Ist es für einen gewissenhaften Christen eine Pflicht, sich ein Beispiel an die Apostel und Jesus zu nehmen und die "gute Botschaft" zu verkündigen?

15 Antworten

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Ja, 

ein Christ verkündigt dieses Königreich.

Jesus selbst sagte, DAFÜR wäre er auf die Welt gekommen:

Johannes 18

Deshalb sagte Pilạtus zu ihm: „Nun denn, bist du ein König?“ Jesus antwortete: „Du selbst sagst, daß ich ein König bin.+ Dazu bin ich geboren worden und dazu bin ich in die Welt gekommen, damit ich für die Wahrheit Zeugnis ablege.*+ Jeder, der auf der Seite der Wahrheit ist,+ hört auf meine Stimme.“+

Die Wahrheit beinhaltet, was seine Jünger tun sollten:

Matthäus 10

7 Während ihr hingeht, predigt, indem ihr sagt: ‚Das Königreich der Himmel hat sich genaht.‘+

cheerio

Vielen Dank für den Stern, Philosophin.

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Zeugen Jehovas unter sich. 😏

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@KaeteK

@KaeteK:

Matthäus. 24:14 und 28:19, 20 gilt für - Christen, alle.......aber das weißt Du ja..........

cheerio

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Jesus sagte: "Geht daher hin, und macht Jünger aus Menschen aller Nationen, tauft sie im Namen des Vaters und des Sohnes und des heiligen Geistes, und lehrt sie, alles zu halten, was ich euch geboten habe. Und siehe, ich bin bei euch alle Tage bis zum Abschluß des Systems der Dinge“ (Matthäus 28:19, 20).

Hi xxPHILOSOPHINxx

Zunächst mal: Die NWÜ Übersetzung ist nicht die philologisch korrekteste, wenn man es milde Ausdrücken will. Der Begriff "System der Dinge" wird an vielen Stellen ohne Begründung gesetzt, um einen inneren Zusammenhang herzustellen, der vielleicht gar nicht besteht. Die Einheitsübersetzung ist gewissenhafter, noc besser vielleicht so was wie die Elberfelder oder Zürcher Bibel.

In diesem Fall verfälscht er aber die Aussage nicht. Das steht so in der Bibel. Eine andere Frage ist ob Jesus das wirklich gesagt hat oder ob die frühe Jünger dies geglaubt oder gewusst haben. Und da sind Zweifel angebracht, denn das klingt sehr nach paulinischer Heidenmission- eine umstrittene Sache im frühen Christentum.

Meines Erachtens ist ein Christ -im wörtlichen Sinne- ein Nachfolger Jesu. 

Ja. Sehe ich auch so.

Dem kamen die Apostel gewissenhaft nach- Jesu war wohl der Beste, unter allen Verkündiger. Da sind wir uns hoffentlich einig.

Nein, denn hier sind viele Nichtchristen.

Ob ein Christ seinen Glauben verkündigen und möglichst verbreiten soll ist eine gute Frage, die sich jeder Christ stellen sollte. Aber es gehört auch dazu, ob das überhaupt möglich ist.

Und da muss ich sagen: Ganz klares NEIN. Ich bin z.B. selbst kein Christ, kenne aber die christlichen Argumente und habe Erfahrungen mit Bekehrungsversuchen und Apologeten. Wann immer das jemand bei mir versucht, ist seine Ausgangslage hoffnungslos. Wunder, die selbst mich überzeugen könnten, gibt es in der Welt offensichtlich nicht. 

Man kann also seine Zeit verschwenden, indem man Menschen predigt, die das Christentum kennen und es trotzdem ablehnen, oder Menschen, die rational an ein solches Thema herangehen und die Argumente durchschauen.

Die Zeugen Jehovas fallen dabei wann immer ich mich mit ihnen unterhalten habe durch irrationale bis unwahre Argumente auf- besonders lustig finde ich es wenn versucht wird die Evolutionstheorie zu diskreditieren ohne über ein Wissen darüber zu verfügen, das in irgend einer Weise auf Gegenargumente eingehen kann. Kreationistische Argumentation ist verloren, wenn man sie einem wissenschaftlich gesinnten Menschen vorträgt. Keine Chance.

Nun gibt es Leute, die man mit solcher Propaganda überzeugen kann. Das ist aber ein Übel. Denn wer Propaganda und unwahre Behauptungen für die Mission benutzt, der handelt ethisch sehr angreifbar. 

OHNE die Überzeugungskraft falscher Argumente fällt man in der Mission zurück auf die persönlichen Erlebnisinhalte, und es steht jedem automatisch frei, solche nicht als gute Gründe zu sehen, ein Christ zu werden. 

Eine ehrliche Mission ist damit weniger effektiv von vorne herein, und in der heutigen Zeit mit dem breiten Ansatz "von Haus zu Haus gehen" auch nicht mehr überzeugend möglich. 

Ich kreide es deiner (mutmaßlichen) Glaubensrichtung sehr an, dass sie Propaganda betreibt. Das ist durchschaubar, und es ist um jeden Zeugen Jehovas schade der das nicht merkt, entweder weil er es nicht kann mangels Bildung oder weil er sich selbst belügen muss.

Danke für deine ehrliche Meinung. Ich bin übrigens kein Zeuge Jehovas. Ich studiere allerdings momentan mit ihnen die Bibel. Rationalität war jahrelang meine Stärke, in allen Lebensbereichen, zu allen Themen. Nun, ich wandelte im Endeffekt wie ein Roboter umher. Ich kam in keiner Sekunde auf die Idee, mir die Sonne, die Sterne und den Mond und sogar die Natur anzusehen. Hätte ich dies nämlich getan, so käme die Frage auf, was die Evolution sich bei der Gravitation, bei der Wärme der Sonne, bei dem Funkeln der Sterne, dachte. Was die Evolution sich wohl bei den unzähligen Farben in der Natur dachte. Wie die Evolution kleinste Nerven, Knochen, Sehnen und einen Filter im Hals-Bereich formte, wie sie die Motorik formte. Warum wir aus Weizen so wunderbare Dinge schaffen können. Ich konnte die Evolution aber nie fragen, die Theorie erklärt mir lediglich, wie all dies zu Stande gekommen ist. Die Bibel allerdings, kann mir diese Frage beantworten; zu Zeiten des AT wusste man bereits, dass die Erde keine Scheibe war.

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@xxPHILOSOPHINxx

Die Bibel allerdings, kann mir diese Frage beantworten

Aber welche Antwort gibt sie denn darauf? Dass es Gott getan hat? Dass alles einen Zweck hat?

Den Eindruck der Zweckmäßigkeit erklärt die Evolutionstheorie (die sich übrigens auf Lebewesen bezieht, höchstens im übertragenden Sinne auf den ganzen Kosmos und das ist umstritten), viel besser.

Hätte ich dies nämlich getan, so käme die Frage auf, was die Evolution sich bei der Gravitation, bei der Wärme der Sonne, bei dem Funkeln der Sterne, dachte. 

Hier ist der Begriff Evolution sicher fehl am Platz- und von der menschlichen Perspektive aus ist es eben die Frage nach dem Zweck vielleicht gar keine gute Frage oder die Wissenschaft kann sie nicht beantworten- aber wenn die Wissenschaft es nicht kann kann es eine "Gotteshypothese" genau so wenig. Denk einmal darüber nach- sind Gravitation, Wärme oder ganz besonders Sternenlicht Dinge, ohne die ein menschlicher Geist undenkbar wären? Wohl kaum. Es könnte doch, und gerade wenn Gott alles geschaffen hat, ebensogut alles nach oben fallen, die Temperatur des Universums konstant sein, oder Sterne überhaupt nicht existieren. Also kann man auch keinen Zweck darin sehen.

 Ich konnte die Evolution aber nie fragen, die Theorie erklärt mir lediglich, wie all dies zu Stande gekommen ist. 

Vielleicht kannst du mehr nicht verlangen. Und wenn du ehrlich zu dir selber bist- Gott kannst du auch nicht fragen. 

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@Grobbeldopp

@Grobbeldopp

Ich zitiere:

Den Eindruck der Zweckmäßigkeit erklärt die Evolutionstheorie (die sich übrigens auf Lebewesen bezieht, höchstens im übertragenden Sinne auf den ganzen Kosmos und das ist umstritten), viel besser.

So so - wie genau erklärt sie das denn, die synthetische ET?

Cheerio 

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@gromio

Hallo gromio 

Ich weiß nichg worauf du hinaus willst oder von welcher Weltanschung dein Einwand kommt oder dein "so so".

Die synthetische Evolutionstheorie braucht man dafür nicht bemühen, Darwin reicht.

Warum natürliche Variation und  Selektion den Eindruck von Zweckmäßigkeit der Lebewesen bezüglich ihrer Umwelt erklärt muss ich das wirklich erklären? Ist doch trivial genug. Da du mit einem wissenden "so so" in die Sache einsteigst nehme ich an dir ist das klar und du wähnst dich im Besitz überlegener Einsicht? Dann erklär es mir bitte.

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@Grobbeldopp

Grobbeldopp.

Bloss weil Menschen noch nicht alles erklaeren koennen, ist das Sinnvolle -z.B.Sterne - fuer ihr Leben nicht erkennbar?

Abgesehen davon hat der Schoepfer gezeigt, dass es ihm in seiner Schoepfung oft auch einfach um Schoenheit und Freude geht. Und nicht nur um Sinn und Funktionalitaet

Weshalb gibt es sonst in der Natur so viele Variationsmoeglichkeiten

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Danke und ich gebe mich ungern zufrieden. Also verlange ich auch mehr.

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Gobbeldopp.

Du argumentierst ja "lustig".. 

Das Predigen lediglich eine "paulinische Heidenmission"?

Da muss ich doch sagen:Glaubhaftigkeit der NWUebersetzung hin oder her..  was steht denn so in deinen Bibeluebersetzungen z.B.in Matth.28:19 oder auch in Matth.10:5-15

Ja.da steht doch tatsaechlich auch:"....wo jemand euch nicht aufnimmt noch auf eure Worte hoert, da schuettelt den Staub von euren Fuessen..."

Anders ist es heutzutage auch nicht

Ach so...hat Jesus das Predigen auf eine bestimmte Zeit bezogen?

Oder Paulus?

"Tag und Stunde" fuer einen Eingriff Gottes in das Weltgeschehen kennt er nur selbst.

Du kannst den Begriff "Ende des Systems" anzweifeln so viel du willst.....Aendern kannst du die Tatsache nicht.

Nicht einmal Jesus kennt diesen Zeitpunkt.

Also:"open end".....

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@juste55

Nein, mit dem Hinweis dass das paulinisch klingt möchte ich sagen, dass es unschlüssig ist dass Jesus das tatsächlich gesagt hat.

Eine wie auch immer beschaffene Endzeit ist alles andere als eine Tatsache.

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@Grobbeldopp

Grobbeldopp.

Du hast Recht:man kann der Bibel glauben oder auch nicht.

Ich empfehle jedem, sie gut kennenzulernen.

Sie ist das Wort Gottes .

ER wird seinen Plan mit der Menschheit durchsetzen.

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Hallo xxPHILOSOPHINxx,
ja, das ist Pflicht eines Christen.

Und so, wie das für die Entstehungszeit der Kirche beschrieben ist, kann das auch für kleine und/oder neue Gemeinschaften angebracht sein. Aber bereits zur Zeit der Apostel wurden z.B. durch die Einrichtung des Diakonats (Apg 6,1-7) Aufgaben delegiert.

Je größer die Organisation wird, desto mehr muss delegiert werden. Es geht nicht, dass wichtige Aufgaben in Familie, Gesellschaft und Beruf nicht mehr erfüllt werden können, wenn man als Prediger oder Missionar unterwegs ist.

Heute zeigt sich die missionarische Haltung des Christen darin, dass er
-sich mit seinem gesamten Leben als geweihter Amtsträger im Priestertum oder Orden zur Verfügung stellt oder
-als Laie den Dienst der geweihten Amtsträger unterstützt durch Finanzierung, Spenden, Mitarbeit in kirchlichen Gremien und Bekenntnis des Glaubens (Rede nicht ungefragt, aber lebe so, dass man dich fragt.).
-- Lebensführung in Familie, Beruf und Freizeit in der Weise, dass sie den Prinzipien eines Christen entsprechen.

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