Ist es heutzutage noch etwas besonderes Student zu sein?

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12 Antworten

Hallo!

Da muss ich weiter ausholen. Ich habe mich vor geraumer Zeit mit einer Frau unterhalten, die 1967 Abi gemacht hat und das auf dem Land, ehe sie dann studiert hat und bis vor wenigen Jahren als Archivarin gearbeitet hat ----> da war das was Besonderes, was Geachtetes, das wirklich die Elite nur durfte! 

Heute ist es einfach nur noch ein Schulabschluss wie jeder andere auch & auch das Studieren ist immer alltäglicher. Kaum einer, der heute bekannt gibt i.was zu studieren stößt auf Neid oder erhält Gratulationen und Anerkennungen, wie das in den 60ern/70ern noch gewesen ist. 

Das mag mit dem Strukturwandel zu tun haben, aber ich finde, dass zu viele Leute studieren und wir Gefahr laufen, dass uns eines Tages der Mittelstand ausstirbt. Das merkt man jetzt schon daran, dass es mehr freie Lehrstellen als Bewerber gibt -----> gut, da spielt auch der Umstand mit rein, dass vielen Lehrbetrieben kein Bewerber gut genug ist & der Traumbewerber mit einer Zwei in jedem Fach eben dann doch eher das Abi anstrebt.. aber das ist ein anderes Thema!

Es mag sein, dass man zunächst mal stolz auf sich bzw. Abi und Studium ist, das Erwachen folgt aber oft dann, wenn man merkt was man sich da eig. aufhalst und Gefahr läuft, es vielleicht nicht zu packen. Hier beginnt es sich zu rächen, dass sich fast jeder mit Schnitt 2,8 durchs Wirtschaftsgymnasium prügelt & anschließend, weil es mit dem Studieren nicht wirklich klappt, doch Technischer Zeichner oder Industriekaufmann lernt wie ein klassischer Realschüler... man denkt eben, dass das Abi ein Statussymbol sei, aber auch das ist heute nicht mehr so bzw. nur noch in den Köpfen verankert. Auch dass das Abi per se Wohlstand und Reichtum garantiert trifft heute nicht mehr zu.

Ich habe neulich von einem ehemaligen Mitschüler der Parallelklasse erfahren (Mittlere Reife 2007), der noch nie eigenes Geld verdient hat und seitdem er 2010 das Abi ablegte quer durch Deutschland tingelt und herumstudiert, aber das passende noch nicht gefunden haben solle. Da fragt man sich dann auch ... öhm, naja!

Man kommt entgegen der gesellschaftlichen Ansicht auch ohne Abitur und Studium zu etwas, sofern man realistische Ziele hat und weiß, was man ist und was man kann und auch die Noten halbwegs passabel sind -----> natürlich muss man wissen, mit einem Dreierschnitt eher bei einer kleinen Firma sich zu bewerben als in dem Super-Ober-Premiumbetrieb vor Ort, zu dem jeder will, der auf zwei Stellen 20 Bewerbungen bekommt und daher nur die Besten nimmt.

Ich selbst habe kein Abitur und trotzdem alles erreicht, was ich mir immer gewünscht habe.. habe es nie bereut!

HerbertWie 07.08.2017, 17:23

Grundsätzlich stimme ich Dir zu in dem Punkt, dass die normalen Lehrberufe bedroht sind, auszusterben. Aber das liegt auch daran, dass viele davon schlecht bezahlt werden und man oft geringe Aufstiegschancen hat. Ganz nach dem Motto: "Der hat ja nicht studiert, den lassen wir nicht weiter". Die hohen Zahlen an den Schulen, wo man sein Abi nach der Ausbildung nachholen kann, um z. B. anschießend studieren zu können, beruhen aus meiner Sicht auch häufig auf der Unzufriedenheit mit dem vorher erlernten Lehrberuf. 

Das heißt, die Lehrberufe müssen unbedingt wieder attraktiver gemacht werden!

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TonsOfFun 07.08.2017, 17:37
@HerbertWie

Ja, schließe mich meinem Vorredner an. Die wenigsten schaffen es alleine mit einer Ausbildung in Führungspositionen. In Startups kann sowas schon mal klappen, auch in manchen normalen Unternehmen, kein Thema alles schon geschehen sehen.

Bei den großen, durchstrukturierten Konzernen hingegen braucht man ohne Master-Abschluss nicht meinen, man hätte je Chancen auf eine Abteilungsleiter-Position. Ebenfalls viele frustrierte, talentierte Leute scheitern sehen - nur aufgrund des fehlenden Papiers, auf dem ein Hochschulabschluss gedruckt ist. ^^

Wer schlau ist lässt sich nicht vom System f****n. Die meisten sind immerhin schlau genug gewesen, das verstanden zu haben - ob sie es aufgrund dieser Erkenntnis anschließend zu etwas bringen sei dahin gestellt.

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HerbertWie 07.08.2017, 17:57
@TonsOfFun

Richtig. Ich hoffe, da wird in naher Zukunft mal was getan. Sonst siehts in diesem Punkt eher schlecht aus für Deutschland. In den sozialen Berufen sieht man die Auswirkungen ja jetzt schon.

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Gefühlt nicht weil die Arbeitslosenquote unter den Absolventen sehr hoch ist weil es mehr Bewerber als Stellen gibt. Mach doch eine Ausbildung zum Hufschmied oder Uhrmacher, da ist man schon etwas besonderes weil da gibt es nicht so viele von und als guter Uhrmacher braucht man nur dran denken wie viel eine schicke Omega, BRM oder Rolex kosten um sich auszumalen wie man damit seinen Lebensunterhalt bestreiten kann, Goldschmied und Juwelier sind auch toll.  

Würde deiner Meinung zustimmen ;)

Hab mal einen kennengelernt, der hat da gerade sein 4. Studium angefangen (immer wieder abgebrochen).. So Leute sollten sich schämen und es einfach mal lassen und sich was anderes suchen, wenn sie das Studium einfach nicht schaffen.

Es gibt immer mehr Menschen die es ohne Studium weiterbringen, durch Einsatz, Elan und Willensstärke.... Studium ist oft verbrauchte Zeit und viele wissen dann noch nicht was sie denn möchten, wie es weitergehn soll

HerbertWie 07.08.2017, 17:24

Wichtig ist, dass man nicht studiert, um zu studieren, sondern, weil man das Studium eben braucht, um seinen Traumberuf ausüben zu können. 

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TonsOfFun 07.08.2017, 17:57
@HerbertWie

Wichtig ist, dass man nicht studiert, um zu studieren, sondern, weil man das Studium eben braucht, um seinen Traumberuf ausüben zu können. 

Ja!.... eh.... nein.

In einer idealen Welt würde ich mich dem anschließen. Sorry. Aufwachen.

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Naja, wirklich stolz zu sein WEIL man Student ist würde ich sagen ist schon lange her, dass man darauf stolz sein muss. Gibt ja doch so einige.

Aber auf den Abschluss an sich kann man natürlich stolz sein. Warum auch nicht? Als ich studiert habe habe ich mich zumindest nicht besondern gefühlt. Der Abschluss mit guter Note aber schon.

TonsOfFun 07.08.2017, 16:18

Das Fach spielt auch noch eine Rolle. ;-) Ein "Physik-" oder "Sinologie"-Absolvent darf meiner Meinung nach ein bisschen mehr stolz sein, als ein "Lehramt Kunst und Religion" Absolvent. :-DDD

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mdan87 07.08.2017, 16:20
@TonsOfFun

Finde ich nicht. Jeder kann auf seinen Abschluss gleich stolz sein, wenn die Note entsprechend ist. Der Rest ist dann nur die gesellschaftliche Anerkennung auf ein "schwierigeres Gebiet". Auf was ich hinaus will ist aber, dass sich der Stolz der einzelnen Person gleich anfühlt. Der Körper schüttet Glückshormone aus, weil du Stolz auf deine Leistung bist. Dem Körper ist das Fach dabei egal ;)

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Rhenia 07.08.2017, 16:48

oh nein. Die Reli Lehramt Klausur ist bei uns super schwer, hab einen Kommilitonen, der bei weitem nicht schlecht ist, aber grade bei Lehramt hat man noch 2 andere Fächer, die man ja auch noch machen muss :(( und mit Chemie als Fach kommt alles andere eh zu kurz... Bei uns in Chemie sind es die Lehrämtler, die sich echt reinhängen, zu Tutorien gehen etc. Müssen btw in die Fachchemiker Vorlesung und schreiben die gleiche Klausur, trotzdem heißt es immer "ach die Lehrämtler können eh nix" und das regt einen iwann dezent auf -_-

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TonsOfFun 07.08.2017, 17:07
@Rhenia

Ok, beweis mir das Gegenteil. :D Unterrichte meine Kinder entsprechend, dann steigt auch die Meinung zu den Lehrkräften. Wenn im Gymnasium 10 Klasse in Religion immer noch Jesus-Bildchen ausgemalt werden, dann weißt du, woher mein mangelnder Respekt für den Beruf in Verbindung mit diesem Fach kommt. Das ist natürlich nicht deine Schuld, aber diese Meinung kommt nicht von Ungefähr.

Leider haben aus unserer Abschlussklasse auch nur die auf Lehramt studiert, die keine Ahnung hatten, was sie sonst tun sollten. Und ich seh die nach etlichen Jahren immer noch studieren, die ganzen Jahre nur Party machen aufm Oktoberfest und überall sonst - weißt, meine Meinung bildet sich aufgrund alledem. Und dann sehe ich im Vergleich jene, die bereits in Naturwissenschaften promovieren - und auf deren Facebook sehe ich keine ausufernden Partyfotos. Die hatten dafür offenbar nicht die Zeit - die ganzen Lehramtstudenten nehmen sie sich, und sowas unterrichtet später meine Kinder. Da verliert man Respekt und Verständnis.

Ich ziehe meine Schlüsse aufgrund persönlicher Erfahrungen. Das sollst du nicht als persönlichen Angriff werten. Mir ist durchaus bewusst, dass es immer Ausnahmen gibt, man nie alle über einen Kamm scheren darf, keine Sorge.

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Rhenia 07.08.2017, 17:53

Hm das kann ich von meinen Lehrern nicht behaupten :O aber sicher gibt es da Unterschiede... Ich kann bestätigen, dass es so einige im Lehramtsstudium gibt, die das eigentlich gar nicht machen wollen/ nur wegen Beamtenstatus/ weil kein NC drauf ist. In Chemie sind die alle durch die erste Prüfung gefallen oder haben bereits vorher gewechselt, denn da kommt man so nicht durch. In meinem zweiten Fach (Deutsch) ist das schon wieder anders, da kommt man auch gut mit minimalem Aufwand durch die Klausuren und was da teilweise für Lehrämtler drin sitzen... Allerdings fangen in Deutsch auch deutlich mehr an als in Chemie... Von dem, was ich mitbekomme, stehen die Fachchemiker und auch die Assistenten den Lehrämtlern in nichts nach, was das Feiern angeht, die Ersti Fahrt, das Sommerfest und der Bierbestand in der Fachschaft sind legendär. Richtig feiern geht meine Gruppe allerdings nicht wirklich, es bleibt bei nem Kasten Bier und chillen auf der Wiese, an Karneval sieht das zwar schon wieder anders aus, allerdings sind die schlau genug, die Fotos nicht zu veröffentlichen ;) Persönlich habe ich die Erfahrung gemacht, dass während des Semesters Mal eben so feiern gehen nicht ist- bei 30 Semesterwochenstunden, 2 Deutschseminaren (für die man viel lesen und mittelhochdeutsch übersetzen muss), Chemie Labor, für welches man sich ca. 6 h Zuhause vorbereiten muss, um durch den Test und damit ins Labor zu kommen und wonach man noch Protokolle schreiben muss, wofür auch gerne mal ne Nacht drauf geht, dann natürlich die Nachbereitung der Vorlesungen... Ich weiß nicht, ob das jetzt an meiner Fächerkombination oder der generellen Einstellung meiner Gruppe liegt, aber diese Leute lernen oder arbeiten eher als dass sie von Party zu Party tingeln... An meiner Uni sind die Humanwissenschaftler die Partykönige, allerdings haben die Gymnasium/Gesamtschullehrämtler grundsätzlich bis auf Bildungswissenschaften keine Veranstaltungen ^^° Natürlich ist das alles meine persönliche Erfahrung, in meiner Schulzeit hatte ich auch Lehrer, die weder als Lehrperson noch als Vorbild fungieren konnten, aber solche Kommilitonen sind mir bisher nur bis Ende des ersten Semesters untergekommen, denn auch bei Lehramt brauch man eine stärkere Motivation als "joa safer Job und viel Ferien" - zumindest in Chemie - um das Studium lebendig zu überstehen ^^° Ich habe das btw nicht als Angriff gesehen ^^ nur ist mir oft (von Fachstudenten und leider auch Dozenten) die Meinung untergekommen, dass Lehrämtler eh nix können - was kein Wunder ist, wenn wir mit Fachstudenten verglichen werden - und das finde ich sehr schade. Selbstverständlich mag die Lage in anderen Fächern wie Kunst, Sport, Musik (als Beispiel) anders aussehen, da hier ja auch andere Auswahlkriterien gelten, ich kann wie gesagt nur aus meinem Fach berichten (als Lehrämtlerin einer Naturwissenschaft) ^^°

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Irgendwas anzufangen ist gut, aber nichts besonderes. Es fertig zu kriegen ist besser, und durchaus ein Grund, ein bisschen Stolz auf sich zu sein.

Häh, warum sollte man darauf "stolz" sein? Es studiert doch mittlerweile jeder Depp.

Man kann eher stolz sein, wenn man es ohne Studium zu etwas gebracht hat.

TonsOfFun 07.08.2017, 17:02

... oder mit Studium. Auch Absolventen eines vernünftigen Studienfachs dürfen stolz sein, wenn das der Schlüssel zum Erfolg für sie ist.

Das spielt ja keine Rolle. Der Weg ist egal, solange man etwas mit dem Weg erreicht, und nicht im Kreis herum spaziert. Insofern stimme ich zu.

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Nube4618 07.08.2017, 17:17

Man darf überhaupt stolz sein, wenn man was geschafft hat. Egal ob mit oder ohne Studium.

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Wenn Du deinen Hochschulabschluss in der Tasche hast, kannst Du Stolz sein.

Warum sollte man als Student Stolz sein? Worauf denn?

HerbertWie 07.08.2017, 17:25

Jeder darf stolz sein, wenn er etwas erfolgreich abgeschlossen hat. Im Prinzip ist es egal, ob das der Schulabschluss, die Lehre oder das Studium ist. Danach ist dann wichtig, was man daraus macht.

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ChristianLE 08.08.2017, 08:57
@HerbertWie

Da gebe ich dir Recht, allerdings bin ich dann eher Stolz darauf, das Abitur erreicht zu haben.

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Man darf auf seine erfolgreichen Leistungen stolz sein. Allerdings nicht im Sinne, "ich bin jetzt besser als die anderen, die sind voll doof und ich bin voll kluk"  

Ich bin selbst Studentin und fühle mich überhaupt nicht besonders. Ich hab mich auch, nachdem ich mein Abi mit sehr gut absolviert, nicht besonders gefühlt. Es gibt nämlich immer Leute, die besser als sind etc. 

TonsOfFun 07.08.2017, 16:28

Was studierst du?

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TonsOfFun 07.08.2017, 17:33
@Liyanaaa

Ich bin bereits fertig. Mich hat jedoch interessiert, ob du mit deinem supi Abi auch was sinnvolles anstellst und ich komme zu dem Schluss - ja.

Und genau das bestätigt wieder meine These, hier öfters unter anderen Beiträgen dargelegt: Wer ein gutes Abi schafft und was im Hirn hat, der wählt auch ein Studienfach, was seinem Intellekt entspricht und womit Student nach dem Abschluss eine vernünftige Zukunft hat.

Daumen hoch. ;-) Bin sicher du rockst die Staatsexamen.

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fluffiknuffi2 07.08.2017, 20:00
@TonsOfFun

Und wer kein gutes Abi "schafft" und was im Hirn hat? :P Also ich. 

Es gibt sicherlich eine Korrelation zwischen Abi-Notenschnitt und Intellekt aber wie stark die ist, wissen wir nicht. Mein geringes Engagement in Fächern, die mich kaum bis gar nicht interessiert oder motiviert haben, sagt bestimmt was aus, aber nicht viel über meinen Intellekt. Mein abgeschlossene Informatik-Studium mit drei Semestern Mathe legt das jedenfalls nahe.

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TonsOfFun 08.08.2017, 09:00
@fluffiknuffi2

Zu einem hohen Intellekt zählt für mich auch, die gottgegebenen eigenen Talente entsprechend zu nutzen. Grundsätzlich intelligent aber nix draus gemacht, das zeugt für mich auch wieder von einer gewissen Dummheit.

Heute gibt es immer wieder diese Entschuldigungen von Eltern für ihre Kinder. "Mein Kind ist so intelligent, dass es sich langweilt und schlechte Noten schreibt." Blah blah - ein Kind, dem sein eigener Intellekt bewusst ist, wird ihn nutzen um einen gescheiten Schnitt zu erreichen. Gerade Fächer, die das Söhnchen oder Töchterchen nicht so spannend findet und es eher langweilen sollten dann ja ein locker flockiger 1er sein. Sind ja so einfach und langweilig, dass Kind das im Schlaf rockt. Dieses Argument heutzutage, dass Kinder schlecht sind aufgrund von Intelligenz - das sind für mich lächerliche Ausreden von Eltern und unfähigen Lehrkräften.
Es gibt einen Unterschied zwischen Intellekt-Level und Faulheits-Level. Intelligenz und Disziplin sind zwei paar Schuhe, und die wirklich intelligenten wissen, sich zu disziplinieren, um mit ihrem Intellekt auch tatsächlich etwas zu erreichen.

Viele (vermeintlich) kluge Schüler sind stinkefaul, und deshalb sind sie für mich wieder dumm, weil sie ihre Talente wegwerfen. Diese Leute werden sich immer langweilen oder faul sein, warum sollte das im Job plötzlich anders sein. Faule, lustlose Mitarbeiter will niemand haben, es gibt in jedem Job auch mal Aufgaben, die einen weniger interessieren, die aber trotzdem erledigt werden müssen. Jemand, der in allen Schuljahren seines Lebens herumgefaulenzt hat wird diese Einstellung nicht von heute auf morgen ablegen können.

Ich erinnere mich an viele schlaue Kinder in meiner ehemaligen Gymnasialklasse. Die meisten haben ewig herumstudiert, um mal wieder zum Punkt "stolz auf Studentenstatus" zurückzukehren. Die waren nicht dumm, rein gemessen am Intelligenzquotienten. Aber sie waren zu dumm, sich zu disziplinieren und ihre Talente umzusetzen in etwas handfestes. Die Disziplin fehlte. Und dann gibt es jene aus meiner ehemaligen Klasse, die bereits promoviert haben, das waren auch intelligente Schüler - aber die waren klug genug, ihre Intelligenz auch gezielt einzusetzen, ein vernünftiges Abi zu machen, danach etwas vernünftiges zu studieren und heute sind sie auf dem internationalen Arbeitsmarkt gefragt und verdienen sich eine goldene Nase. Die hat sicher auch nicht jedes Fach in der Schule interessiert, aber sie waren schlau und haben dort trotzdem gescheite Noten abgeräumt, als Mittel zum Zweck - das ist so einfach, das versteht sogar ein Grundschüler. Aber die ach so klugen, gelangweilten Gymnasiasten nicht. Come on, mir kannst du nichts erzählen. Alles Ausreden.

PS: Ich habe übrigens auch Informatik studiert, auch diesbezüglich brauchst du mich nicht belehren oder dir etwas drauf einbilden. Manchen fällt Mathe leicht, das beeindruckt dann wenig das explizit zu erwähnen. (Übrigens: Vier Semester Mathe und Studium in Bayern. ;-))

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Student zu sein bedeutet, dass man die Zulassungsvoraussetzungen für ein Studium geschafft hat. 

Das ist schon eine Leistung an sich, die die meisten Leute nicht erbringen. Und genau die behaupten immer, dass jeder Dubbel studieren kann.

Leider ist die Welt nicht so einfach. 

Nicht jeder Akademiker ist zu dämlich, einen Nagel gerade in die Wand zu schlagen, auch wenn dies von Nichtakademikern gerne behauptet wird. Genau so wenig ist jeder Hauptschulabgänger ein handwerkliches Genie.

Merke: Es gibt nicht nur schwarz-weiß sondern eben auch jede Menge Grautöne....


TonsOfFun 07.08.2017, 16:19

Wenn ich seh, was für Deppen das Abi geschafft haben und studieren dürfen - da ist das keine Leistung, die ich würdigen würde... xD

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turnmami 07.08.2017, 16:22
@TonsOfFun

Und warum schaffen dann manche die Hauptschule nicht? 

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CamelWolf 07.08.2017, 16:23
@TonsOfFun

Abitur macht einen Menschen sicherlich nicht automatisch sympathischer. Aber davon war auch nicht die Rede. Sondern nur von der Leistungsfähigkeit bzw. Leistungsbereitschaft.

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CamelWolf 07.08.2017, 16:25
@TonsOfFun

@ TonsOfFun

Auch das ist ein Zeichen von Intelligenz - wenn man die Leistungen anderer Menschen zu würdigen weiß.

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TonsOfFun 07.08.2017, 16:29
@turnmami

Und warum schaffen dann manche die Hauptschule nicht? 

Weil schlimmer immer geht??!!  Was für eine seltsame Frage, Äpfel mit Birnen im Vergleich, lol...

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TonsOfFun 07.08.2017, 16:30
@CamelWolf

Abitur macht einen Menschen sicherlich nicht automatisch sympathischer.

Von Sympathie war doch hier nirgends die Rede - lediglich von Intelligenz. Bitte verdreh mir nicht das Wort im Mund, eigene Interpretationen auch weglassen.

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TonsOfFun 07.08.2017, 16:32
@CamelWolf

Auch das ist ein Zeichen von Intelligenz - wenn man die Leistungen anderer Menschen zu würdigen weiß.

Nein, das hat mit Intelligenz nichts zutun. Ich habe lediglich höhere Ansprüche, und kann sehr gut differenzieren zwischen Student und Student. Alle über einen Kamm scheren klappt nicht so, wie du es darstellst.

lol, wie du jetzt deinen ursprünglichen Beitrag editiert hast. :D Meine Antworten passen zu deinem unüberlegten Original. ;-))))

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CamelWolf 07.08.2017, 16:35
@TonsOfFun

Was verstehst Du denn unter differenzieren ? Dass ein guter Mathematiker "intelligenter" ist als ein Germanistikstudent ? Das O-Ton Lieschen Müller von der Supermarktkasse......

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TonsOfFun 07.08.2017, 16:59
@CamelWolf

Was verstehst Du denn unter differenzieren ? Dass ein guter Mathematiker "intelligenter" ist als ein Germanistikstudent ?

Da gehören keine Leerzeichen vor die Fragezeichen. Wenn wir gerade bei Deutsch sind.

Nein, so hab ich das nicht gesagt. Ich differenziere aber sehr wohl zwischen "wer beendet sein Studium? - ja, der darf stolzer sein als ein unfertiger Student, der hat noch nichts erreicht" - und ich differenziere zwischen "ich meistere ein Sinologie-Studium - derjenige hat definitiv mehr geleistet als ein Germanistik-Absolvent, ja in der Tat".

Ich beurteile auch nicht out of the blue - sondern aufgrund persönlicher Erfahrungen. Ich habe Leute gesehen, die so dumm waren, dass sich meine Haare zu Berge sträuben, die aber trotzdem ihr Abi mit Ach und Krach geschafft haben, obwohl zwischen den Ohren nicht viel los war. Und ich habe Leute erlebt, die hochintelligent waren und leistungsbereit, die ihr Abi mit 1,x abgeschlossen haben und klug genug waren, ein Studienfach auszuwählen, womit man auf dem Arbeitsmarkt Zukunft hat, und die das dann in der Regelstudienzeit mit guten Zensuren abgeschlossen haben ... - NATÜRLICH gibt es diesen Unterschied. Das ist nicht Lieschen Müller - das ist gesunder Menschenverstand und Erfahrung, und ein guter Happen Menschenkenntnis!

Und ja, ich fasse es nochmal zusammen: Ein Student für "Nordische Mythen" ist schon deshalb dumm, weil er ein Fach wählt, womit er später bei Primark an der Kasse steht - und dann gibt es Leute, die z.B. "Logistik" studieren, ein Fach das Zukunft hat - und etwas mit ihrem Abitur anfangen! Auch die Wahl des Studienfachs zeugt von Intelligenz oder Dummheit, so sehe ich das.

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CamelWolf 07.08.2017, 17:04
@TonsOfFun

Vielleicht solltest Du selber mal eine Universität von innen kennen lernen - vielleicht würdest Du dann sehen, dass Bildung an sich schon etwas Wunderbares ist, das, was neben der Empathie den Menschen vom Tier unterscheidet.  

Das ist für mich wichtig und nicht, wer am Ende am meisten Geld mit seinem Studium scheffelt. 

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TonsOfFun 07.08.2017, 17:13
@CamelWolf

Woher nimmst du die Frechheit, dir so dreist einzubilden, du würdest meinen Bildungsweg kennen?

Dann beschreibe das doch mal bitte etwas genauer, was du dir so vorstellst - deine hellseherischen Fähigkeiten sollen mich beeindrucken. Ich warte.

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CamelWolf 08.08.2017, 08:37
@TonsOfFun

Menschen wie Dich von den nicht-monetären Vorzügen von Bildung zu überzeugen, ist vergebliche Liebesmühe. Schau Dir einfach Deine Kommentare zu dieser Frage an .... Da braucht man keine hellseherischen Fähigkeiten um zu erkennen, dass es bei Dir zur Uni nicht gereicht hat. 

Die Strategie, zur Kompensation des eigenen Versagens jetzt auf Geisteswissenschaftler (die angeblich nutzloses Wissen in sich vereinen) einzuprügeln, ist durchschaubar und ja auch ein wenig nachvollziehbar. Irgendwie müssen die Minderwertigkeitskomplexe ja bearbeitet werden.


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TonsOfFun 08.08.2017, 09:17
@CamelWolf

B.Sc. Informatik.

M.Sc. Wirtschaftsinformatik.

Studium in Bayern. Schwierigkeitsgrad dementsprechend.

Du hast eine katastrophale Menschenkenntnis, also versuch es gar nicht erst wieder. Nur weil du offensichtlich selbst frustriert bist (warum auch immer - aber offenbar verspürtest du das Bedürfnis, beleidigend zu werden), sodass du soweit gehst, Fremde herabzusetzen, brauchst du nicht meinen, dass jeder so ein Loser ist wie du selbst- denn es klingt mir als schließt du von dir selbst ein bisschen zu schnell auf andere.

Lerne andere Meinungen zu respektieren, ohne gleich beleidigend zu reagieren. Nur weil ich dir den Teddybären wegnehme, darfst du mir noch lange kein Bauklötzchen an den Kopf werfen. Das lernt man im Kindergarten - und du willst mir was über akademische Bildung erzählen.

Gerade Akademiker sollten gelernt haben, offen zu sein für andere Meinungen und sie als solche anzunehmen (ich habe mir sogar die Mühe gemacht meinen Standpunkt zu erklären also gibt es keinen Grund sich zu beklagen), darüber nachzudenken oder nicht - aber beleidigend und anmaßend zu werden, das zeugt nicht von Reife. Ich maße mir aber im Gegensatz zu dir nicht an, basierend auf dieser Erkenntnis deinen Bildungsweg zu kennen, denn lediglich ein Studium macht einen Menschen noch lange nicht reifer.

Nachdem du derart ausfallend mir gegenüber werden musstest komme ich zu dem Schluss, dass deine Selbstdisziplin unter meinem Diskussionsniveau ist. Deshalb verschwende ich an dich keine weitere Zeit.

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Ja, das hast du Recht. Das Abi holen ist nicht schwer und auf vielen versch. Wegen zu erreichen.

Danach studiert jeder erst Mal, besonders die jüngeren haben dabei keine Ahnung oder Vorstellung, welches Studium für sie Sinn macht. Sie nehmen irgendein Fach aus der Schule, oder werden am besten gleich direkt wieder Lehrer, oder die Eltern schubsen den jungen Erwachsenen in eine Richtung, oder der Student hat selbst ganz utopische Träume von der eigenen Zukunft.

Dann kommt das Studium, damit die Realität, das Lernpensum und der Druck. Und dann bricht für viele Studenten die Welt gleich mal in den ersten Semestern zusammen. Alles doch nicht so toll, wie man sich das vielleicht dachte, oder sie studieren und studieren, und fallen nach 3-4 Jahren und mehreren wiederholten Prüfungen dann am Ende doch noch durch das Studium wegen zu vielen Fehlversuchen.

Natürlich gibt es auch solche Leute, die ein Studium anfangen und in der Regelzeit durchziehen. Die dürfen stolz sein. Haben sie jedoch Kunstwissenschaften studiert, dann sind sie trotzdem Volldeppen und landen am Ende im Museum - so sinngemäß. Es gibt halt auch einen Haufen bescheurte Studienfächer, mit denen man es am Ende zu gar nichts bringt. Worauf dann stolz sein? Ja, du hast "Nordische Mythen" studiert und das Studium abgeschlossen - und weiter??? Oder gut, du hast Kunst und Religion auf Lehramt studiert, hast ein Semester nur gekünstlert und statt Klausuren zu schreiben eigene Bilder ausgestellt - darauf darfst du noch lange nicht stolz sein, das kann jedes Kleinkind.

Nee, so pauschal darf man das alles nicht bewerten. Ein Großteil der Studenten sind Nichtsnutze, viel zu jung und dumm, träumen vom Studentenleben, das sie aus Filmen kennen, und während sie das umsetzen geht das Studium den Bach runter. Schande.

HerbertWie 07.08.2017, 17:31

Natürlich gibt es auch solche Leute, die ein Studium anfangen und in der Regelzeit durchziehen. Die dürfen stolz sein. Haben sie jedoch Kunstwissenschaften studiert, dann sind sie trotzdem Volldeppen und landen am Ende im Museum - so sinngemäß. Es gibt halt auch einen Haufen bescheurte Studienfächer, mit denen man es am Ende zu gar nichts bringt. Worauf dann stolz sein? Ja, du hast "Nordische Mythen" studiert und das Studium abgeschlossen - und weiter??? Oder gut, du hast Kunst und Religion auf Lehramt studiert, hast ein Semester nur gekünstlert und statt Klausuren zu schreiben eigene Bilder ausgestellt - darauf darfst du noch lange nicht stolz sein, das kann jedes Kleinkind.

Nee, so pauschal darf man das alles nicht bewerten. Ein Großteil der Studenten sind Nichtsnutze, viel zu jung und dumm, träumen vom Studentenleben, das sie aus Filmen kennen, und während sie das umsetzen geht das Studium den Bach runter. Schande.

So ein Quatsch! Meinst Du das Ernst?

Kunstwissenschaften ist ein tolles und interessantes Fach und es wäre zu traurig, wenn es nicht mehr angeboten würde. Es gibt viele Fächer, die äußerst interessant sind. Und wenn du dieses oder ein ähnliches Fach an einer staatlichen Universität erfolgreich absolvierst, dann kannst Du stolz sein und hast etwas geleistet. Der Anspruch ist nämlich auch in diesem Fach nicht ohne.

Und nur, weil nicht jeder Medizin, Jura, BWL und Co. studiert, ist er nicht gleich ein Depp. Er hat nur vielleicht andere Interessen oder eine andere Begabung. 

Ich finde dieses Schwarz-Weiß-Denken schrecklich. 

Eine vielfältige Berufswelt ist doch etwas tolles - ob studiert oder nicht ist sowieso erstmal Nebensache.

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TonsOfFun 07.08.2017, 17:50
@HerbertWie

Kunstwissenschaften bringt einen zu nichts. Dachte eigentlich, gerade dieses Fach gewählt zu haben als Beispiel bringt mir den einen oder anderen Lacher von ein paar coldmirror-Fans. Das Paradebeispiel für einen absolut talentierten Künstler, der daraufhin meinte, Kunstwissenschaften wären eine gute Wahl.

Ich sage ja nicht, dass man nicht auch solche Fächer studieren soll - aber ich sage etwas über die Umstände. Wenn man bereits ein ertragbringendes Studium erfolgreich absolviert hat, arbeitet und Geld verdient - warum dann nicht nebenzu studieren, was die eigene Leidenschaft ist?

Ja gut, dann interessiert sich Lieschen Müller eben für nordische Mythen. Aber Lieschen ist auch schlau, sie hat ein gutes Abitur und hat Grips, möchte sich selbst ein gutes Leben ermöglichen. Lieschen studiert deshalb BWL/Mathematik/Informatik/Logistik, was Lieschen auch spannend findet - und hat somit etwas, womit sie definitiv am Markt gesucht wird und vernünftig Geld nach Hause bringen wird. Jetzt hat Lieschen Müller ihren Abschluss, einen guten Job und gutes Geld - und entscheidet sich, sich selbst ein Abendstudium im Fach nordische Mythen zu gönnen. Yaay, Lieschen - schlaues Kind!

Dann ist da der Justin Popel, der weiß, er ist malerisch talentiert. Außerdem ist er verträumt und kreativ, also warum nicht nach dem Abitur ein Kunstwissenschaftenstudium anfangen! Super, Justin geht voller Euphorie in das Studium. Justin ist auch nicht blöd, er bemüht sich und beendet sein Studium in der Regelstudienzeit. Kaum ist er fertig und bewirbt sich auf Stellen, bemerkt er, dass Leute mit seinem Abschluss kaum gesucht werden und die wenigen Stellen, die sich anbieten ihm eh keinen Spaß machen, weil so hat er sich das ja nicht vorgestellt. Heute sitzt Justin in seiner 1-Zimmer-Wohnung, trinkt und malt. Und mit den 300 Euro vom Staat kommt er zurecht.

Leider liegen viele ehemaligen Kunststudenten dem Staat auf der Tasche - die wenigsten kreativen Köpfe zieht es in einen Museumsjob. Yeah, Kunstwissenschaften, booyah!!!

 

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"Tolles und interessantes Fach" - klar das hab ich nie bestritten. Aber sowas fällt für mich unter Freizeitaktivitäten! Da muss man ganz klar differenzieren, welches Studium macht Sinn für mein Leben, und welches Studium macht Sinn als Hobby nebenher. Wer wirklich intelligent ist, der versteht das auch und handelt danach. Und die vermeintlich intelligenten lassen sich vom nunmal in Deutschland vorhandenen System f****n.... traurig aber wahr. Wir leben hier nicht im Sozialismus, wo jeder sein faires Eckchen im Arbeitsmarkt findet.

Das war jetzt selbstverständlich eine übertriebene Darstellung - aber ich bin Realist- kein Träumer, kein Aktivist der sich für arme unterbewertete Kunstwissenschaftler stark macht. Werde ich auch nie sein. Akzeptier meinen Standpunkt oder lass es.

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TonsOfFun 07.08.2017, 18:02
@HerbertWie

Hey Herbert, voll lustig - aufgrund deines Beitrags hab ich mal spaßeshalber schnell in zwei Jobportalen nachgesehen. Ich hab nach Jobs explizit für Kunstwissenschaftler gesucht.

Portal 1 spuckt mir 3 Minijobs in Ateliers aus.

Portal 2: "Jobbörse.de ergab keine aktuellen Jobs und Stellenangebote für Kunstwissenschaften"

Das war jetzt natürlich nur der Schnelldurchlauf. ^^ Aber irgendwie fühle ich mich bestärkt... tut mir Leid für dich.

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fluffiknuffi2 07.08.2017, 20:07

Haben sie jedoch Kunstwissenschaften studiert, dann sind sie trotzdem Volldeppen und landen am Ende im Museum - so sinngemäß

Ne, "Sinn" ist da eher nicht so viel. Das so eine Pauschalaussage nicht viel taugt weißt du vermutlich auch.

Nee, so pauschal darf man das alles nicht bewerten.

Ah, hab gerade weiter gelesen. Welche Ironie des Schicksals, du erhebst einen ganz ähnlichen Vorwurf! :P

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TonsOfFun 08.08.2017, 08:47
@fluffiknuffi2

Wie bereits mehrfach unter anderen Beiträgen erwähnt gibt es immer Ausnahmen das bestreite ich nicht, ich spreche hier von einer großen Mehrheit, nicht von Individuen, die davon abweichen.

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