Ist es erlaubt einen Einbrecher mit einem scharfen Katana anzugreifen um seine Familie und sein Eigentum zu schützen oder kann man dafür dann angezeigt werden?

13 Antworten

Ein Einbruch stellt einen Angriff auf Rechtsgüter - die Unverletzlichkeit der Wohnung und das Eigentum - dar. 

Gegen diesen Angriff ist Notwehr möglich. Notwehr ist gegen jeden Angriff auf Rechtsgüter, nicht nur Leib oder Leben, auch Eigentum, Ehre, Wohnung usw. möglich. Die Notwehr richtet sich nicht nach der Verhältnismäßigkeit, sondern nach der Erforderlichkeit. Notwehr ist die Manifestierung des Rechtsgrundsatzes "das Recht braucht dem Unrecht nicht weichen".

Erforderlich bedeutet, dass man aus mehreren zur Verfügung stehenden Mitteln das mildeste nehmen muss, sich aber nicht durch die Wahl eines zu milden Mittels auf einen Kampf mit ungewissen Ausgang einlassen. 

Wäre also die Verteidigung (oder wie du schreibst "mit einem scharfen Katana anzugreifen") mit dem Schwert erforderlich, dürftest du dich damit verteidigen. 

kannst du einen Fall nennen bei dem Notwehr beim Angriff auf Ehre, wie du schreibst, zum tragen kam und am besten auch dessen Ausgang (Gerichtsurteil oder so) ?

Notwehr beim Angriff auf Ehre halte ich doch sehr unwahrscheinlich, lasse mich aber gerne belehren.

"Wäre also die Verteidigung (oder wie du schreibst "mit einem scharfen Katana anzugreifen")" - seit wann ist Verteidigung = Angriff ??

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@teeaz

Offenbar störst du dich an der Wortwahl "angreifen". Tatsache ist, dass bei einem Einbruch in ein Haus bereits einen Angriff gegen mehrere Rechtsgüter gibt. Greife ich diesen Angreifer an, um dessen Angriff abzuwehren, kann ich es zwar Angriff nennen, rechtlich ist es aber Verteidigung. 

Der Angriff gegen die Ehre: X beleidigt unablässig den Y. Y gibt dem X eine Ohrfeige, damit er die Angriffe auf Y's Ehre beendet. Ohrfeige ist gerechtfertigt nach § 32 StGB. Wie könnte man anders gegen die andauernden Ehrverletzungen vorgehen als durch körperliche Gewalt? Weggehen, um nicht mehr beleidigt zu werden, darf deshalb nicht verlangt werden. Das Recht braucht dem Unrecht nicht weichen. Ein Urteil kann ich dir nicht nennen, hab auch keine Lust zu suchen. Unter Juristen sieht man es so wie ich. 

Btw: in deiner Antwort weist du auf die Verhältnismäßigkeit der Notwehr hin. Verhältnismäßigkeit gibt es bei der Notwehr nicht, nur die Erforderlichkeit. 

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@furbo

dann gehe ich jetzt mal ein paar Schellen verteilen...

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"Entgegen einer weit verbreiteten Auffassung ist das deutsche Notwehrrecht mit demjenigen Floridas vergleichbar.
Es erlaubt grundsätzlich gegen jeden gegenwärtigen rechtswidrigen Angriff auch tödliche Gewalt, wenn diese erforderlich und geboten ist, da es dabei nicht nur um den Schutz der absoluten Rechtsgüter des Angegriffenen geht, sondern im Normalfall auch um die Verteidigung der Rechtsordnung. Eine Pflicht zum Zurückweichen existiert in aller Regel nicht („Das Recht muss dem Unrecht nicht weichen“). An der Gebotenheit fehlt es jedenfalls dann, wenn die Rechtsordnung mit diesem scharfen Schwert nicht verteidigt werden will. So gilt das Notwehrrecht in vielen Fällen nur eingeschränkt, zum Beispiel, wenn der Angreifer ein Kind oder ein Geisteskranker ist und ein Ausweichen gefahrlos möglich ist. Wer jemanden absichtlich zu einem Angriff provoziert, nur um ihn dann im Wege der „Verteidigung“ zu verletzen, kann sich nach der geltenden Rechtsprechung nicht auf das Notwehrrecht berufen. In bestimmten Fällen, vor allem, wenn der Angreifer nicht vollständig schuldfähig ist, ist nur eine Schutzwehr, aber keine Trutzwehr erlaubt. Auch wenn ein erhebliches Missverhältnis zwischen dem angegriffenen und dem verteidigten Rechtsgut besteht, kann das Notwehrrecht eingeschränkt sein. Abgesehen von diesen Ausnahmen ist grundsätzlich zu beachten, dass eine Abwägung der
entgegenstrebenden Rechtsgüter des Angreifenden und des Abwehrenden  nicht erforderlich ist.


Bestand die subjektiv angenommene Notwehrlage objektiv nicht, so kann in bestimmten Fällen Putativnotwehr
vorliegen, die dann die Bestrafung wegen eines vorsätzlichen Delikts ausschließt. Selbstverständlich schützt das Notwehrrecht nicht vor einem Strafverfahren, sondern erklärt nur im Zuge dieses Verfahrens die Tat für gerechtfertigt; dies wird von der Staatsanwaltschaft und gegebenenfalls vor Gericht überprüft"



https://de.wikipedia.org/wiki/Stand-your-ground_law#Rechtslage_in_Deutschland

Wenn du einen Einbrecher verletzt, wird von der Staatsanwaltschaft

auch 

gegen dich ermittelt, zB ob du wirklich in Notwehr gehandelt hast usw. D.h. noch lange nicht, dass du verurteilt wirst, aber es wird auch abgeklärt

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