Ist es eine Persönlichkeitsstörung-....?

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2 Antworten

Hallo Mysticf,

das ist eine ziemlich komplexe Frage. Ein Fachmann wird dir sagen können, was hinter den Aussagen und deinem Verhalten steckt.

Ich als Laie würde behaupten, dass deine Sexualität gestört ist.

Das ist aber auch völlig normal, nicht umsonst ist beispielsweise Pädophilie verboten. Solch Handlungen haben immer Auswirkungen auf die Entwicklung eines Kindes.

Ich glaube oder bin der festen Überzeugung, dass die Ursache all deiner Probleme, eben mit diesem Ereignis zusammenhängt. Einerseits, hast du das ganze vielleicht nicht verarbeiten können, andererseits könnte die Tatsache, dass sie "auf einmal weg war" in dir eine Angst vor dem 'verlassen werden' erzeugt haben.

Dass du dann noch gemobbt wurdest usw. bestärkt wahrscheinlich zusätzlich deine Angst.

Es könnte auch die schizotypische,- dissoziale,- oder die Vermeidende Persönlichkeitsstörung sein. Vielleicht aber auch eine Angststörung.

Keiner wird die Frage hier korrekt beantworten können.

Such dir doch daher einen Fachmann, was hast du zu verlieren? Nichts, gewinnst aber an Erkenntnis.

Ich wünsche dir alles Gute.

xxPHILOSOPHINxx

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Hallo Mysticf,

ich vermute aufgrund Deiner Schilderung ebenfalls, dass eine schizoide Persönlichkeitsstörung vorliegt.

Dabei hast Du (wie oft der Fall) soziale Phobien und Unsicherheiten, die sich über sehr lange Zeit komplex entwickelt haben. Ich rate Dir daher sehr dringend, Dich gleich nächste Woche nach einem Therapieplatz zu erkundigen und Dich auf eine Warteliste setzen zu lassen. Das dauert momentan um die 6 Monate, bis Du einen freien Platz bekommst.

Bei Dir würde dabei im Vorfeld auch schon sinnvoll sein, kurz abzuklären, welche Therapie geeignet wäre, damit Du nicht Ewigkeiten auf die falsche Stelle wartest. Möglichkeiten sähe ich bei Dir erstmal in einer Verhaltenstherapie oder alternativ wirklich in einer psychoanalytischen Langzeittherapie, weil es bei Dir mit dem Grundsatz der KK sicher nicht getan ist - aber das sollten andere Leute entscheiden.

Ruf für diesen Schritt am besten initial bei dem Informationsdienst an, der Dir kompetent weiterhelfen kann:

http://www.psychotherapiesuche.de/

Jetzt zu Dir selbst. Das ist nur eine Meinung über Deinen (für das komplexe Thema) kurzen Text dort oben. Ich denke, wie erwähnt, dass Du schon sehr frühe gewisse Phobien und Schutzmechanismen entwickelt hast, die sich unterbewusst gefestigt haben, so dass Du Dir eine funktionierende "Blase" angeeignet hast, in der Du leben und funktionieren kannst.

Das ist nicht so schlimm, das machen viele Menschen - auf eine gewisse Weise jeder, haha. Aber Du solltest Dir bewusst machen, dass Du erst 21 bist und der Großteil Deines Lebens noch vor Dir liegt. Innerhalb Deiner Blase werden eher Probleme auf Dich zukommen, als dass Du das Leben wirklich wieder voll genießen und Dich frei entwickeln kannst. Wärst Du schon 50 Jahre alt, würde ich Dir sagen: "Ach, das ist alles okay so, jeder hat sich seine Strategien gesucht und lebt eben damit.", aber Du bist dafür zu jung.

Insofern lege ich Dir die Therapie sehr ans Herz, denn diese ist eher angenehm und wird Dir in der Zukunft sehr viel mehr Leichtigkeit, Empathie und Vertrauen mit in Dein Leben geben. Dinge, die Dir momentan enorm abgehen.

Dir muss klar sein, dass Du gerade in Deinem Alter viel mehr Sozialkontakte pflegen solltest. Du hast schlechte Erfahrungen gemacht und es ist verständlich, dass Du keine große Lust darauf hast. Dennoch gibt es Methoden, langsam wieder auf einem neuen, besseren Weg an die Mitmenschen heranzugehen und zumindest ein paar Freundschaften zu schließen, die Dein Leben sehr bereichern können.

Deine Sexualität ist in meinen Augen nicht ein mal so relevant. In Deinem Alter befriedigt sich wohl fast jeder Mann regelmäßig/täglich, das ist völlig normal. Dass Du dabei keinen großen Wert auf Sex legst, ist auch verständlich bei Deiner Geschichte. An Sex hängt viel Verantwortung, man muss mit Gefühlen anderer Menschen umgehen und das ist Dir zu anstrengend, daher würdest Du auch eher ins Bordell gehen als eine Partnerin zu suchen. 

Ich glaube, Deine Sexualität ist einfach mit einem gewissen Mangel an Empathie und Vertrauensfähigkeit verbunden. Arbeitet man daran, würdest Du vermutlich auch wieder mehr Sinn in einer Beziehung finden können.

Alles in allem rate ich Dir also ganz einfach zu einer Therapie. Stress Dich nicht, mach das alles langsam und ruhig, nichts muss von heute auf morgen passieren. Wie gesagt, wartest Du wahrscheinlich sowieso erstmal 6 Monate. Aber melde Dich bitte an und leite die nötigen Schritte ein, damit sich was tut. Du wirst sehen: Auf dem Weg kannst Du nur Erkenntnisse gewinnen und Dein Leben verbessern. Also trau Dich und probiere es aus.

Viel Erfolg,
Tailor Durden

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