Ist es falsch an das gute im Menschen zu glauben...

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Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet

Ob es nun falsch ist oder nicht, darfst du für dich entscheiden. Aber ich finde, es ist eine ziemlich komplizierte Denkart, an das "Gute" im Menschen zu glauben. Zumal du ja für dich erst mal festlegen musst, was "gu"t für dich ist. Und nur weil du es gut findest, heißt das ja nicht, dass allgemein gehalten wirklich "gut" ist oder ob du mit dieser Erwartung einigen Menschen nicht sogar Unrecht tust, nur weil du denkst, da er dieses und jenes nicht erfüllen kann (was du für "gut" befindest), ist er nicht "gut" und enttäuscht dich daher.

Ebenso fatal kann es sein, nur an das "Böse" im Menschen zu glauben. Denn dann bist du voreingenommen, verurteilst und übersiehst das, was dir an ihm gefällt. Das, was dir in sozialer Interaktion Freude bereitet. Dies läge dann alles unter dem Schleier des "Schlechten". Zwar kann es dann auch gut sein, dass du für dich "Positives" dann auch mal intensiver wahrnehmen und dich dann daran erfreuen kannst, weil du gar nicht damit rechnest, dass es zum Vorschein treten könnte. Allerdings glaube ich auch, dass dies nur wenige Momente sein würden und du das meiste dann doch übersiehst.

Meine Empfehlung: Nimm den Menschen, wie er ist. Das heißt, nicht nur mit dem, was für dich "gut" ist, sondern auch mit seinen Fehlern. Und davon hat er unendlich viele, wodurch es auch immer wieder zu Enttäuschungen kommt. Vor allem, wenn man selbst Erwartungen hat, die bestimmte Makel (oder Abweichungen von deiner eigenen Vorstellung) nicht zulassen.

Es könnte sich also lohnen, nicht den Menschen an sich zu hinterfragen, sondern stattdessen die eigene Sicht auf dieses so fehlbare Wesen ;-)

Ach ja... Und wer dir "gut" tut, musst du ebenfalls für dich entscheiden. Wenn jemand eine bestimmte Art hat, mit der du partout nicht zurecht kommst, ist es wohl besser, einen Schlussstrich zu ziehen. Aber allein die "Enttäuschung" muss noch kein Grund sein, jemanden "abzuservieren" oder arg in Frage zu stellen.

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Glauben heißt nicht wissen. Glauben allein ist blauäugig. Rede mit demjenigen, stelle klar, was Du erwartest und was Du nicht akzeptierst. Dann weiß er, wie er mit Dir dran ist. Und wenn er Dich schonmal enttäuscht hat, soll er das wiedergutmachen. Tut er das nicht, sieht er seinen Fehler nicht ein und wird Dich wahrscheinlich wieder enttäuschen.

Zu Beginn meiner Antwort ein Zitat aus meiner Sammlung = Ich glaube an das Gute im Menschen, verlass mich aber lieber auf das Schlechte in ihm.

Trotzdem halte ich fest daran, besonders bei Menschen denen ich vertrauen und auf ihre Ehrlichkeit baue . im Prinzip an das Gute zu glauen..

Hat mich ein Mensch sehr entäuscht kommt es auf den Schweregrad und die Problematik an, kleine Fehler kann man verzeihen....alles was unter der Gürtellinie passiert ist unverzeilich..........da ist nichts mehr mit "AN DAS GUTE ZU GLAUBEN"

Falsch nicht, aber es führt immer wieder zu bitteren Enttäuschungen.

nein denn er ist ja auch nur ein Mensch1 Und das besondere ist ja das wir aus unseren fehlern lernen. Würden wir keine Fehler machen, wären wir nicht entwicklungsfähig, dazu braucht es Fehler! Wo viel gearbeitet wird, entstehen auch Fehler... aus denen man lernen kann.... Und wenn er im Grunde seines Herzens gut ist, dann versteht er auch den Fehler und lernt daraus! Glaub ruhig weiter! Schön das du das tust!

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