Ist es gegebenenfalls klug, den ersten Roman selbstständig zu verlegen?

... komplette Frage anzeigen

3 Antworten

Wenn du einmal im Selbstverlag was rausgebracht hast, bist du für die seriöse Literaturszene und Verlagswesen eine persona non grata und ein für allemal weg vom Fenster.

Was soll es dir denn nützen, deine Bücher zu verschenken? Was ist das  für eine Marketingstrategie?

Und es ist keine IBAN um Gottes Willen sondern eine ISBN...

Ich flehe dich an, kauf dir das "Handbuch für Autorinnen und Autoren" von Sandra Uschtrin, und lies sich erstmal in das ganze Veröffentlichungsgenre ein.

Und wenn du mit Fremdbüchern vor Buchläden herumlungerst, kriegst du Hausverbote und Androhung von Unterlassungserklärungen schneller als du "Literaturverlag" sagen kannst

Ganz wichtig ist auch, daß du keinesfalls ein Erstlingswerk veröffentlichst, sondern dein Schreiben in vielen Jahren der Übung erstmal verfeinerst und dazu lernst. Es ist noch kein Autor vom Himmel gefallen...

Jeden Beruf muß man erlernen, und Schreiben ist ein Handwerk, genauso wie jeder andere Beruf auch. Du hast deine Lehrjahre nichtmal ansatzweise hinter dir.

Ich würde mir gern so ein Buch von dir schenken lassen und dann wahrscheinlich vor Grauen den Ofen damit anschüren

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung
Kommentar von Panderos
05.04.2016, 20:37

Lol, ups. :D Das ist natürlich super.

Es geht mir nicht ums Geld. Das ist für mich schlichtweg Mittel zum Zweck, und das war selbstverständlich ebenfalls nur eine theoretische Frage.

Dass das Erstlingswerk ein fragwürdiges Produkt ist, ist mir bewusst. Ich muss anmerken, dass das mitnichten das erste ist, das ich schreibe, sondern nur das erste "richtige" eigenständige, das länger als 10000 Wörter ist. Aber auch das ist in diesem Fall mehr oder weniger irrelevant, da relativ.

Das ist mir alles sehr wohl bewusst. Bevor ich überhaupt irgendwelche Schritte zu irgendwas einleiten würde, würde ich mich selbstverständlich ernsthaft informieren. Das ist ja auch der Grund für derlei Fragen, mensch. Ich stürm keineswegs drauf los und mach irgendwas Blödes. ;)

0

Dein ganzes Buch komplett kostenfrei rauszugeben ist keine gute Idee. Außer du sponsorst es als Wettbewerbspreis irgendwo. Ansonsten würde ich höchstens solche kleinen Leseproben drucken lassen. Die kannst du dann verteilen, allerdings musst du drauf achten wo du sie verteilen darfst, das ist rechtlich nicht so einfach.

Mich würde auch interessieren wie viel Kritik (nicht von Freunden und Familie) du bereits zu seinen Geschichten bekommen hast. Das sagt nämlich weit mehr aus als die Anzahl an Geschichten oder Büchern die man geschrieben hat.

Wettbewerbe sind auf jeden Fall eine gute Idee. Bleib erst einmal dabei und such dir vielleicht einen guten Betaleser wie Enny Wilsbrook (enny-wilsbrook.com/) oder jemanden hier bei gf. Dadurch lernst du am meisten. Dann heißt es viel schreiben, schreiben, schreiben. Wenn du dein Buch veröffentlichen möchtest würde ich dir empfehlen entweder über Selbstverlag zu gehen wenn  es dir wirklich nur darum geht es an die Leute zu bringen und nicht um das Geld.

Für Verlage braucht es inzwischen einen Agenten um überhaupt eine Chance zu haben. Das ist dann nochmal eine ganz andere Geschichte.
Lies ruhig das Buch, das TorderSchatten empfohlen hat und erkundige dich genauer.

Es gibt auch kleinere online Verlage wie http://newauthors.jimdo.com/ die speziell Jungautoren oder Nonames eine Chance geben zu veröffentlichen. Sehr viel Geld kommt dabei auch nicht unbedingt herum aber man erreicht eventuell mehr Leser als über die unendlichen Weiten von wattpad und Konsorten.

Viel Spaß auf jeden Fall beim Schreiben und Erfolg bei deinen zukünftigen Plänen :)

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Ich bin da völlig bei TorderSchatten, die Idee ist nicht so brillant.

Viele der Gründe dafür wurden bereits genannt. Erschwerend kommt noch hinzu, dass es heute mehr als einfach ist, kostenlose oder extrem günstige Texte unbekannter Autoren im Netz zu lesen.

Wenn du bekannt werden willst als Autor, muss nach der Pubikation auch die Marketing-Maschinerie anlaufen. Und ohne entsprechenden Verlag im Rücken wirst du die kaum in Gang bekommen. Oder meinst du, dass eine Buchhandlung eine Lesung mit einem Schriftsteller machen will, der seine Bücher hinterher verschenkt? Willst du auch noch die Miete für die Locations deiner Lesungen zahlen? Printwerbung?

Bei seriösen Publikumsverlagen angenommen zu werden ist nicht nur Glückssache. Es bedeutet, dass der Verlag glaubt, dein Werk auch verkaufen zu können. Er investiert Zeit und Geld in dich und nimmt dir eben das ab, was du allein kaum schaffst.

Ich denke, du solltest dir dringend bewusst machen, dass in Deutschland gerade einmal eine Handvoll Autoren vom Schreiben leben kann. Die Mehrzahl publizierter Autoren finanziert sich größtenteils über normale Berufstätigkeit.

Antwort bewerten Vielen Dank für Deine Bewertung

Was möchtest Du wissen?