Ist es gerechtfertigt Wasserstoff in die 1. Hauptgruppen einzuordnen?

2 Antworten

Moin,

die einen sagen so, die anderen so...

Wenn du zur Grundlage machst, wie viele Valenzelektronen ein Atom hat, dann ist es gerechtfertigt, Wasserstoff in die 1. Hauptgruppe des Periodensystems der Elemente einzuordnen, denn seine Atome haben wie die der Alkalimetalle ein Valenzelektron.

Andererseits ist (gasförmiger) Wasserstoff ein typisches Nichtmetall und damit anders als die anderen Elemente der 1. Hauptgruppe, die alle Metalle sind. Deshalb platzieren zum Beispiel Greenwood, N.N. & Earnshaw, A. (1990) in ihrem Buch »Chemie der Elemente« in ihrer Darstellung des PSE die Elemente Wasserstoff und Helium als Sonderfälle der 1. Periode nicht in der 1. bzw. 8. Hauptgruppe zu den anderen „üblichen Verdächtigen”, sondern als eigenständiges Pärchen nebeneinander und abseits der übrigen Elemente.

Die weitaus gebräuchlichere Sichtweise ist allerdings, dass Wasserstoff der 1. Hauptgruppe (Alkalimetallgruppe) und Helium der 8. Hauptgruppe (Edelgasgruppe) zugeordnet wird.

Wenn du mich persönlich fragst, so muss ich gestehen, dass ich aus Bequemlichkeit auf der einen Seite gewöhnt bin, es so wie die meisten zu machen und Wasserstoff in die 1. Hauptgruppe und Helium in die 8. Hauptgruppe zu integrieren. Aber aufgrund meines rebellischen Charakters hege ich andererseits für die Argumentation einer Sonderstellung für diese beiden Elemente wegen der Besonderheiten der 1. Periode viel Sympathie. Wie gesagt, die einen sagen so, die anderen so...

LG von der Waterkant

Wieso, die Elektronenkonfiguration passt doch...

Und ich meine gelesen zu haben, dass fester Wasserstoff den Alkalimetallen ähnlich sein soll.

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