Ist es im Islam erlaubt einen Organspende Ausweiß zu haben?

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9 Antworten

Da es auch im Islam verschiedene Glaubensrichtungen gibt, herrscht kein Konsens oder einheitliches Meinungsbild beim Thema Organspende.

Religiöse Gesetzestexte erlauben in verschiedenen islamischen Ländern die Transplantation von soliden Organen, wenn sie die einzig lebensrettende Behandlung für den Empfänger darstellt. Entgegen der traditionellen Sicht ist Organspende im heutigen Islam erlaubt und gilt als Zeichen der Nächstenliebe. Voraussetzung für Organspenden sind wie im deutschen Transplantationsgesetz der festgestellte Tod und die Zustimmung des Spenders oder der Angehörigen. Der Spender sollte bei klarem Verstand und volljährig sein und sein Einverständnis erklärt haben. Organe von Kindern oder entmündigten Menschen können auch mit Zustimmung der Erziehungsberichtigten oder Betreuer entnommen werden. Auch Lebendspenden sind möglich. Allerdings muss der Nutzen für den Empfänger den möglichen Schaden für den Spender überwiegen.

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland hat in seiner Stellungnahme zur Organtransplantation das Transplantationsgesetz von 1997 als mit dem islamischen Prinzip vereinbar eingestuft.

Einige religiöse Würdenträger sind allerdings gegen postmortale Organspenden, da der Körper Allah gehöre und nicht verletzt werden dürfe. Hier müsstest du genauer recherchieren und im Zweifelsfall kann ich mir aber nicht vorstelllen, dass es für einen Muslim verboten sein sollte einem Bruder oder einer Schwester auch nach dem Tod durch eine Organspende ein Weiterleben zu ermöglichen.

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Kommentar von schildi
07.10.2011, 05:07

Angabe ,wo du es Kopiert hast fehlt

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Kommentar von Support19
08.10.2011, 11:36

Liebe/r FLORENTINEX,

bitte achte in Zukunft darauf die Quelle anzugeben, wenn Du zitierst. Die Beachtung der Urheberrechte ist uns wichtig! Bitte schau diesbezüglich noch einmal in unsere Richtlinien unter http://www.gutefrage.net/policy. Die Beiträge werden sonst gelöscht.

Vielen Dank für Dein Verständnis.

Herzliche Grüße

Gerti vom gutefrage.net-Support

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Der Rechtsspruch über Organspenden

Frage (Nr. 107690): ** Ist es im Islam erlaubt, Organe an Menschen zu spenden, die diese benötigen, wenn sie ansonsten sterben würden?**

Antwort:

Alles Lob gebührt Allah.

In der Antwort zu Frage Nr. 49711 haben wir die Meinung der Gelehrten angeführt, dass es erlaubt ist, Organe gemäß der wahrscheinlich richtigen Ansicht nach zu spenden, solange die Spende nicht zum Tod des Spenders führt.

Hier werden wir Entscheidungen des Islamischen Fiqh Rates der Islamischen Versammlung, welche die oben genannte Fatwa unterstützt, anführen. Diese Entscheidungen wurden nach langen Diskussionen von Fuqahā’, Ärzten und Spezialisten getroffen. Wir werden sie hier vollständig auflisten, da sie medizinische und scharī`ahrechtliche Informationen enthalten.

In Erklärung Nr. 26 heißt es bezüglich einer Person, die vom Körper einer anderen, lebendig oder tot, profitiert:

Der Islamische Fiqh Rat hat sich zur vierten Konferenz in Jeddah, im Königreich Saudi Arabien, vom 18.-23. Safar 1408 a. H./6.-11. Februar 1988 n. C., nach Prüfung des Fiqh und der medizinischen Forschungsergebnisse, die dem Rat vorgelegt wurden, versammelt und Folgendes beschlossen:

Im Lichte der Diskussionen, die die Tatsache hervorhoben, dass diese Angelegenheit das Resultat des wissenschaftlichen und medizinischen Fortschrittes ist, mit deutlich positiven Ergebnissen, die in vielen Fällen aber von psychologischen und sozialen Nachteilen begleitet werden, wenn sie nicht den scharīahrechtlichen Richtlinien und Kontrollen zum Schutze der menschlichen Würde unterworfen sind und nicht dem Ziel der Scharīah dienen, welche sich um alles Gute für die Individuen wie auch für die Gesellschaft bemüht und welche Kooperation, Mitgefühl und Selbstlosigkeit fördert, und nachdem die Hauptpunkte dieses Themas behandelt wurden, wodurch es erörtert und kategorisiert werden kann, wurde das Folgende entschieden:

In Bezug auf die Definition:

Erstens:

Was hier mit „Organ“ gemeint ist, ist irgendein Teil eines Menschen, seien es Gewebe, Zellen, Blut oder anderes, wie z. B. die Hornhaut, unabhängig davon, ob es noch fest eingefügt ist oder abgetrennt ist.

Zweitens:

Der zur Diskussion stehende Nutzen oder Vorteil ist ein solcher, der durch Notwendigkeit bedingt wird, um den Spendenempfänger am Leben zu erhalten oder um einige entscheidende Funktionen seines Körpers aufrecht zu erhalten, wie z. B. das Sehvermögen, vorausgesetzt, dass der Empfänger jemand ist, dessen Leben durch die Scharī`ah geschützt wird.

Drittens:

Diese Arten von Nutzen oder Vorteil werden in drei Kategorien eingeteilt:

Transplantation eines Organs von einer lebenden Person

Transplantation eines Organs von einer toten Person

Transplantation von einem Fötus 

Die erste Kategorie, dieTransplantation eines Organs von einer lebenden Person, beinhaltet das Folgende:

Die Transplantation eines Organs von einer Stelle des Körpers zu einer anderen, aber im selben Körper, wie z. B. die Transplantation von Haut, Knorpel, Knochen, Adern, Blut usw.

Die Transplantation eines Organs vom Körper einer lebenden Person zum Körper einer anderen Person. 

Die Organe werden in diesem Fall in solche eingeteilt, von denen das Leben abhängt, und in solche, von denen das Leben nicht abhängt. Diejenigen, von denen das Leben abhängt, können einzelne Organe sein, von denen es nur eins im Körper gibt, oder es gibt mehr als eines davon. Ersteres sind z. B. Herz und Leber und Letzteres sind z. B. die Nieren oder Lungen.

Bei denjenigen, von denen das Leben nicht abhängt, gibt es einige, die grundlegende Funktionen des Körpers kontrollieren, und einige, die dies nicht tun. Es gibt einige, die sich automatisch erneuern, wie z. B. das Blut, und andere, die dies nicht tun; es gibt einige, die Auswirkungen auf den Nachwuchs haben, auf das Erbgut und die Persönlichkeit des Einzelnen, wie z. B. die Hoden, die Eierstöcke und die Zellen des Nervensystems, und andere, die nicht solche Auswirkungen haben.

Die zweite Kategorie, dieTransplantation eines Organs von einer toten Person, beinhaltet das Folgende:

Es sollte angemerkt werden, dass der Tod in zwei Kategorien fällt:

Der Hirntod, wobei alle körperlichen Funktionen vollständig erloschen sind und mit medizinischen Mitteln nicht wiederhergestellt werden können.

Wenn Herzschlag und Atmung vollständig ausbleiben und mit medizinischen Mitteln nicht wiederhergestellt werden können. 

Beide dieser Kategorien wurden in der Resolution des Rates in seiner dritten Sitzung erörtert.

Die dritte Kategorie, die Transplantation von einem Fötus, beinhaltet drei Arten der Verwendung:

Wenn der Fötus spontan abgeht (Fehlgeburt)

Wenn der Fötus absichtlich durch medizinische oder kriminelle Mittel abgetrieben wird

Wenn die Befruchtung außerhalb des Uterus erfolgt 

In Bezug auf die Regeln der Scharī`ah:

  1. Es ist erlaubt, ein Organ von einer Stelle des menschlichen Körpers an eine ander
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Kommentar von halima1
07.10.2011, 11:18

In Bezug auf die Regeln der Scharī`ah:

Es ist erlaubt, ein Organ von einer Stelle des menschlichen Körpers an eine andere desselben Körpers zu verpflanzen, doch es muss darauf geachtet werden, dass der erwartete Nutzen einen möglichen Schaden übersteigt. Dies ist abhängig von der Bedingung, dass ein Organ oder Körperteil ersetzt, dass dessen eigentliche Gestalt oder Funktion wiederhergestellt, dass ein Defekt korrigiert oder eine Deformation, die psychischen oder physischen Schaden verursacht, beseitigt wird.


Es ist erlaubt, ein Organ vom Körper einer Person zu einer anderen zu übertragen, wenn es ein Organ ist, das sich selbst automatisch erneuert, wie z. B. Blut und Haut. Doch es muss darauf geachtet werden, dass der Spender qualifiziert ist und die Bedingungen der Scharī`ah erfüllt.


Es ist erlaubt, Organe zu verwenden, die dem Körper einer anderen Person wegen einer Krankheit entnommen wurden, wie z. B. wenn die Hornhaut des Auges einer Person genommen wird, deren Augen wegen einer Erkrankung entfernt wurden.


Es ist harām, ein Organ zu transplantieren, von dem das Leben abhängt, wie z. B. das Herz eines Lebenden zu jemand anderem.


Es ist harām, ein Organ von einer lebenden Person zu transplantieren, wenn die Entfernung eine essentielle Funktion unterbricht, selbst wenn das Leben nicht davon abhängt, wie z. B. die Entfernung der Hornhaut beider Augen. Doch wenn es nach der Entfernung noch eine teilweise Funktion gibt, dann unterliegt die Angelegenheit einer weiteren Diskussion, wie wir unter Punkt 8 weiter unten sehen werden.


Es ist erlaubt, ein Organ von einer toten Person auf eine lebende zu übertragen, deren Leben oder grundsätzliche Funktionen davon abhängen, unter der Voraussetzung, dass der Verstorbene vor seinem Tod die Einwilligung dazu gegeben hat oder dass sie nach seinem Tod von seinen Erben oder von den dafür zuständigen Behörden, falls seine Identität unbekannt war oder er keine Erben hatte, gegeben wurde.


Es sollte angemerkt werden, dass die oben erläuterte Erlaubnis für Organtransplantationen der Bedingung unterliegt, dass die Organe nicht verkauft werden, denn es ist unter keinen Umständen gestattet, menschliche Organe zu verkaufen. Was das Spenden von Geld seitens des Empfängers anbelangt, um das erforderliche Organ zu erhalten oder um Entschädigung zu leisten oder den Spender zu ehren, so unterliegt dies dem Ijtihād und weiterer Diskussion.


Alle Fälle, die mit dieser Angelegenheit zu tun haben, unterliegen weiterer Forschung und Diskussion, und sie sollten in zukünftigen Sitzungen angesichts medizinischer Erhebungen und unter Einbeziehung der Regeln der Scharī`ah studiert und erörtert werden. Und Allah weiß es am besten.

Zitiert aus den Resolutionen des Islamischen Fiqh Rates.

Für weitere Informationen siehe in der Antwort zu Frage Nr. 2159.

Und Allah weiß es am besten.

Islam Q&A

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Islamische Gelehrte behandeln in ihren Rechtsgutachten zum Thema Organtransplantation die gottfällige Haltung, ein Menschenleben zu retten, mit oberster Priorität.

Bei der 3. Internationalen Konferenz Islamischer Gelehrter in Amman/Jordanien wurden Herztod und Hirntod gleichgestellt. Die Organtransplantation von einem Toten sei nicht gleichbedeutend mit Respektlosigkeit gegenüber dem Toten, ferner sei Organspende ein Zeichen von Mitgefühl. Gemäß dem Prinzip „Taten werden nach der dahinter stehenden Absicht beurteilt“ dürfte die Organspende lediglich aus einem Gefühl der Nächstenliebe heraus geschehen.

Keinesfalls kann sie zu Handelszwecken genutzt werden. Der Spender sollte bei klarem Verstand und volljährig sein und sein Einverständnis erklärt haben. Organe von Kindern oder entmündigten Menschen können auch mit Zustimmung der Erziehungsberichtigten oder Betreuer entnommen werden.

Auch Lebendspenden sind möglich. Allerdings muss der Nutzen für den Empfänger den möglichen Schaden für den Spender überwiegen.

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland hat in seiner Stellungnahme zur Organtransplantation das Transplantationsgesetz von 1997 als mit dem islamischen Prinzip vereinbar eingestuft.

Religionen zur Organspende

in dem sinne also, islamisch gesehen spricht nichts dagegen...

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Islam Da es auch im Islam verschiedene Glaubensrichtungen gibt, herrscht kein Konsens oder einheitliches Meinungsbild beim Thema Organspende.

Religiöse Gesetzestexte erlauben in verschiedenen islamischen Ländern die Transplantation von soliden Organen, wenn sie die einzig lebensrettende Behandlung für den Empfänger darstellt. Entgegen der traditionellen Sicht ist Organspende im heutigen Islam erlaubt und gilt als Zeichen der Nächstenliebe. Voraussetzung für Organspenden sind wie im deutschen Transplantationsgesetz der festgestellte Tod und die Zustimmung des Spenders oder der Angehörigen. Der Spender sollte bei klarem Verstand und volljährig sein und sein Einverständnis erklärt haben. Organe von Kindern oder entmündigten Menschen können auch mit Zustimmung der Erziehungsberichtigten oder Betreuer entnommen werden. Auch Lebendspenden sind möglich. Allerdings muss der Nutzen für den Empfänger den möglichen Schaden für den Spender überwiegen.

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland hat in seiner Stellungnahme zur Organtransplantation das Transplantationsgesetz von 1997 als mit dem islamischen Prinzip vereinbar eingestuft.

Einige religiöse Würdenträger sind allerdings gegen postmortale Organspenden, da der Körper Allah gehöre und nicht verletzt werden dürfe. http://www.dober.de/ethik-organspende/religionen.html#ar

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Kommentar von konstanze85
07.10.2011, 05:16

Hast du es wirklich nötig, den Text von einem anderen User, der ihn selbst aus dem I-net hat auch noch zu kopieren ? Ok bei ihm fehlt die Linkangabe, aber das ist doch doof.

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NACH dem Tod, also wenn Du gestorben bist, sind Deine Organe unbrauchbar. Nur die Augen sind NACH dem Tod erhalten.

Der Hirntod wurde erfunden, damit die Transplantationsärzte nicht in den Kanst kommen.

Aufgeschnitten und die Organe entfent wird bei Sterbenden, und das auch noch ohne Narkose. DAS wird ständig verschwiegen.

Lies dazu meine Antwort hier:

http://www.gutefrage.net/frage/schmerzempfinden-nach-hirntod#answer29625327

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Dieses Mädchen galt als hirntod, was die Eltern aber nicht hinnehmen wollten. - Sie ließen sie richtig behandeln - und das Mädchen überlebte die Fehldiagnose:

Wioletta, eine Hirntodfehldiagnose ?

8:31 Min.

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Kommentar von cyracus
08.10.2011, 21:34

Jetzt wird ja heiß die Planung eines neuen Gesetzes diskutiert, demnach jeder Bürger sich dazu erklären muss, ob er bereit ist, dass ihm seine Organe entnommen, wenn er noch nicht tot ist (ich bezweifle sehr, dass so klar die Wahrheit gesagt wird).

Dass gesetzlich diese Auskunft gegeben werden soll, finde ich ist eine Unverschämtheit!

Hier eine interessante Diskussion auf Phoenix, in der die Wahrheit gesagt wird - nicht von allen, aber wichtig ist, dass überhaupt die Wahrheit gesagt wird:

http://www.phoenix.de/content/164826

Klick in der Auflistung der Sendungen an Grenzbereich Organspende ....

(Zum Thema Islam hast Du ja hier viele Antworten.)

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Im Islam ist im Zweifelsfall zunächst einmal alles verboten, was die moderne Zivilisation so mit sich bringt. Aber Frage doch Deinen Imam, ob für den Organspende-Ausweis nicht doch eine Ausnahme vom Verbot gilt.

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Der Zentralrat der Muslime in Deutschland hat in seiner Stellungnahme zur Organtransplantation das Transplantationsgesetz von 1997 als mit dem islamischen Prinzip vereinbar eingestuft.

Beste Grüße

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Kommentar von Blubius
07.10.2011, 05:12

leider sind die kein sprachrohr aller muslimen wie der papst für die katholiken.ja ok es gibt auch katolische seperatisten

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solange die eigene gesundheit nicht riskiert wird ist es im islam unbedenklich. wenn ein muslim sterben sollte, dann kann man ohne probleme seine organe weiterverwenden sofern der tote diesem vor dem tod zugestimmt hat.

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soweit wie ich weiss muß man den körper so übergeben wie man ihn bekommen hat. aber was für ein gott verbietet anderen zu helfen ??? ich bin gläubiger christ und spender. da sollte man seine religiösen bedenken vergessen und menschlichkeit walten lassen

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Kommentar von reladum
07.10.2011, 05:11

Du liegst falsch. Auch im Islam spricht nichts dagegen. Bitte immer richtig informieren.

Der Zentralrat der Muslime in Deutschland hat in seiner Stellungnahme zur Organtransplantation das Transplantationsgesetz von 1997 als mit dem islamischen Prinzip vereinbar eingestuft.

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