Ist es ein Zeichen von fehlender Naturverbundenheit, lieber einen Rasen statt einer Wiese zu haben?

Das Ergebnis basiert auf 32 Abstimmungen

Ja 50%
Nicht unbedingt, weil... 44%
Nein 6%

20 Antworten

Vom Fragesteller als hilfreich ausgezeichnet
Nicht unbedingt, weil...

Kommt darauf an, was sonst noch an Pflanzen da steht. Wenn man ansonsten viele Kräuter und blühende Stauden hat, hilft man den Isekten ja trotzdem.

Wenn man in der Wiese einen Streifen nur 1-2 mal im Jahr mäht, tut man damit der Natur einen großen Gefallen. Das Schnittgut darf aber nicht liegen gelassen werden. Weniger Nährstoffe-->höhere Artenvielfalt. Die Unkräuter sind gut für die Bienen. Wenn man einen Teil mäht, und einen anderen nicht, schafft man Strukturen die zum Beispiel bestimmte Grashüpfer brauchen. Es gibt Schmetterlinge, die nur am Unkraut leben.

Rasen, auf denen nichts anderes zugelassen wird, sind aber was die Artenvielfalt angeht genauso gut wie Beton. Im Gegensatz zu Beton sind Rasen aber kühler, weil die Albedo geringer ist und das Wasser vom Boden aufgenommen wird. Also trotzdem besser.

Richtig schrecklich sind Gärten, in denen nur Rollrasen und Loorbeerkirsche wächst. Die bieten niemandem etwas. Also das ist auf jeden Fall ein Zeichen von fehlender Naturverbundenheit. Ich werde schon traurig, wenn ich nur daran denke.

Woher ich das weiß:Hobby – Vogelnärrin, Heuschreckenfreak, Naturinteressiert

Gute Einstellung. Wir brauchen die fleißigen 6Beiner.

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@Cicindela

Bei uns sind die Flussauen FFH-Gebiet. Aber nur grüne Wiese und Kühe.

FFH eigentlich wegen der Vögel. Die brauchen Insekten. Selbst bei den Behörden funktioniert das nicht.

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@Jens0048

Ich finde den Anblick so schön, wenn eine Schwalbe durch einen Mückenschwarm fliegt...

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@Jens0048

Kühe ziehen immerhin Fliegen für die Stare an. Solange es nicht zu viele Tiere sind, sind auch Weiden relativ artenreich. Einen Magerrasen bekommt man damit nicht hin, aber zur Fettweide mit Löwenzahn und Ehrenpreis reicht es

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@Cicindela

Es reicht aber nicht, um die Insektenvielfalt von früher wiederherzustellen. In einem FFH-Gebiet für Vögel müssen auch die notwendigen Insekten da sein. Die müssen auch irgendwo leben.

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@Jens0048

Wie gesagt, extensiv beweidete Flächen sind auch gut für die Artenvielfalt. Wenn es mehr Kühe sind wird es zwar eine Fettweide, aber auch die bietet schon so einiges an Insekten. An manchen Standorten werden sogar extra Kühe gehalten, um zu verhindern dass sie wieder verwalden. Auf einem Niedermoor in meinem Landkreis gibt es sogar wieder rundblättrigen Sonnentau dank der Kühe.

Die Kuhfladen sind wichtig für koprophage Inseken wie Mistkäfer oder Fliegen und die Kühe selber ziehen Blutsauger wie Bremsen und Wadenbeißer an. Es gibt Vögel wie Neutöter und Stare die sowas brauchen. Wobei es Neuntöter nur geben kann, wenn Dornenhecken zugelassen werden.

Wenn es intensive Beweidung ist nur mit den drei Standardgrasarten und vielen Kühen stimme ich dir allerdings zu.

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Ja

butterblumen SIND unkraut. sie sind ziemlich giftig. einmal davon gegessen - fetter nierenschaden. und sie erheben schnell einen anspruch auf die alleinherrschaft. liegt an ihrer art der vermehrung.

eine wiese ist was, was dort von alleine wächst. eine wiese besteht je nach standort aus etwa 15-20 verschiedenen gräsern und nochmal dergleichen menge unterschiedlicher anderer pflanzen.

eine artenreiche wiese verfügt über die doppelte anzahl sonstiger pflanzenarten.

auch eine wiese braucht, ob beweidet oder nicht, pflege. bestimmte pflanzen neigen dazu, übermässig zu wuchern. wenn du z.b. "butterblumen", also hahnenfuss, brennnesseln, taubnesseln, klee oder farne etc. hast, musst du schon aufpassen, dass es die andern pflanzen nicht komplett verdrängt. auch brombeeren erheben schnell mal den anspruch auf eine alleinherrschaft.

je weniger gemäht oder bearbeitet wird und je vielseitiger der bewuchs, desto grösser die ökologische nische und desto mehr verschiedene tierarten.

ein rasen ist auch hübsch und wenn man gerne mal den liegestuhl aufstellen oder eine runde federball spielen will ist er viel praktischer als eine wiese.

je nach platzangebot würde ich jedem auch ein stückchen rasen zugestehen. für den erhohlungswert. und kaum was ist schöner, als im liegestuhl zu chillen und den schmetterlingen und bienen und käfern zuzusehen, wie sie um die bunten blumen auf der wiese herumschwirren ;))

ps - hab letztens einen artikel über den anbau von mädesüss gelesen... und wäre froh, wenn einer 90% von dem, was die pferdekoppeln zuwuchert holen kommen könnte. selbiges mit den wunderschönen disteln...

unser grüncontainer duftet herrlich. zur zeit ist er die grösste blumenvase der gegend. hab heute etwa 10kg mädesüss und gestern etwa 15kg disteln "geerntet". letztens war es ein ganzer container butterblumen. man tut was man kann, damit für die ponys noch fressbares übrigbleibt.ˆˆ

Das mit dem Rasen oder Wiese. In jedem Rasen gibt es auch einige Wildkräuter wenn man nicht eine intensive Pflege dauerhaft durchführt. Und das ist aufwendig. Allein den Rasenmäher eine Stufe höher bringt etwas mehr an Leben in den Rasen.

Wiese oder Rasen – wo ist der Unterschied?

Rasen ist per Definition eine vom Menschen angelegte Vegetationsfläche aus Gräsern. Rasenflächen findet man im Siedlungsgebiet von Menschen. Sie werden nicht landwirtschaftlich genutzt und meist regelmäßig kurz gemäht. Rasen besteht, je nach Sorte aus einer Mischung verschiedener Gräser.

Eine Wiese ist wesentlich vielfältiger und artenreicher als eine Rasenfläche. Per Definition ist eine Wiese eine meist landwirtschaftlich genutzte Fläche. Zur Erzeugung von Heu oder als Weidefläche.

aus

https://wirgartenkinder.de/wiese-oder-rasen-einfach-nur-geschmacksache/

Aber gut angestimmte Beete mit Pflanzen die immer wieder das Ganze Jahr blühen, da kann man auch mal auf Wildkräuter im Rasen verzichten.

Fürs Frühjahr Wilder Krokus, Winterling, Gartenkrokus, Sträucher wie Felsenbirne/ Kordelkirsche sehen nicht nur toll aus, sie bieten Insekten früh Nahrung, Vögel nutzen die Beeren die eßbar. Dann verschiedene Stauden den Sommer über. Wenn man gut wählt, wird die Arbeit minimal nach 3 bis 5 Jahren. Küchenkräuter wie Lavendel, Rosmarin Schnittlauch etc lieben die Insekten ebenalls. Und man kann sie selber auch nutzen. Im Herbst gibt es Herbstastern, Fetthenne, Christrosen. Schneeball kann sogar im Winter blühen. Die Kombi macht es aus. Leider gibt es kaum noch gute Berater in Gartencentern. Viel wollen verkaufen.

Es gibt wunderschöne Pflanzen, man muß sich nur die Mühe machen sie zu finden, da sie kaum gefragt sind. Empfehle Tag der offenen Gartenpforte in den nächsten Jahren. Gibt immer wieder Überraschungen und Tipps

Nicht unbedingt, weil...

Wir haben schon seit je her immer eine Wiese im Garten die wir auch ausblühen lassen danach machen wir Heu und im 2. Schnitt Grummet manchmal auch im 3. Schnitt. Es ist aber kein Rasen zum reinlegen oder Spielen er dient zum Füttern von Kleintieren (Karnickel, Schafe , Ziegen)

Eine Wiese fördert die Insektenvielfalt wie wir beobachten können am schönsten sind die Glühwürmchen (eigentlich Käfer) Libellen Schmetterlinge usw. - förderlich ist dazu noch ein Biotop mit reichlichen Bewuchs.

So können wir auch Adebar bei uns im Garten begrüßen der sich seinb Futter holt und Baumaterial. Ich empfehles es jeden der die Möglichkeit dazu hat - unser garten ist dazu groß genug (ca. 4000m²)bei kleineren Flächen wohl etwas schwieriger man muß es abwägen welchen Garten man haben will. Unserer ist Naturbelassen aber auch mit Obst , Gemüseanbau und Erholung (Terasse ist leicht erhöht um einen besseren Blick zu haben).

Woher ich das weiß:Hobby – Seit 1974 bin ich Besitzer von einem 4000qm großen Garten

Naja Wiese ist immer besser und wenn man sie Regelmäßig mäht ist sie auch nur Rasen.Wir haben nur Wiesen und die auf dem hof wo wir oft sitzen eben immer auf ca 6 cm gemäht die anderen Wiesen werden nur 2 -3 mal im jahr gemäht und zu Heu für unsere Tiere.Wenn man sie Regelmäßig mähen will sollte man es aber erst ca 3 Wochen nach der ersten Blüte mähen so haben auch die Bienen und co was zu futtern.

LG sikas

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