Ist es heutzutage noch von Bedeutung wenn man mit dem Geschlechtsverkehr bis zur Ehe warten will oder ist es eher sinnlos?

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14 Antworten

Jungfräulichkeit wird oft völlig überbewertet. In ferner Vergangenheit war eine jungfräuliche Braut die Gewähr dafür, dass der frischgebackene Ehemann nicht versehentlich die Nachkommen eines Konkurrenten großzieht bzw. eine ledige Mutter ohne Versorger mittellos zurückbleibt. Daher haben praktisch alle Religionsstifter den vorehelichen Verkehr zur "Sünde" erklärt und entsprechend sanktioniert - was ja auch durchaus gut gemeint und mangels Alternativen der einzig mögliche Weg war.
Leider gibt es immer noch Kulturen, welche diese (und andere - ich sag nur "Ernährungsvorschriften") gut gemeinten jahrhundertealten Regeln bitterernst nehmen ohne diese in den Kontext der heutigen Zeit zu setzen - bis hin zum (Ehren-)Mord... . 

Dank Geburtenkontrolle, Safer Sex und Vaterschaftstest sind die eigentlichen Beweggründe für die Forderung nach Jungfräulichkeit längst obsolet. Jetzt geht es nur noch um den obskuren Begriff der "Ehre" - wobei meiner Meinung nach der wichtigste Beweggrund die Angst vor dem Vergleich ist ("Was ist, wenn meine Frau/mein Mann mit einem meiner Vorgänger mehr Spaß hatte...?").

Ob man also sein modernes Leben nach den Buchstaben uralter Schriften richtet und ein schlechtes Gewissen haben muss, weil man nicht mehr lebt wie vor tausend und mehr Jahren, muss jeder für sich entscheiden bzw. sich überlegen, ob er sich von anderen Menschen (Pfarrer, Imam, Rabbi oder sonstwem) sein Leben diktieren lassen möchte.

Menschen mit gesundem Selbstbewusstsein begrüßen es, wenn die Frau/der Mann auch noch andere Erfahrungen hatte, denn sonst fragen sich viele erst später, wie es denn mit einem anderen Partner wäre... .

Die Vorstellungen einer romantischen Hochzeitsnacht zweier Jungfrauen ist in der Praxis dann auch weit weniger romantisch als verkrampft, bemüht und peinlich - dann lieber eine(n) Partner(in) mit Erfahrung.

Seid nett aufeinander!

R. Fahren (Atheist mit höchst befriedigendem Sexualleben - mit mehr als einer Partnerin)

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Die Bedeutung ist ja nicht bei jedem gleich. Es gibt sicher irgendwelche (für mich hirnlosen) Religionen die sowas schätzen.

Wenn du dich dabei gut fühlst und das für dich machst ist das ja okay wenn du damit leben kannst. Aber für jemand anderen würde ich das nicht machen.

Davon abgesehen ist Sex wichtig in einer Beziehung. Wenn man am Ende nach 5 Jahren feststellt das es nicht läuft ist man in den A***** gebissen.

Warum fragst du?

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Sex an sich ist, laut meiner Meinung, nichts Böses, dass dich in die Hölle bringt, wenn du ihn vor der Ehe praktizierst. Denn, egal ob in einer Ehe oder einer anderen Art von Beziehung, Sex ist doch eigentlich etwas Schönes und von Grunde auf, wohl auch ein menschliches Bedürfnis, ebenfalls wie Hunger, Durst und Schlaf.

Warum sich also "drangsalieren"?

Wichtig ist, finde ich, jedoch der richtige Umgang. Man sollte sich im Klaren sein, was man da gerade tut, sich zu nichts drängen lassen und sich über evt. Konsequenzen wie eine mögliche Schwangerschaft rechtzeitig informieren und im Klaren sein.

Bewusster Umgang. Bewusster Sex.

Um noch ein Schlusswort zu sagen:

Eigentlich ist mein ganzes Gelaber unwichtig, wichtig ist nämlich, was du fühlst. Wenn du Sex haben willst, dann hab ihn. Wenn nicht, falls du dich dazu noch nicht bereit fühlst oder noch warten möchtest, dann zwingt dich keiner dazu es zu praktizieren. Wichtig ist einfach, dass du dich wohl dabei fühlst, mit dem was du tust und denkst und dich von keiner Person beeinschränken und negativ beeinflussen lassen darfst. Denn:

-> Sinnvoll ist DAS, was DU als sinnvoll betrachtest, denn wenn es um dieses Thema geht, dann ist man selber der Boss (und kein bärtiger Mann oben im Himmel.)

Interessanter Fakt:

Es gibt auch Menschen, die über kein sexuelles Bedürfnis verfügen:

https://de.wikipedia.org/wiki/Asexualit%C3%A4t

Ich frag mich immer, ob das nicht den ganzen Nonnen und Pfarrern entspricht.

Ich hoffe, ich konnte dir helfen.

LG Gemueseman

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ist wohl für die wenigsten von bedeutung. außerdem finde ich es riskant. denn sex ist ein wichtiger bestandteil einer intakten beziehung, und wenn man nicht weiß, ob man sich dabei gut ergänzt, wird man diesbezüglich den rest seines lebens nicht mehr glücklich... natürlich kann es sein, dass dir das total unwichtig ist. aber das könnte ja auch daher kommen, dass du noch nicht weißt wie schön es sein kann. auf der anderen seite wird es auch extrem schwer sein einen partner zu finden, der sich da ebenfalls drauf einlassen möchte.

ich persönlich finde jedenfalls, dass es ausreicht, wenn man sich das kinderkriegen für die ehe aufhebt ^^

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Eine bestimmte Bedeutung hat es nach meiner Meinung nicht. Die Ehe ist eine weltliche Angelegenheit, das so mit Bedeutung aufzuladen, tut ihr nicht gut - das spricht überhaupt nicht gegen eine romantische, lebenslange Ehe, aber wer sich von der Hochzeitsnacht ein Wahnsinnserlebnis verspricht, wird wohl eher enttäuscht werden.... 

Ansonsten gilt: Nicht irgendwelche äußeren Dinge bestimmen, wann es für einen Menschen richtig ist, das erste Mal zu haben, sondern das eigene Gefühl. Sex ist ein wunderbarer, wichtiger Bestandteil des Lebens, aber jeder muss frei und selbst entscheiden, wann für ihn der richtige Zeitpunkt (und der richtige  Partner ist). Da hat es weder eine Bedeutung, ob das vor der Ehe oder nach der Hochzeit passiert, noch ob andere einen für normal oder unnormal halten. Man muss selber wissen, was für einen gut ist. Kein Zwang, keine Konvention, sondern freie Entscheidung, in die eine wie die andere Richtung. 

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Kommentar von Kassandra49
27.11.2015, 00:45

Genau so ist es - ein sehr guter Kommentar :-)

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Das muss jeder für sich selbst entscheiden. Es ist auf jeden Fall etwas besonderes und ganz bestimmt nicht alltäglich.

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Kommt darauf an, wann du heiraten willst ^^

Nein, also ich denke schon, dass es dann etwas ganz besonderes ist, kommt eben auf deine Einstellung an. Heute ist es ja eher so, dass man so etwas gar nicht mehr in Betracht zieht... Aber immerhin bist du dir dann sicher, dass es der "richtige" ist, den du ranlässt..

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Wer Wert auf die Institution Ehe legt, kann das gerne mit allen Schikanen tun, von der unbefleckten Empfängnis bis zur Selbstverbrennung nach Ableben des Gemahlen. Heute sind die Lebensmodelle deutlich "fluider" geworden. Ob das ein Vorteil ist, darf jeder für sich bewerten.

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Ich finde zwar das es etwas sehr ehrenwertes ist .... Aber auf der anderen Seite denke ich immer , man lebt nur einmal ... Und wenn man liebt dann richtig, wer sagt das der Mensch den du heiratest nicht auch der falsche ist und ihr euch scheidet ? Dann hast du ewig für den falschen gewartet. Damit meine ich nicht das man wie es heutzutage üblich ist mit 14 Jahren rumzuhuren.. Entschuldige die wortwahl. Aber genieße dein Leben und wenn du einen Menschen gefunden hast mit dem du dir vorstellen könntest zu schlafen .. Dann tu es einfach. Das ist aber nur meine Sicht der Dinge

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Das muss wohl jeder für sich selbst entscheiden und vorallem den Leuten für die Sex und Liebe zusammengehören ist es wohl wichtiger auf den "richtigen" Menschen und/oder die Ehe zu warten...
Ich könnte das zu 0%...Ich finde,dass Sex zu einer gesunden Beziehung dazu gehört und ich könnte niemanden heiraten mit dem ich nicht vorher schon geschlafen habe...Was,wenn man sexuell überhaupt nicht zusammenpasst..?...neenee,viel zu riskant..^^

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Es ist sinnlos und total überholt.Niemand möchte mehr die "Katze im Sack " kaufen.Stell Dir vor,ihr wartet und dann klappt nix,ihr passt nicht zueinander und ihr seid verheiratet,das gibt vielleicht ein Theater und Tränen und Kummer.

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Kommentar von implying
27.11.2015, 00:34

ich denke, jemand der es ernsthaft bis zur ehe ohne sex aushält, braucht auch danach nicht unbedingt welchen haben xD da spielt das dann wohl auch keine so wichtige rolle mehr

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Ich finde das eher unüberlegt und weltfremd. Wenn der Partner genauso denkt mag das ja noch okay sein. (wobei ich auch daran zweifel). Niemand kann wissen, ob man sexuell überhaupt zusammenpasst, wenn man das so lange aufschiebt und nicht einmal selbst weiß was einem überhaupt beim Sex mit einem anderen gefällt. Das führt sehr wahrscheinlich zu Unstimmigkeiten und Unzufriedenheit. Und deshalb auch zu Trennung oder Fremdgehen.

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Kommentar von Tragosso
27.11.2015, 00:41

Davon abgesehen wäre jemand der so wenig von Sex hält nichts für mich. Denn wer damit bis zur Ehe warten will und dem so wenig Wert beimisst, für den ist das auch kaum Thema. Und daran wird sich auch nach einer Hochzeit nichts ändern. Es wird eher ein notwendiges Übel für denjenigen sein. Und mit so jemandem könnte ich nichts anfangen.

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Sex ist doch eine schöne Sache. Warum damit warten, bis man verheiratet ist? Vielleicht findet man ja auch nie den/die Richtige(n) zum Heiraten. Bis zum Tod im Zölibat leben?

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Gerade in der heutigen Zeit ist es eher etwas besonderes. Ist ganz schön. Aber verstehen tu ich das persönlich eher nicht.

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