Ist es in den Vorlesungen an der Uni wirklich so entspannt, dass sich die Studenten anderweitig beschäftigen?

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11 Antworten

Es ist leider immer mehr so, dass viele Studenten neben der Vorlesung an ihren Rechnern oder Handys daddeln, statt zuzuhören.

Warum das so ist, kann ich auch schwer sagen, da es für Vorlesungen praktisch keine Anwesenheitspflicht mehr gibt und man den Vorlesungsstoff auch zu Hause nacharbeiten kann.

Die Vorlesung soll einem dabei helfen, die Grundzüge der Thematik zu verstehen, das Wichtige vom Unwichtigen zu trennen und damitdie Einordnung des Stoffes, den man sowieso noch nacharbeiten muss, zu erleichtern. Da die Studenten, aber in der Zeit, in der sie sich in der Vorlesung anderweitig beschäftigen, weder dem Stoff folgen, noch ihn zu Hause für sich selbst erschließen, beruhigen die höchstens ihr schlechtes Gewissen, wenn sie da sind, und haben nachher dafür mehr Stress.

Ich lehne mich mal aus dem Fenster und sage: Die, die in der Vorlesung die meiste Zeit etwas anderes machen, als dem Stoff zu folgen, sind die, die nachher auch das Studium eher mittelmäßig abschließen oder vielleicht sogar ganz abbrechen.

Aber das ist jedem selbst überlassen, du solltest dir das nur nicht zum Vorbild nehmen.

Beste Grüße!

Ich lehne mich mal aus dem Fenster und sage: Die, die in der Vorlesung die meiste Zeit etwas anderes machen, als dem Stoff zu folgen, sind die, die nachher auch das Studium eher mittelmäßig abschließen oder vielleicht sogar ganz abbrechen.

 

Das sehe ich anders: Das dürften eher die Ausnahmen sein.

Teilweise ist es oft so, dass der Stoff total langweilig rübergebracht wird, bzw. 1:1 aus einem vorhandenen Skript abgelesen wird.

Ich gebe zu, dass ich in den Vorlesungen auch mal etwas anderes gemacht habe. Ich habe vielleicht 50% der Zeit zugehört und mich dann anderen Dingen zugewandt.

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@ChristianLE

Dann haben wir unterschiedliche Erfahrungen gemacht. Ich würde aus meiner Perspektive von beiden Seiten des Pultes heraus sagen, dass die aufmerksamen Studenten in der Regel auch die leistungsstärkeren sind. Das schließt natürlich Ausnahmen nicht aus, aber wer auch eine mal langweilige Vorlesung halbwegs durchsteht, ist wahrscheinlich allgemein leistungsbereiter. Aber wie gesagt, das sind nur meine subjektiven Erfahrungen.

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Maschinenbau an der TU Dresden ist kein leichtes Studium. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Studenten da in der Vorlesung nicht aufpassen.

Wenn allerdings angekündigt wird: es ist Tag der Offenen Tür und es kommen xy viel Besucher, da wird der Dozent nichts Wesentliches berichten, weil er mit Störungen/Ablenkungen rechnet. Und die Studenten wissen das auch.

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Es kommt hier in erster Linie auf den Dozenten an. Es gibt hier Kandidaten die stur irgendein Skript ablesen.

Wenn ich an meine Studienzeit zurückdenke, waren die Vorlesungen für mich eher sinnfrei, bzw. eine Möglichkeit, nach den eher anstrengenden Seminaren etwas auszuspannen.

Das galt insbesondere dann, wenn der Dozent die Unterlagen Online zur Verfügung gestellt hat.

Ich war aber auch nicht der Lerntyp, der alles mitschreibt und sich das so einprägt.

Selbst wenn ich mitgeschrieben habe, habe ich mich hinterher hingesetzt und das für mich nochmal ausgearbeitet.

Hi, mein Mann ist Professor für Elektrotechnik. Er hat sich (zum Glück!)  noch nicht beschwert, dass ihm keiner zuhört!

Weißt du, es macht nicht so viel Sinn, in der Vorlesung seine Zeit "abzusitzen" und eigentlich etwas anderes zu tun. So leicht ist der Stoff bei "Messtechnik" oder "Bauelemente" dann auch wieder nicht! ;)

Kurz vor den Prüfungen erhoffen sich dann auch alle Tipps.

Hallo zuckerkranker,

es gibt Vorlesungen, bei denen tatsächlich nur aus dem Buch, das der Professor geschrieben hat, vorgelesen wird. Wenn dann gleichzeitig die Teilnahme kontrolliert und bescheinigt wird, ist das verständlich, dass man nur hingeht und dann später zu Hause alles nachliest.

Aber unendlich wichtig können dann zwischendurch Bemerkungen sein wie: "Das müssen Sie sich merken....das brauchen Sie für die Prüfung...."

Das sind dann die eigentlich wichtigen Momente.

Ja, das könnte sein, lieber Zuckerkranker,

ist aber selten dämlich, denn so berauben sich die Studis einer wichtigen Lernchance.

Ich merke das in meinen Vorlesungen auch: In den Examen werden halt hinterher die ERgebnisse immer schlechter.

Doch ist das offensichtlich den Studis egal, da sie wissen, dass sie von der Wirtschaft auch mit schlechteren Noten genommen werden, da ja Fachkräftemangel herrscht:(

Viele können besser zuhören, wenn sie sich nebenher beschäftigen. In meinem Studiengang haben viele nebenher gezeichnet, auf dem Handy gespielt und eine hat z.B. in jeder Vorlesung gestrickt. Das heißt nicht automatisch, dass man nicht zuhört, nur weil man den Prof nicht anstarrt.

Ohne Anwesenheitspflicht fährt keiner hin um dann nicht zuzuhören.


Die, die die Angebote der Fakultaet nicht vernuenftig wahrnehmen, sind am Ende die, die leiden, Kurse nicht bestehen, nicht mehr mitkommen, aufgeben. Muss halt jeder selber entscheiden, wie wichtig einem das Studium ist.

Das hängt vollkommen vom Prof ab. Die meisten Professoren sind so "entspannt", wie du das wahrgenommen hast. Allerdings gibt es auch welche (meiner Erfahrung nach hauptsächlich ältere Dozenten), die in der Vorlesung mal spontan einem Studenten sagen, dass er jetzt mal gefälligst sein Handy weglegen soll. Ich habe es auch schon erlebt, dass ein Dozent zu einer Studentin mit Laptop gesagt hat: "Entweder machen Sie was am Rechner oder Sie hören mir zu. Also Laptop weg oder raus!"

Das Wort "entspannt" habe ich mit Absicht in Anführungsstriche gesetzt. Ich verstehe, dass man als kleiner Schüler denkt: "Ha cool, muss ich nicht zuhören, kann ich was anderes machen.", aber wie du schon richtig gedacht hast, muss man dann den Stoff nacharbeiten. Oftmals ist es weniger Entspannung seitens des Profs als viel mehr eine "Scheißegal"-Haltung. Ihm ist es egal, was du tust, denn entweder lernst du den Stoff in der Vorlesung, zuhause wo auch immer oder die fliegst auf die Schnauze und fällst durch. Das ist halt typisch Studium, du bist für dich selbst verantwortlich.

Wenn du dir die Vorlesung nicht reinziehen willst, dann kannst du ja gleich zuhause bleiben. Allerdings geht das oftmals in den anspruchsvollen Studiengängen bzw. Modulen einfach nicht. In der Vorlesung kapierst du den Großteil und ohne die Erklärungen kapierst du erstmal gar nichts und musst mit Kommilitonen und Fachliteratur das Zeug nachholen. Nicht selten brauchst du dazu die doppelte, dreifache Zeit.

Kannst du handhaben, wie du willst. Aber ehe ich in der Vorlesung Clash of Clans spiele, schlafe ich lieber aus.

Oft sind die Skripte auch einfach bloß Präsentationen, damit kannst du schon lernen aber es ist tausendfach mühseliger und deutlich mehr, wenn dir die Infos aus der Lesung fehlen, die nicht im Skript stehen (alleine die Trennung von klausurrelevant zu nicht relevant)

War zumindest bei mir so. Ging in die Richtung Bauingeniuer.

In der Uni ist es im wesentlichen nicht viel anders als in der Schule auch. Es gibt Studenten, die immer mit voller Konzentration in der Vorlesung hocken, und welche die gar nicht dabei sind (wenn es keine Pflichtvorlesung ist). Entscheidend ist ja, dass man in den Prüfungen das Wissen vorweisen kann. Ob du dir das zu Hause im Bett über Onlinematerial aneignest oder in der Uni ist deine Sache. Der wesentliche Unterschied zwischen Schule und Uni ist in erster Linie mal die Selbstverantwortung!

Und vor allem, dass es die präsentierenden Leute nicht juckt, ob du mit kommst oder nicht. 

Ich könnte mich so definitiv nicht verhalten. Für mich ist es immer noch ein Mensch, der da unten etwas präsentiert und mein weiß wohl am besten, wie es sich anfühlt, wenn man sich ein Haufen arbeit macht und Leute dann dennoch am Handy sitzen. Sicher sind die Leute schon daran gewöhnt, dass der Großteil nicht zuhört.. ich finde es aber einfach respektlos.. 

Auch wenn man andere Wege hat, wie man am besten lernt, schafft man es wohl, 1 1/2 Stunden jemanden zuzuhören. 

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