Ist es in Ordnung wenn historische Romane nicht ganz historisch korrekt sind?

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7 Antworten

nun, kommt drauf an - mal angenommen, du beschreibst eine Person, die in der Realität mit z.B. 35 Jahren an den Folgen eines Unfalls verstorben ist, im Roman aber wesentlich älter wird, Kinder bekommt usw.: das würde mich nicht stören, wenn diese Person eher unbekannt ist, aber es käme wohl recht unpassend, wenn diese prominenter wäre und jeder sofort wüsste oder recherchieren könnte, dass das nicht stimmt.

Wenn dort Gerätschaften usw. auftauchen, die erst viele Jahre später erfunden wurden, irritiert das ebenfalls - um ein paar Monate schert sich wohl niemand. Bei Orten/Gegenden sollte man auch nicht zu sehr schummeln - "Alpen" sind Gebirge, die zum Flachland umdichten macht den Roman unglaubwürdig. Aber ob ein Lawinenabgang dort nun ein paar Jahre früher oder später passiert ist (oder im Nachbarort) ist auch wieder egal.

Es hängt also vom Kontext ab und auch vom Roman selber. Ich kenne diverse "historische" Romane, die als "Roman" die damalige Zeit usw. sehr gut vermitteln, obwohl deren Personen und Schicksale rein fiktiv sind: es gab diese konkreten Personen nie, aber es ist sehr wohl denkbar, dass es damals sehr ähnliche gegeben hat, mit ähnlichen Handlungsweisen, und mit vergleichbaren Problemen beschäftigt. 

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Kommentar von Rocker73
27.02.2016, 21:45

Danke!

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Kommt darauf an. Wenn es unbedeutende Unterschiede sind- okay, das stört mich nicht. Aber anders ist es, wenn es bedeutende Unterschiede sind, vor allem viele Unterschiede.

Das war z.B. so bei "Kinder der Freiheit" von Ken Follett: Schon im Vorgängerroman "Winter der Welt" gab es eine Figur, die Abgeordnete des britischen Unterhauses wurde. Das hat mich nicht gestört, weil eine einzelne Abgeordnete ja nicht so bedeutend ist.

In "Kinder der Freiheit" wurde dann dagegen eine Figur britischer Außenminister, eine andere ein berühmter Rockstar. Und das ist für mich dann einfach zu viel; das sind bedeutendere Unterschiede zwischen der historischen Realität und dem Roman. Sowas mag ich nicht.

Also, von meiner Seite her: Kleine Unterschiede sind okay, aber zu große stören mich. 

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Kommentar von Rocker73
27.02.2016, 21:46

Dankeschön, interessant, von diesen Romanen hatte ich noch nicht gehört, vielleicht schau ich sie mir mal an! :)

LG

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Die historischen Fakten müssen stimmen (Daten, historische Persönlichkeiten, Orte). Die Personen der Handlung und ihre Taten können frei erfunden werden, aber immer so, dass es hätte sein können.

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Das ist absolut in Ordnung. ein Roman ist eine fiktive Geschichte und wird mehr oder weniger historisch angesiedelt. Ich wünsche dir viel Erfolg. LG 

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Kommentar von Rocker73
27.02.2016, 21:26

Vielen Dank!

LG

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Was du auf jeden Fall beachten solltest, ist der technische Entwicklungsstand dieser Zeit.
Also wenn z.B. die Soldaten im Schützengraben mit dem Handy telefonieren, dann wird's lächerlich ;-)

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Kommentar von Rocker73
28.02.2016, 12:54

Danke, du hast Recht! ;)

Ich glaube auch kaum das die Soldaten zum Fronturlaub nach Malle gehen, oder? ;)

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Das fällt doch unter "künstlerische Freiheit"!

Einige Sachen sind vielleicht auch nicht recherchierbar, da musst du ohnehin deinen Faden weiterspinnen: es sollte nur insgesamt logisch und ohne offensichtliche Brüche sein!

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Kommentar von Rocker73
27.02.2016, 21:27

Danke, so hab ich´s noch garnicht betrachtet! :)

LG

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Ich mag historische Romane am liebsten, wenn sie tatsächlich so passiert sein könnten, also wenn die geschichtlichen Ereignisse korrekt hineingearbeitet sind. Das ist aber nur meine persönliche Empfindung. Wenn du selbst eine Geschichte schreibst, ist es dein gutes Recht, deine Grenzen und Rahmenbedingungen selbst zu definieren. "Historischer Roman" ist kein geschützter Begriff.

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Kommentar von Rocker73
27.02.2016, 21:32

Danke, ja, solche Bücher mag ich eigentlich auch, aber solche Bücher zu schreiben ist natürlich etwas anderes ;)

LG

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