass die Meisten das Wenige, das sie zu einer verbesserung der Welt beitragen können nicht wertschätzen und deshalb aus Bequemlichkeit ihre Ideale verraten. Das ist das Problem!

Und nein, es ist völlig unvorstellbar, dass bei auch nur einem einzigen Punkt alle Menschen an einem Strang ziehen werden. Diese Erwartung ist eine billige Ausrede, mehr nicht!

LG

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