Ist es gefährlich, mit einem Pferd durch einen "unsicheren" dunklen Wald zu reiten?

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7 Antworten

Wenn das Pferd gewohnt ist in schwierigem Gelände unterwegs zu sein wird es trittsicher und ohne zu stolpern durch diesen Wald laufen. Leider haben unsere Pferde aber in der Regel ebene bis sehr langweilig flache Koppeln - die die Trittsicherheit unserer Pferde leider gar nicht fördern.

Ein Pferd das z.B. auf Bergkoppeln aufgewachsen ist z.B. Haflinger in Hafling auf den Almen werden hier keinerlei Probleme haben auch nicht im Dunkeln. In Island gibt es geführte Wanderritte die einem Normalmensch das fürchten lehrt - die Isis laufen auf 20 bis 30 cm breiten Wegen wo es an der einen Seite steil nach oben geht und auf der anderen steil nach unten - diese Tiere sind diese Wege gewohnt und laufen die ohne Probleme.

Es kann durchaus gefährlich sein, aber es kommt auch auf das Pferd an. Pferde die es gewöhnt sind können sowas ganz leicht und ohne sich zu verletzen. Jedoch ist das bei den meisten heutigen Reitpferden nicht so, weil sie es nicht mehr wirklich kennen und nur noch auf geebneten Wiesen und Sandplätzen laufen. Es kommt auch oft auf die Rasse des Pferdes an. Ein Haflinger oder ein Brabanter sind weitaus trittsicherer als ein Vollblut. Trotzdem ist es nicht gerade ratsam so einen Ausritt alleine und ohne fachkundige Führung zu wagen.

Hallo,

am Anfang ihrer Entwicklung für vielen tausend Jahren lebten die Pferde im Wald. Allerdings waren das keine Pferde wie wir sie kennen sondern kleine Tierchen die auch anatomisch unseren Pferden nicht wirklich ähnlich waren. Im Laufe der Entwicklung wurden die Pferde zu Steppentieren. Sie wurden größer, bekamen Hufe statt Zehen und wurden zum Lauf- und Fluchttier.

Der Bewegungsapparat des Pferdes ist also sehr widerstandsfähig und gut ausgebildet. Pferde sind in der Regel auch im unebenen Gelände sehr trittsicher. Außerdem brechen Pferdebeine nicht so leicht wie man vielleicht aufgrund der Beschaffenheit (dünne Beine unter einem doch massigen Körper) annehmen könnte. Gerade in dunkler Umgebung sehen Pferde viel besser als Menschen. Sie können sich also in einem dunklen Wald durchaus orientieren und sicher gehen.

Der begrenzende Faktor ist hier der Mensch (auf dem Pferderücken). Wenn der Mensch die Wahl des Weges dem Pferd überlässt, dem Pferd genug Raum lässt um sich auszubalancieren dann kommen Pferd und Reiter auch sicher durch einen dunklen Wald. Pferde balancieren sich beim Stolpern über den Hals aus - hält der Mensch die Zügel zu fest ist das nicht möglich und kann zum Sturz führen. Hat das Pferd aber seinen Kopf- bzw. Halsbereich relativ frei so ist die Sturzgefahr schon mal geringer.

Eine Gefahr stellt aber ein Erschrecken des Pferdes dar. Pferde ergreifen bei einer (vermeintlichen) Gefahr meistens die Flucht. Dies könnte in einem unwegsamen Gelände durchaus dazu führen, dass das Pferd ein Hindernis übersieht und stolpert.

Ja, diese Befürchtungen sind absolut berechtigt, besonders wenn das Pferd derartiges Gelände nicht gewohnt ist! Z.B. Löcher, auch in Wiesen sind immer eine Gefahr für ernsthafte Verletzungen, Bänderrisse, Knochenbrüche, selbst für sehr erfahrene Pferde ! In der BRD ist Reiten abseits der Wege im Wald zudem verboten, dürfte in vielen andern Ländern ähnlich sein !

Ich glaub eher das die gefahr wächst, weil es dunkel ist und es da durchaus geräusche im wald gibt, die pferde erschrecken können. das heißt ich würde sagen, dass das pferd einfach durchgehen würde oder so. hab ich noch nicht ausprobiert...

Das Pferd kann stolpern oder es kann Geräusche geben wo es sich erschreckt .. Ich würde es lassen.

Ein Pferd kann durchaus stolpern, wenn dort kein Weg ist und besonders dunkel ist. Also ist es schon gefährlich.

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