Ist es geheuchelt, wenn man an Jesus Glaubt und auch betet,aber trotzdem bewusst/unbewusst sündigt?

19 Antworten

Christen sollen versuchen, ein heiliges Leben zu führen und nach Gottes Willen zu leben. Trotzdem sind sie noch Menschen und fallen immer wieder in Sünde. Paulus schreibt häufig vom "Fleisch", das Begierden weckt, denen man widerstehen sollte.

Trotzdem werden wir aber immer wieder in Worten, Gedanken und Taten sündigen. Paulus schrieb dazu: "Denn ich weiß, dass in mir, das heißt in meinem Fleisch, nichts Gutes wohnt; das Wollen ist zwar bei mir vorhanden, aber das Vollbringen des Guten gelingt mir nicht" (Römer 7,18).

"Wenn wir sagen, daß wir nicht gesündigt haben, so machen wir ihn zum Lügner, und sein Wort ist nicht in uns" (1. Johannes 1,10).

Deshalb ist es wunderbar, dass Gott uns eine Möglichkeit geschenkt hat, von allen Sünden frei zu werden: "Wenn wir aber unsere Sünden bekennen, so ist er treu und gerecht, dass er uns die Sünden vergibt und uns reinigt von aller Ungerechtigkeit" (1. Johannes 1,9).

Außerdem hat Jesus davon gesprochen, dass wir "Buße" tun sollen. Buße hat nichts mit Bußwerken zu tun, sondern bedeutet "Änderung der Gesinnung". Man soll also versuchen, die Sünden nicht mehr zu begehen und sein Verhalten zu verbessern.

"Denn der Lohn der Sünde ist der Tod; aber die Gnadengabe Gottes ist das ewige Leben in Christus Jesus, unserem Herrn" (Römer 6,23).

"So sehr hat Gott die Welt geliebt, dass er seinen eingeborenen Sohn gab, damit jeder, der an ihn glaubt, nicht verlorengeht, sondern ewiges Leben hat" (Johannes 3,16).

"Allen aber, die ihn aufnahmen, denen gab er das Anrecht, Kinder Gottes zu werden, denen, die an seinen Namen glauben" (Johannes 1,12).

Ein Glauben ist nur echt, wenn man auch danach lebt (wobei klar ist, daß man es nicht immer hinbekommt).

Wer meint, fest zu glauben, aber nicht auch entsprechend handelt, der glaubt tatsächlich nicht. Beispiel aus dem Alltag: Wenn ich fest daran glaube, sechs Richtige im Lotto zu bekommen, dann werden ich auch einen Lottoschein ausfüllen und abgeben, damit der geglaubte Erfolg eintreten kann. Aber wenn ich nicht daran glaube, dann verzichte ich auf Lotto.

Was bedeutet aber "an Jesus glauben"? Lediglich zu glauben, daß es ihn gab oder gibt, reicht nicht. An Jesus glauben bedeutet, fest davon überzeugt zu sein, daß seine Aussagen wahr sind, daß sein Verhalten das Richtige war und daß nur solches Denken und Handeln zu den gewünschten Ergebnissen führt.

Sündigen bedeutet, etwas falsch zu machen. Wer einen Nagel in die Wand schlägt und sich dabei auf den Daumen haut, der hat auch etwas falsch gemacht und muß die Folgen tragen. Kein Mensch ist davor geschützt, jede Menge falsch zu machen. Vergebung bedeutet deshalb nicht zwangsläufig, vor den unangenehmen Folgen gemachter Fehler geschützt zu werden, sondern vor allem, nach und nach so verändert zu werden, daß man solche Fehler zukünftig nicht mehr macht und so die echte Chance bekommt, sein Ziel optimal zu erreichen.

Geheuchelt ist deshalb nur, wenn man sich in die eigene Tasche lügt und symbolisch betrachtet fest glaubt, daß es einen Arzt gibt, der helfen kann, ihn aber aus Bequemlichkeit oder sonstigen Gründen nicht aufsucht und dann auch noch behauptet oder sogar selbst glaubt, daß der Arzt nun geholfen hat oder helfen wird.

Wahrhaftig ist es nicht und natürlich Sünde, wenn du bewusst und willentlich etwas tust, was dem Willen Gottes widerspricht. Du handelst anders, als dein Gewissen dir sagt und deine Gebete wären nicht ehrlich.

Anders ist es, wenn man in eine Sache hineinschlittert und sie eigentlich gar nicht will - aber in einer betreffenden Situation zu schwach ist. Da ist es keine bewusste Handlung und Entscheidung, sondern ein vom Augenblick geprägtes und nicht überlegtes Tun, sicher nicht sündenfrei, aber auch nicht heuchlerisch, wenn man um das Gute ringt.

Ein unbewusstes Sündigen gibt es nicht. Zur Sünde gehört klare Erkenntnis und freier Wille.


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