Ist es in 10 Stunden zappenduster, wenn dann das Handynetz ausfällt?

7 Antworten

Redundante und ausfallsichere Infratruktur kostet Geld und das schmälert den Profit. Insofern ist es nur folgerichtig, daß es im Trend liegt robuste Infrastruktur durch günstige, profitablere und nicht ausfallsichere zu ersetzen.

Das Kernnetz ist nicht so das Problem, da gibt es die notwendigen Vorkehrungen. Aber zur Peripherie hin in der Fläche siehts schon deutlich schlechter aus.

Im Falle eines länger andauernden Blackouts hat der Zusammenbruch der Kommunikationsinfrastruktur die folgenschwersten Auswirkungen auf unseren Alltag, wie das Büro für Technikfolgenabschätzung beim Deutschen Bundestag (TAB) bereits vor 10 Jahren in seiner Studie "Was bei einem Blackout geschieht - Folgen eines langandauernden und großflächigen Stromausfalls" feststellte. Wie schlecht es um unsere Kommunikationsinfrastruktur bestellt ist geht aus diesen Zeilen hervor:

"Eine nachhaltige Absicherung der Kommunikationsnetze, die es ermöglicht, über Wochen ein umfassendes Angebot an Dienstleistungen für die Kunden stabil zu halten, dürfte zurzeit wirtschaftlich und technisch nicht zu realisieren sein. Konzepte, die im Fall eines länger andauernden Stromausfalls zumindest ein definiertes minimales Versorgungsniveau bieten, sind – soweit ersichtlich – noch nicht entwickelt."

https://www.tab-beim-bundestag.de/de/publikationen/buecher/petermann-etal-2011-141.html

Zur Kommunikation taugt das Smartphone dann also nicht mehr, hilfreich ist es aber auch offline, weshalb ein leistungsfähiges Solarpanel im Fall der Fälle stets von Nutzen ist. Damit lassen sich auch die Akkus für die CB-/UHF-/VHF- Handfunke laden, die dann die Kommunikation sicherstellen werden:

https://www.youtube.com/watch?v=0Fyj1Sn2dAY

In Katastrophenfall hast du andere Sorgen wie ein funktionierendes Handynetz. Im Falle eines Atomschlages würde auch nichts mehr funktionieren was Elektronisch ist

Wir sind für den Katastrophen Fall nicht mehr gerüstet. Bedenklich finde ich, dass man das Festnetz im Prinzip abgeschafft hat. Denn das heutige Festnetz ist davon abhängig, dass das stationäre Modem in der Wohnung Strom versorgt wird. Das war früher nicht so.
Wir hatten jetzt ja stürmische Zeiten in den letzten Wochen, bei uns ging das Mobilnetz eine Woche nicht. Spricht auch nicht gerade für das 21 Jahrhundert.

Woher ich das weiß:eigene Erfahrung

Salue

Ohne Strom keine Relaisstationen für das Handynetz. Das ist aber das kleinste Problem. Kein Wasser, keine Abwasserabführung, keine Notfalldienste, kein elektronischen Zahlungsmittel, keine Benzinversorgung, kein Fernsehen, Radioempfang nur mit Dynamoradios, keine Logistik, keine Lebensmittel.

Da hat man dann andere Probleme als den Smalltalk am Handy.

Tellensohn

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